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16.07.2021  ·  Förderungen
Förderung von Flächenheizungen und Flächenkühlungen ab 01.07.2021

Die Flächenheizung ist immer die Basis eines Niedrigtemperatur-Heizsystems. Wärmepumpe und Brennwertkessel erreichen nur in Kombination mit der Flächenheizung die niedrigsten Co2-Emissionen und niedrigsten Betriebskosten. Darüber hinaus bietet diese Kombination auch die größtmögliche Gestaltungsfreiheit bei der Inneneinrichtung und die beste thermische Behaglichkeit.

Konsequenterweise werden daher Flächenheizungen und Flächenkühlungen im Rahmen der Förderprogramme stark berücksichtigt.

Es zeigt sich, dass die Systeme der Flächenheizung und Flächenkühlung in drei Förderprogrammen berücksichtigt werden: der zum 01.01.2021 neu aufgelegten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für Einzelmaßnahmen bzw. Maßnahmenpakete für Neubau und Bestand sowie dem zum 01.01.2020 neu aufgelegten Steuerabzug bei energetischer Sanierung.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG-EM) Einzelmaßnahme Bestand: BAFA-Zuschuss

Zum 01.01.2021 ist das BAFA Investitionsprogramm im der Bundesförderung für effiziente Gebäude aufgegangen und bietet im Paket mit einem Kesselaustausch eine Förderung von 20-45% der Investitionssumme an, in diesem Rahmen wird auch die Flächenheizung gefördert. Im Programm Heizungsoptimierung bei Wohngebäudesanierung werden sämtliche Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems in Bestandsgebäuden, mit denen die Energieeffizienz des Systems erhöht wird, wie beispielsweise der hydraulische Abgleich oder der Austausch der Heizungspumpe gefördert, also

  • der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage inklusive der Einstellung der Heizkurve
  • der Einbau von Flächenheizungen ... und von Wärmespeichern im Gebäude oder gebäudenah (auf dem Gebäudegrundstück)
  • die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik

Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 300 Euro (Brutto). Der Fördersatz beträgt 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Die förderfähigen Ausgaben für energetische Sanierungsmaßnahmen von Wohngebäuden sind gedeckelt auf 60.000 Euro pro Wohneinheit. Bei Umsetzung einer Sanierungsmaßnahme als Teil eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude" geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent möglich.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Bestand: KfW Kredit oder Tilgungszuschuss

Seit dem 01.07.2021 kann eine Kreditförderung für die BEG Einzelmaßnahmen sowie eine Kredit- oder Zuschussförderung für Vollsanierungen und effiziente Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden (BEG WG und BEG NWG) bei der KfW beantragt werden (ggf. mittelbar über die Hausbank). Die Förderung für Baubegleitung kann direkt zusammen mit dem Kredit oder Zuschuss beantragt werden.

Wird ein Wohngebäude zum Effizienzhaus saniert oder ein frisch saniertes Effizienzhaus gekauft, besteht die Möglichkeit zu einer Förderung über einen Kredit mit Tilgungszuschuss oder einen direkt ausgezahlten Zuschuss.

Wird ein Wohngebäude mit einzelnen energetischen Maßnahmen saniert, fördert der KfW die Maßnahmen mit einem Kredit mit Tilgungszuschuss in Höhe von 20% im Rahmen der "Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)". Seit dem 01.07.2021 fördert die KfW die Optimierung der Heizungsanlage durch einen Kredit mit Tilgungszuschuss in Höhe von 20 %. Hier gilt:

  • Max. 60.000 Euro als Kredit je Wohneinheit
  • Der Bauantrag oder die Bauanzeige für das Wohngebäude liegt zum Zeitpunkt des Antrags mindestens 5 Jahre zurück.
  • Ist die Maßnahme Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP), der innerhalb von 15 Jahren umgesetzt wird? Dann steigt der Tilgungszuschuss für diese Maßnahme um 5 %.
  • Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Förderung für die Fachplanung und Baubegleitung.
  • Grundsätzlich gilt: Erst nach Beantragung starten.
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Neubau: Heizen mit erneuerbaren Energien

Seit dem 01.07.2021 können die neuen Förderkredite und Zuschüsse der „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)" für einen Neubau beantragt werden. Die Förderung für Baubegleitung wird direkt zusammen mit dem Kredit oder Zuschuss beantragt.

Wird ein neues Effizienzhaus gebaut oder gekauft, wird dieses wahlweise mit einem Kredit mit Tilgungszuschuss oder einem direkt ausgezahlten Zuschuss gefördert. Grundsätzlich gilt: Erst nach Beantragung starten.

Die sich aus den Förderrichtlinien ergebenden Fördersätze und Konditionen hat das Ökozentrum NRW in dieser Grafik anschaulich zusammengefasst.

Steuerabzug bei energetischer Sanierung

Die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen bietet als "zweite Säule" der steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung eine Alternative zu den bestehenden Kredit- und Zuschussprogrammen. Mit ihr ist es möglich Aufwendungen energetischer Sanierungen ab 2020 für einen befristeten Zeitraum von 10 Jahren durch einen prozentualen Abzug von 20% bis maximal 40.000 Euro pro Objekt von der Steuerschuld abzusetzen. Der Steuerabzug bei energetischer Sanierung, bspw. Optimierung bestehender Heizungsanlagen gilt, sofern diese älter als zwei Jahre sind. Förderfähig sind Einzelmaßnahmen, die auch von der KfW als förderfähig eingestuft sind, unter anderem die Flächenheizung und -kühlung. Die Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung gelten befristet für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2029. Die geplante Laufzeit von 10 Jahren schafft die Möglichkeit für die Branche der energetischen Gebäudesanierungen, sich auf die steigende Nachfrage nach energetischen Sanierungen einzustellen und entsprechende Kapazitäten aufbauen.

Fazit:

Bereits in 2020 waren die Bedingungen für den Einsatz von Flächenheizungen und Flächenkühlungen durch umfangreiche Fördermöglichkeiten gut. In der Zusammenführung der verschiedenen Programme in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in 2021 setzt sich dieser Weg fort. Ein Beweis dafür, dass die Systeme der Flächenheizung und Flächenkühlung als Niedrigtemperatursysteme ein wichtiger Bestandteil der Energiewende sind.

12.07.2021  ·  Wasser
Upgrade für das Bad: ein Dusch-WC gehört dazu

Komfort, ansprechendes Design und altersgerechte Ausstattung: Diese Begriffe fallen häufig, wenn es um moderne Bäder geht. Ein Dusch-WC erfüllt diese Bedürfnisse sehr gut. Egal, ob ein Kunde sein Bad komplett renovieren, modernisieren oder mit einem AquaClean Modell nachrüsten möchte, die Montage gelingt mit den Systemlösungen von Geberit, die viel Raum für Gestaltungs- und Planungsfreiheit bieten, ganz einfach ohne viel Schmutz und Lärm.

In Kombination mit dem Sanitärmodul Monolith ist der Einbau in wenigen Stunden fertig. Es ersetzt den alten Aufputz- oder Unterputz-Spülkasten und liefert alle Anschlüsse für ein Dusch-WC. Wird ein bestehender Geberit Unterputz-Spülkasten weiter genutzt, können benötigte Strom- und Wasseranschlüsse mit der AquaClean Designplatte größtenteils verdeckt werden. Sie lässt sich schnell und ohne Eingriffe in die Vorwand installieren und ist mit nur wenig Aufwand rückstandslos rückbaubar. So stehen dem Installateur Systemlösungen aus einer Hand zur Verfügung, die er – je nach baulicher Situation – seinen Kunden für die Dusch-WC Montage empfehlen kann.

Über 40 Jahre Erfahrung im Bereich Dusch-WC bilden bei Geberit die Basis innovativer Technologie für mehr Komfort in allen Lebenslagen. Durch die große Sortimentsvielfalt an Dusch-WCs, bietet Geberit für jede Anforderung das passende Modell – für Mieter oder Eigentümer, als Aufsatz-Variante oder Komplettanlage, als wandhängende WC-Keramik oder Stand-WC. Lösungen für die Modernisierung, Renovierung oder für die Nachrüstung ermöglichen die Installation in fast allen Bausituationen.

Komfortfunktionen eines Dusch-WCs

Bei den Dusch-WC Modellen Geberit AquaClean Tuma, Sela und Mera sorgt die patentierte WhirlSpray-Duschtechnologie mit einem pulsierenden Duschstrahl, dem dynamisch Luft beigemischt wird, für eine sanfte und dennoch gründliche Intimreinigung mit Wasser. Die Steuerung der Funktionen per Fernbedienung oder direkt am WC können Kunden intuitiv und bis ins hohe Alter selbstständig nutzen und so ihr Wohlbefinden steigern.

Viele AquaClean Modelle von Geberit punkten darüber hinaus mit weiteren Zusatzfunktionen, die die WC-Benutzung noch komfortabler machen. Zum Beispiel sorgt eine integrierte Geruchsabsaugung für stets frische Luft im Bad, ein Föhn trocknet den Nutzer nach der Reinigung. Eine Ladydusche reinigt mit einem besonders sanften Wasserstrahl – die im Duscharm integrierte Düse bleibt bei Nichtgebrauch hygienisch geschützt. Für eine besonders gründliche und leise Ausspülung der spülrandlosen Keramik sorgen Modelle mit TurboFlush-Spültechnik. Auch ein sich automatisch öffnender und schließender WC-Deckel oder ein nächtliches Orientierungslicht erhöhen Komfort, Hygiene und Sicherheit am WC. Je nach Kundenwunsch kann der Badberater ein individuell passendes AquaClean Modell mit den entsprechenden Funktionen empfehlen.

Einfache Nachrüstlösung – der Dusch-WC-Aufsatz

Kunden, die sich ein Dusch-WC wünschen, jedoch ihre bestehende WC-Keramik und den Unterputz-Spülkasten weiterhin nutzen möchten, steht eine einfache Lösung zum Nachrüsten zur Verfügung: der Dusch-WC Aufsatz Geberit AquaClean Tuma oder Geberit AquaClean 4000. Ob ein solcher Aufsatz mit einer vorhandenen Keramik kombinierbar ist, verrät der Keramikrechner auf der Geberit Webseite: www.geberit-aquaclean.de/keramik-rechner. Bereits für ein geringes Budget erhält der Kunde damit alle Basisfunktionen eines Dusch-WCs und tauscht dabei lediglich den WC-Sitz aus.

Geberit AquaClean Designplatte für bestehende Geberit Unterputz-Spülkästen

Mit der AquaClean Designplatte können Installateure ihren Kunden eine Lösung anbieten, um den Wasseranschluss aus dem Unterputz-Spülkasten sowie den Stromanschluss für das Dusch-WC elegant zu verdecken beziehungsweise teilweise zu verdecken. Die Designplatte eignet sich zum Nachrüsten für alle Geberit Unterputz-Spülkästen mit 12 Zentimetern Tiefe ab Baujahr 1988 und ist besonders für Mieter eine ideale Lösung: Sie kann nicht nur ohne Anbohren der Fliesen vor der Wand montiert werden, sondern lässt sich anschließend auch einfach und rückstandslos wieder entfernen. So kann das komfortable Dusch-WC zusammen mit der Designplatte in eine neue Wohnung umziehen.

Für die Komplettanlagen der Dusch-WCs AquaClean Sela, Mera und Tuma ist sie als zweiteiliges Set erhältlich und verdeckt Wasser- und Stromanschluss ganz, für die Dusch-WC-Aufsätze Tuma und AquaClean 4000 steht ein einteiliges Set zur Verfügung und die Anschlüsse werden teilverdeckt. Wahlweise besteht die Designplatte aus wasserfestem weißem Hochdruck-Schichtstoff oder aus Sicherheitsglas in weiß oder schwarz.

Wechsel von Spülkasten und Keramik: Geberit Monolith

Installateure können Kunden, bei denen der Einbau eines Dusch-WCs auch mit einem Wechsel des Spülkastens verbunden werden soll, den Geberit Monolith empfehlen. Er ersetzt alte Aufputz- oder Unterputz-Spülkästen sowie Druckspüler und wird in wenigen Stunden ohne Schmutz und Lärm installiert. Ein alter Unterputz-Spülkasten muss dafür nicht einmal aus der Wand herausgestemmt werden, der Monolith wird einfach davor platziert und an die vorhandene Wasser- und Abwasserleitung angeschlossen. Das Sanitärmodul vereint durchdachte Spültechnik mit hohem Designanspruch. In Verbindung mit einem Geberit AquaClean Dusch-WC oder in der Ausführung Monolith Plus, mit weiteren Komfortfunktionen, benötigt der Kunde einen Stromanschluss am WC. Ist noch kein Stromanschluss vorhanden, kann der Strom über eine konventionelle Steckdose und per Kabelkanal überall im Bad verlegt werden.

Elegant setzt das schlanke Sanitärmodul mit einer Vielfalt an modernen Oberflächenmaterialien und -farben Akzente im Bad. Beispiele hierfür sind Modelle in Beton- oder Schieferoptik sowie mit Oberflächen aus Glas. Wer auf einen einzigartigen Look seines neuen Bades Wert legt, kann die Oberfläche nach eigenen Wünschen, zum Beispiel mit individuellen Fotos, gestalten lassen.

Monolith Plus – für noch mehr Komfort

Optional gibt es den Geberit Monolith als Monolith Plus auch mit Zusatz-Ausstattung: Mit Soft-Touch-Tasten lösen Benutzer die kleine und große Spülmenge aus, ein Orientierungslicht, das wahlweise in sieben unterschiedlichen Farben eingestellt werden kann, sorgt für die gewünschte Stimmung im Bad und eine integrierte Geruchsabsaugung mit Keramikwabenfilter reinigt die belastete Luft direkt aus der WC-Keramik.

So stehen dem Badberater unterschiedliche Möglichkeiten für Nachrüstung, Renovierung und Modernisierung zur Verfügung, um Kunden ohne großen Aufwand oder Schmutz und Staub die Installation eines Dusch-WCs zu ermöglichen.

 

04.07.2021  ·  Förderungen
Bundesförderung für effiziente Gebäude - das ist ab 1. Juli 2021 neu

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vereinigte zu Beginn des Jahres 2021 die Förderung für den Neubau und für die Sanierung von Gebäuden. Seitdem gibt es drei Förderschwerpunkte. Die KfW ist nur noch für Kredite und das BAFA nur noch für Zuschüsse zuständig. Zum 1. Juli 2021 traten einige Neuerungen in Kraft, insbesondere die Kreditfinanzierung für Komplettsanierungen, die auch den Erwerb der Gebäude einschließen.

Die BEG hat einen Nachfrageboom nach Heizsystemen mit erneuerbaren Energien ausgelöst. Für Holzpellets, Wärmepumpen und Fernwärme ist die Nachfrage nach der Förderung für eine Beratung im Vergleich zum Vorjahr um 80 bis 90 Prozent gestiegen. Das berichtet das Portal co2online. Bei Lüftungsanlagen, Solarthermie, Fenstertausch und Dämmung gab es Steigerungen um 35 bis 50 Prozent.

Eine Eintagsfliege bleibt das nicht. Die Förderung kann ab 1. Juli 2021 bis zu 55 Prozent statt bisher 45 Prozent betragen. Denn ab sofort gilt eine neue Förderstufe im BEG, und zwar im Förderbereich der KfW, die die Kredite verantwortet, während das BAFA sich um reine Zuschüsse kümmert. Die BEG ist ab diesem Zeitpunkt auch auf Gesamtsanierungen und nicht mehr nur auf Einzelmaßnahmen umgestellt. Damit können ab 1. Juli die entsprechenden Kredite bei der KfW inklusive der möglichen Tilgungszuschüsse beantragt werden.

Und das wird sich auch in Zukunft kaum einer entgehen lassen – schon gar nicht, wenn er sowieso die eigenen oder ihm gehörenden vier Wände energetisch fit machen muss.

Einzelmaßnahmen und Gesamtsanierungen

Die Programme betreffen Einzelmaßnahmen (BEG EM), wozu auch der Wechsel von Heizsystemen gehört, Neubauten und Komplettsanierungen bei Wohngebäuden (BEG WG) und das gleiche bei Nichtwohngebäuden (BEG NWG). Überflüssig wurden damit das Marktanreizprogramm (MAP) und das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE).

Folgendes ist nun neu:

  • Beim Neubau und Ersterwerb von Effizienzgebäuden als Nichtwohngebäude sind die gesamten gebäudebezogenen Investitionskosten förderfähig, also für Errichtung oder Erwerb sowie mitgeförderte Umfeldmaßnahmen.
  • Die Förderhöchstbeträge für Fachplanung, Baubegleitung und Nachhaltigkeitszertifizierung wurde präzisiert. Sie gelten pro Investitionsobjekt, unabhängig von der Anzahl der für dieses Objekt gestellten Anträge. Bei mehreren Investoren für ein Vorhaben, etwa bei Wohneigentümergemeinschaften (WEG), haben sich die Investoren vor Antragstellung über die Aufteilung der Förderhöchstbeträge zu verständigen.
  • Der Vorhabensbeginn für die BEG-Kreditvariante BEG EM startet nun.
  • In den Zuschussprodukten BEG WG und BEG NWG ist der Förderantrag bei der KfW vor Vorhabensbeginn zu stellen.
  • Die im Einzelnen förderfähigen Maßnahmen in der BEG WG, BEG NWG und BEG EM werden in einem Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen und Leistungen konkretisiert.
  • Das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude ist bei Effizienzhäusern und Effizienzgebäuden (EE-Klassen, entsprechen in etwa den bisherigen KfW-Effizienzhausstandards) als Fördervoraussetzung erforderlich für die Beantragung einer Nachhaltigkeits-Klasse (NH-Klassen). Mit ihr kann dieselbe Bonusförderung gewährt werden wie bei einer EE-Klasse, Allerdings befindet sich das aktuell noch in der Entwicklung.
  • Voraussetzung für die Förderung von Anlagen der "Innovativen Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien" ist die Aufnahme in eine Positivliste entsprechender Anlagen, die fortlaufend aktualisiert und auf den entsprechenden Produktseiten der BEG-Förderprogramme veröffentlicht wird. Aktuell sind allerdings noch keine Anlagen als förderfähig bestätigt.
  • Die gleichzeitige Inanspruchnahme einer BEG-Förderung und einer Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder einer Bundesförderung für Wärmenetze ist nicht möglich. Gleiches gilt für beim BAFA als zweitem Durchführer beantrage Objekte oder einer Förderung aus den Vorgängerprogrammen CO2-Gebäudesanierungsprogramm, MAP oder APEE.
  • Ab 1. Juli 2021 können zudem Zinsreservierungen für Anträge in den BEG-Produkten 261 und 262 vorgenommen werden.
  • Ein Effizienzhaus 40 Plus muss auch die Anforderung der EE-Klasse erfüllen. Die Heizungsanlage muss Bestandteil des BEG-Antrags für das EH 40 Plus sein. Die Inanspruchnahme einer separaten Förderung für die Heizungsanlage (etwa im BEG EM) ist nicht möglich.
  • Die Fertigstellung eines Rohbaus kann gefördert werden, wenn für diese eine neue Baugenehmigung erstellt wird.
  • Gebäudevorhaben, die im Rahmen der BEG gefördert werden können, sind im Programm Erneuerbare Energien "Premium" nicht mehr förderfähig. Ab dem 1. Juli 2021 ist neben der Förderung von Nahwärmenetzen gleichfalls die Förderung von Kältenetzen, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden, möglich.

Dies ist nur eine Auswahl der Neuerungen. Weitere Informationen gibt es unter www.kfw.de

Auch wenn einiges kompliziert klingt: Gegenüber den alten Fördermechanismen in MAP und APEE stellt die neue BEG eine eindeutige Vereinfachung dar.

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Ein Beitrag der Redaktion vom HaustechnikDialog.

13.06.2021  ·  Wärme
Wärmepumpen im Neubau weiterhin beliebtester Wärmeerzeuger

Die Energiewende in Deutschland mit der Erreichung der Klimaziele kann nur gelingen, wenn die CO2-Emissionen auch im Gebäudebereich deutlich abgesenkt werden. Der Wärmesektor hat dabei einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Bereichen wie Industrie und Schwerlastverkehr: Technologien zur Dekarbonisierung sind in der Heizungstechnologie bereits vorhanden und etabliert. Mit der Wärmepumpe stellt die Heizungsindustrie ein System zur Verfügung, dass das Potenzial für ein enormes Marktwachstum bereits bewiesen hat.

Mit Wärmepumpen lassen sich alte wie neue Gebäude effizient und klimaschonend heizen und sogar kühlen. So sorgen diese umweltschonenden Heizungssysteme ganzjährig für angenehme Raumtemperaturen. Wärmepumpen können mit einem Anteil Strom drei bis sechs Anteile Wärme erzeugen. Werden Sie mit Strom aus Erneuerbaren Energien betrieben, sind sie sogar CO2-neutral. Die Investition in eine solche Heizung macht unabhängig von fossilen Energieträgern und steigert den Wert der eigenen Immobilie.

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts[1] insgesamt 124.596 Wohngebäude für den Bau genehmigt worden. Davon sollen 55.544 mit Umweltwärme und 10.257 Gebäude mit Erdwärme beheizt werden - insgesamt sind das 52,8 Prozent der genehmigten Wohngebäude. Immer mehr Bauherren entscheiden sich also für klimaschonende Heizsysteme. Mit fossilem Erdgas betrieben wurden im Jahr 2020 noch 40.279 der neu genehmigten Wohngebäude, was einem Anteil von 32,3 Prozent entspricht.

Auch in Nichtwohngebäuden steigt der Wärmepumpenanteil von 11,7 Prozent auf 12,8 Prozent. Damit ist seit 2015 ein durchgehend steigender Anteil von Wärmepumpen auch bei Nichtwohngebäuden zu verzeichnen, während der Anteil von Gasheizungen kontinuierlich sinkt. Im vergangenen Jahr sind Wärmepumpen zum ersten Mal bei über der Hälfte aller Bauvorhaben (Wohn- und Nichtwohngebäude) eingeplant worden. Das ist eine gute Nachricht.

"Im Neubau ist die Wärmepumpe als System zum Heizen und Kühlen unschlagbar - dieser Trend zeichnet sich schon länger ab. Der Staat bietet attraktive Anreize, damit im Neubau mindestens das KFW Effizienzhausniveau 55 realisiert wird. Mit einem schlechteren Standard sollte man sich als Häuslebauer auch nicht zufriedengeben. Dieses Niveau ist mit einer Wärmepumpe als erneuerbare Heizungstechnik leicht zu erreichen.", sagt Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer Bundesverband Wärmepumpe e.V.

Die staatliche Förderung wird ab 1. Juli durch Einführung der EE-Klasse bei der KfW noch attraktiver. Nachdem die Wärmepumpen in Deutschland im vergangenen Jahr die Millionenmarke geknackt haben, muss jetzt allerdings auch im Bestand noch mehr Schwung in den Markt kommen, um die angepeilten Klimaziele im Gebäudesektor erreichen zu können. "Dafür brauchen wird endlich ein Level-Playing Field bei den Energiepreisen, insbesondere eine Entlastung des Strompreises von der EEG-Umlage.", bekräftigt Sabel.

21.05.2021  ·  Wasser
Neue Energieausweise: Das gilt ab Mai 2021 für Bestandsgebäude

Das im November 2020 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt den Fokus auf eine umfangreiche Betrachtung in Gebäuden und im Bestand. In der Konsequenz gelten ab 1. Mai 2021 neue Anforderungen an Energieausweise. So sind künftig zum Beispiel bei allen Energieausweisen zusätzlich zu den End- und Primärenergieverbräuchen in kWh/(m2a) die Treibhausgas-Emissionen in kg CO2-Äquivalent/(m2a) aufzuführen. Neu ist auch die Pflicht zur Begehung durch den Aussteller und Modernisierungsempfehlung.

Die Angabe der Treibhausgas-Emissionen, also des CO2-Ausstoßes eines Wohngebäudes im neuen Energieausweis gibt Laien eine einschätzbare Größe für die Nachhaltigkeit beim Wohnen. Sie veranschaulicht die Umweltauswirkungen des Gebäudebetriebs, vor allem durch Beheizung, Kühlung und Warmwasser. Der Heiz- bzw. Kühlbedarf ist bei schlecht gedämmten Gebäuden besonders hoch, da hier unnötig viel Energie über das Dach oder die Außenwände entweicht. Die bestmögliche Energieeffizienz eines Hauses kann deshalb nur durch eine Kombination aus baulichen Maßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster), effizienter Anlagentechnik (z.B. Heizung) sowie dem Einsatz erneuerbarer Energien (z.B. Solarwärme) erreicht werden.

„Ist die Gebäudehülle optimal gedämmt, ist der wichtigste Schritt für mehr Energieeffizienz bereits getan. Dadurch wird deutlich weniger Energie für Heizung und Kühlung benötigt“, sagt Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI). Der vielseitig in Gebäuden eingesetzte Dämmstoff Mineralwolle (Glaswolle und Steinwolle) überzeugt dabei gleich mehrfach: „Ein mit Mineralwolle gedämmtes Wohngebäude senkt dessen Energiebedarf und damit den CO2-Ausstoß erheblich. Das spart Jahr für Jahr hohe Energiekosten bei gleichzeitig mehr Wohnkomfort, Schallschutz und Brandschutz“, so Dr. Thomas Tenzler.

Welchen Ausweis brauchen Sie jetzt für bestehende Wohnhäuser?

Eigentümer von kleinen Wohnhäusern (bis zu vier Wohneinheiten), für die der Bauantrag vor dem 01.11.1977 gestellt wurde und welche danach auch nicht mehr energetisch modernisiert wurden, sind verpflichtet, den energetischen Bedarf und damit auch die gesamte Gebäudequalität mit dem sogenannten Energiebedarfsausweis nachzuweisen. Für alle anderen Wohngebäude genügt ein sogenannter Energieverbrauchsnachweis. Dieser ließ sich bisher einfach und kostengünstig aus den Verbrauchszahlen der vergangenen drei Jahre ermitteln. Weil aber die so ermittelten Energiedaten stark vom Nutzerverhalten abhängen und wenig über die energetische Qualität des Gebäudes verraten, hat der Gesetzgeber nachjustiert:

Der Energieverbrauchsausweis muss ab dem 1. Mai 2021 die Energiebilanz des Gebäudes detaillierter benennen. Dafür muss ein Fachmann das Gebäude vor Ort begutachten, mit Fotos dokumentieren und Modernisierungsmaßnahmen empfehlen. So ergibt sich eine gute Übersicht über die Mängel und möglichen Energieeinsparpotenziale eines Bestandsgebäudes.

Langfristig CO2 senken und Geld sparen

Das neue GEG und die damit verbundenen neuen Energieausweise und Empfehlungen für Modernisierungen zeigen, dass viele Aspekte sinnvoll ineinandergreifen müssen, um einen langfristig nachhaltigen Einspareffekt von Energie und CO2 bei Gebäuden zu erzielen. Hauseigentümer, die ohnehin die Sanierung ihrer Wohnimmobilie beabsichtigen, profitieren jetzt doppelt, wenn sie ihren neuen Energieverbrauchsausweis gemeinsam mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen. Für die iSFP-Erstellung durch einen Energieberater übernimmt der Staat bis zu 80 der Kosten. Gleichzeitig erhalten Sie damit auch einen fundiert durchdachten, optionalen Handlungsplan für die wirtschaftliche energetische Sanierung Ihres Gebäudes.

03.05.2021  ·  Wasser
Neuer SafeTech+ gegen Leckage

Der neue SafeTech+ Connect bekommt mit dem DRUFI einen idealen Trinkwasserfilter als Gehilfe. Seit gut 22 Jahren setzt SYR im Bereich Leckageschutz neue Maßstäbe, die in Form der innovativen Produkte SafeTech+ und SafeFloor Connect in Gebäuden aller Art zum Einsatz kommen. Intelligente Armaturen, die dank SYR Connect auch untereinander kommunizieren und Arbeitsabläufe teilen. Aus einem unschlagbaren Duo werden jetzt ein perfektes Trio und eine Wunderwaffe gegen Wasserschäden im Gebäude.

Statistisch gesehen entsteht in Deutschland alle 30 Sekunden ein Leitungswasserschaden. Die Folgen sind meist kaum abzusehen und können ganz schnell zu einem großen Gebäudeschaden führen. Lochkorrosion und Undichtigkeiten an Armaturenanschlüssen sind eine der häufigsten Ursachen für diese gefährlichen Schäden. Häufig sind Haus oder Wohnung nach einem Wasserschaden lange unbewohnbar und Trocknungsgeräte laufen wochenlang, um Schimmel­bildung zu verhindern. Damit so etwas nicht eintritt, ist es ratsam, vorzubeugen, denn auch Sachgegenstände und persönliche Dinge sind oft nicht mehr zu ersetzen. Als Leckageschutzspezialist ist SYR seit 1998 ein Vorreiter auf diesem Gebiet und bestätigt seine Positionierung mit intelligenten Weiterentwicklungen immer wieder aufs Neue. So wurde jetzt die Leckageschutz-Serie um ein weiteres Gerät ergänzt. In Zukunft können Leckageschutz und Trinkwasserschutz effizient kombiniert werden.

SafeTech+ Connect

Der neue SafeTech+ Connect steht seinem Vorgänger, dem SafeTech Connect, in nichts nach. So misst auch die neue Armatur kontinuierlich Durchfluss und Druck, ermittelt die Wasserhärte und ist mit der intelligenten Selbstlernphase ausgestattet.

Durch den SYR Universalflansch kann ganz einfach der nächste Alleskönner aus der Korschenbroicher Ideenschmiede zusätzlich montiert werden. Denn der DRUFI ist hierbei die ideale Ergänzung. Der bewährte Trinkwasserfilter wird vorn auf den SafeTech+ geflanscht - fertig ist eine kompakte Leckageschutz-Filtereinheit. Der Pluspunkt: Durch diese Kombination wird eine Menge Platz am Hauseingang hinter dem Wasserzähler eingespart.

Als Leckageschutz-Armatur schließt auch der SafeTech+ Connect bei Überschreitung erlernter Parameter und ungewöhnlicher Verbräuche die Leitung selbständig ab. Zudem führt die Armatur in regel­mäßigen Abständen einen Mikroleckagentest durch und stellt somit auch kleinste undichte Stellen fest. Weiteres kluges Feature: Ist die Armatur mit dem Internet verbunden, informiert sie im Störungsfall via E-Mail den Hausbesitzer. Der SafeTech+ Connect Leckageschutz kann auch als ‚Schwarm' arbeiten. Eine Einheit fungiert dabei als Schaltzentrale, registriert die empfangenen Daten der angebundenen Geräte, wertet sie aus und wird entsprechend aktiv. So können unterschiedliche Bereiche eines Gebäudes, komplette Mehrfamilienhäuser und große Objekte abgesichert und kontrolliert werden.

SafeFloor Connect für besondere Situationen

Der SafeFloor Connect Funk-Bodensensor wird an kritischen oder besonders überwachungsintensiven Stellen eingesetzt. Registriert der smarte Sensor Wasser auf dem Boden eine zu niedrige Raumtemperatur oder zu hohe Luftfeuchte, warnt er mit blinkender LED und lautem Warnton. Bei einem Wasseraustritt meldet der SafeFloor Connect diesen an den SafeTech+ Connect, der die Leitung sofort absperrt. Zudem überwacht der SafeFloor Connect die Raumtempe­ratur. Erreicht diese kritische Werte, sodass vereiste Leitungen oder Rohrbrüche drohen, wird per App informiert. Auch zu hohe Luftfeuchtig­keit, die zu möglicher Schimmelbildung führen, oder zu trockene Luft, die eine Reizung der Atemwege verursachen kann, werden in kritischen Bereichen vom SafeFloor Connect erkannt und übermittelt.

Sicherheit von überall

Die SafeFloor Funk-Bodensensoren und der SafeTech+ Connect Leckageschutz ge­hören zum SYR Connect System und zeichnen sich durch zuverlässige Technik und innovative Kommunikation aus. Das SYR Connect System bringt smarte Intelligenz ins Haus. Mit der SYR App hat man jederzeit alles im Blick und das Wasser im Haus unter Kontrolle. Vor dem Urlaub das Hauswasser händisch und komplett absperren, war gestern: Heute wird die Wasser­menge online freigegeben, die die Nachbarin braucht, um die Blumen zu wässern. SYR Connect macht Sicherheit in der Hausinstallation ganz smart. In den Be­reichen Leckageschutz, Wasserbehandlung, Hygienekontrolle und Heizungsüber­wachung werden die intelligenten Armaturen mit der SYR App via Smartphone und Tablet oder am PC über den Browser gesteuert und kontrolliert. Dank Inter­netgestützter Schwarm-Intelligenz (ISI) können sie sogar vernetzt und zentral ge­steuert werden.

26.04.2021  ·  Förderungen
Steuererklärung 2020: Tipp für Hauseigentümer

Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr die steuerliche Förderung für energetische Sanierungsmaßnahmen in Kraft gesetzt. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer können daher in diesem Jahr bei ihrer Steuererklärung für 2020 erstmals einen Teil der Sanierungskosten steuerlich geltend machen. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.

Bei Einzelmaßnahmen wie einer Wärmedämmung oder dem Tausch von Fenstern und Heizung kann die Steuerlast über drei Jahre hinweg um insgesamt 20 Prozent, maximal 40.000 Euro, gemindert werden. Bei der energetischen Baubegleitung und Fachplanung sind es 50 Prozent der angefallenen Kosten. Wichtig ist, dass die Umbauten nicht vor 2020 begonnen wurden, die Immobilie mindestens zehn Jahre alt ist und bestimmte technische Vorgaben eingehalten werden. Auch muss beachtet werden, dass Maßnahmen, für die man bereits Fördermittel des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten hat, nicht steuerlich geltend gemacht werden können.

Die Möglichkeit zur steuerlichen Begünstigung ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Sie gilt nur für Sanierungsmaßnahmen, die nach dem 31. Dezember 2019 begonnen wurden und vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen sind. Förderfähig sind Lüftungsanlagen, Wärmedämmungen von Fassade, Dach und Geschossdecken und die Erneuerung der Fenster. Wird die bestehende Heizungsanlage optimiert oder getauscht, sind die Kosten dafür ebenfalls absetzbar. Auch der Einbau von digitalen Systemen zur Betriebs- und Verbrauchsoptimierung gilt als geförderte Einzelmaßnahme.

Wer die staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen will, muss die Sanierungskosten drei Jahre lang bei der Einkommenssteuererklärung angeben: Im ersten und zweiten Jahr werden jeweils sieben Prozent, im dritten Jahr sechs Prozent von bis zu 200.000 Euro abgeschrieben. Insgesamt lassen sich so über die drei Jahre maximal 40.000 Euro pro Wohnobjekt von der Steuerschuld abziehen. Kosten für Energieberater gelten ebenfalls als Aufwendungen für energetische Sanierungen. Sie sind mit der Steuererklärung des Folgejahres ab sofort zur Hälfte abzugsfähig. Wichtig ist, dass der Energieberater vom BAFA oder der KfW zugelassen ist.

Voraussetzung ist, dass bei allen Maßnahmen technische Mindestanforderungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude eingehalten werden müssen. Bei der Wärmedämmung von Außenwänden etwa darf die Wärmedurchlässigkeit, der sogenannte U-Wert, nicht über 0,20 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/(m2K)) liegen. Bei Fenstern gilt ein Maximalwert von 0,95 W/(m2K). Zu den Förderbedingungen zählt auch, dass Hauseigentümer nur Sanierungen in selbstgenutzten Immobilien geltend machen dürfen. Zudem müssen Fachunternehmen die Umbauten durchführen. Sie stellen anschließend auch die Bescheinigung für das Finanzamt aus. Vorlagen dafür stellt das Bundesfinanzministerium kostenfrei zum Download bereit. Werden mehrere Maßnahmen kombiniert, muss ein Energieberater oder eine Energieberaterin hinzugenommen werden; eine entsprechende Bescheinigung für das Finanzamt ist auch hier erforderlich.

Auf eine weitere Bedingung sollten Hauseigentümer besonders achten: Die Sanierungskosten können nicht steuerlich geltend gemacht werden, wenn für Sanierungsmaßnahmen bereits Fördermittel des BAFA oder der KfW in Anspruch genommen wurden. Daher sollten sich Sanierungswillige möglichst frühzeitig Gedanken darüber machen, welche Art der staatlichen Unterstützung sie in Anspruch nehmen wollen. Energieberater unterstützen bei einem Vergleich zwischen Förderzahlungen und steuerlicher Einsparung und helfen bei der Entscheidungsfindung. „In den meisten Fällen lohnen sich eher die Zuschuss- oder Tilgungszuschüsse. Wer sich dagegen für die steuerliche Förderung entscheidet, sollte dies immer mit einem Steuerberater abstimmen. So kann man unschöne Überraschungen wie den Wegfall der Förderung vermeiden“, erklärt Frank Hettler von Zukunft Altbau.

31.03.2021  ·  Umwelt
Strom und Wärme aus einem System: eLecta 300 macht es möglich

Wasserstoff gilt als zukunftsträchtiger Brennstoff und wird derzeit in diversen Feldstudien erforscht. Doch auch im Markt ist die Technik schon angekommen und bietet den Kunden eine effiziente Kombination aus Wärme und Strom. Das Unternehmen Remeha aus Emsdetten setzt auf das Brennstoffzellensystem eLecta 300.

Die Anlage besteht aus einem Brennstoffzellen-Modul, einem 300-Liter-Pufferspeicher und einem Vormontage-System, welches am Pufferspeicher montiert wird. Zudem beinhaltet das System einen Brennwert-Spitzenlastkessel, mit einer Leistung von 21,8 kW und ein Hydraulikmodul. Letzteres besteht aus einem gemischten Heizkreis (ein zweiter ist optional nachrüstbar) und einer Frischwasserstation für die Trinkwassererwärmung im Durchlaufprinzip.

Das Brennstoffzellen-Modul selbst ist aus einer PEMFC (Polymerelektrolytmembran) gefertigt. Damit ist es möglich, eine Ausgangsleistung von 750 W elektrisch und 1.100 W thermisch zu erreichen. Der elektrische Wirkungsgrad liegt bei über 35 %. Neben der innovativen Hardware punktet die eLecta 300 von Remeha durch eine neue Touchscreen-Bedieneinheit mit eigenem Energierechner. Bei mehreren Heizkreisen kann somit immer die optimale Kombination im System gesteuert werden.

Somit ist die Anlage eLecta 300 bestens für den Einsatz im Ein- und Zweifamilienhaussektor gerüstet. Ein Beispiel, wie eine solche Anlage aussehen kann und welche Vorteile sie bietet präsentiert Heiko Schulz, Außendienst von Remeha, in einem Video unter https://www.remeha.de/brennstoffzellenheizung.

Neben dem Komfort steht den Bauherren Unterstützung in punkto Förderungen zu. Möglich sind bis zu 11.200 Euro. Um den Kunden bestmöglich zu unterstützen, bietet Remeha auf seiner Website einen Förderservice an. Das Paket beinhaltet die gesamte Abwicklung – von der Prüfung bis zur Umsetzung. Dafür reicht es anfangs aus, einen Fragenkatalog durchzugehen. Dieser wird dann vom Partner BEN-Tec bearbeitet. Sollten die Eingaben nicht eindeutig genug sein, werden die restlichen Daten von Beratern erfragt. Die abschließende Abrechnung erfolgt im Anschluss über Remeha. Die Kosten für den Förderservice Brennstoffzelle beispielsweise liegen bei 299,00 € zzgl. MwSt.

Weitere Informationen zu Remeha sind auf der Website www.remeha.de zu finden.

10.03.2021  ·  Förderungen
Neue Förderkulisse berücksichtigt neben Wärmeerzeugern auch den Heizkörperaustausch

Im vergangenen Jahr sorgten die im Rahmen des Klimapaketes aufgestockten Förderprogramme des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für eine deutliche Marktbelebung.

Zu Beginn dieses Jahrs tritt nun die Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG) zumindest teilweise in Kraft (Einzelmaßnahmen in der Zuschussvariante) und löst die bisherigen Programme ab. Dabei behalten die bislang geltenden Förderkonditionen größtenteils ihre Gültigkeit. „Der BDH begrüßt die Zusammenführung und die Vereinfachung der Förderkulisse“, kommentiert BDH-Präsident Uwe Glock. Es komme nun darauf an, die finanzielle Ausstattung des BEG dauerhaft sicherzustellen, um potenziellen Modernisierern Planungssicherheit zu geben. Dies zahle nicht nur auf den Klimaschutz ein, sondern sichere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch Arbeitsplätze und Beschäftigung.

Im Zusammenhang mit der neuen Förderung weist der BDH darauf hin, dass bei einer Modernisierung im Gebäudebestand neben den Wärmeerzeugern auch die Wärmeübergabe und die Wärmeverteilung unter die neue Förderung fallen. Dazu zählen zum Beispiel der Heizkörpertausch oder der Austausch von Thermostatventilen. „Ein modernes Heizungssystem besteht aus mehreren Komponenten: Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung, Wärmeübergabe und Speicherung. Damit eine Heizung ihr volles Effizienzpotenzial entfalten kann, müssen diese Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sein. Die Förderung trägt diesem Umstand Rechnung“, sagt Christian Ludewig, Mitglied des BDH-Vorstands. Förderfähig sind dabei sowohl die Investitionskosten, als auch die Kosten für Installation und Inbetriebnahme sowie die Kosten der erforderlichen Umfeldmaßnahmen. Die Höhe der Förderung wird als prozentualer Anteil der tatsächlich für den Austausch bzw. die Erweiterung der Heizungsanlage entstandenen förderfähigen Kosten berechnet.

Ebenfalls ist das neue BAFA-Förderprogramm "Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme" am 1. Januar gestartet. Im Zuge der neuen Förderung für Nichtwohngebäude werden die Förderrichtlinien für die Programme "Energieberatung im Mittelstand" (EBM) und "Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen" (EBK) zusammengelegt. Zudem kommt die Contracting-Orientierungsberatung neu hinzu. Somit steht nun ein umfassendes Förderszenario auch für den industriellen Modernisierer zur Verfügung.

Interessenten können sich auf der Seite des BAFA über Umfang und förderfähige Kosten der Bundesförderung Effiziente Gebäude informieren. Detaillierte Informationen zum Heizkörpertausch finden Sie unter www.heizkoerpertausch.de.

09.03.2021  ·  Förderungen
Kreditvergabe durch das KfW-Effizienzprogramm 278

Mit dem Programm 278 fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Sanierung von gewerblich genutzten Nichtwohngebäuden. Ein wesentlicher Teil dieses Programms ist die Umsetzung von Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Dazu zählt auch der Einsatz von Blockheizkraftwerken.

Im Rahmen des Programms 278 werden von der KfW zahlreiche energetische Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und der technischen Gebäudeausrüstung gefördert – unter anderem die Erneuerung oder Optimierung von Blockheizkraftwerken. Die Förderung umfasst Kredite mit besonders niedrigen Zinssätzen sowie einen Tilgungszuschuss von 20% bzw. maximal 200,00€ pro Quadratmeter Nettogrundfläche. Voraussetzung ist der Nachweis über die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen durch einen qualifizierten Sachverständigen (Energieberater).

Der Saterländer BHKW-Hersteller RMB/ENERGIE begrüßt diese finanzielle Unterstützung: "Das KfW-Förderprogramm 278 ist ein weiteres wichtiges Signal für die zukunftsweisende dezentrale Energieerzeugung mit Blockheizkraftwerken. Es ist nur eines unter vielen Förderinstrumenten, die die BHKW-Technik attraktiv machen und wesentlich zur schnellen Amortisation der Anlage beitragen." so Vertriebsleiter Jan Pille.

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