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06.10.2021  ·  Umwelt
Ein zukunftssicheres Haus errichten

Ein neu errichtetes Haus ist immer eine Investition in die Zukunft. Allerdings bauen viele Menschen mit zu geringem Fokus auf die Zukunftstauglichkeit – und sorgen so unwissentlich dafür, dass einige Jahrzehnte später hohe Umbau- und Nachrüstungskosten entstehen oder das Haus an Wert verliert. Doch was genau macht ein Wohngebäude wirklich zukunftssicher?

Der Kauf einer Immobilie ist eine Investition in die eigene Zukunft. Das gilt sowohl bei einer Eigennutzung als auch bei der Vermietung als Kapitalanlage. Auf lange Sicht amortisieren sich die Kaufnebenkosten, Zinsen & Co nämlich nur, wenn die Einnahmen oder der Wert des Hauses die Kosten übersteigen. Dabei müssen neben dem Kaufpreis auch die laufenden Kosten sowie jene für eventuelle Umbauten oder Modernisierungen berücksichtigt werden. Diese belaufen sich schnell auf einen fünf- bis sechsstelligen Betrag. Eigentümer sollten deshalb daran interessiert sein, solche größeren Kostenblöcke in der Zukunft möglichst zu vermeiden. Am einfachsten gelingt das, wenn das Haus direkt zukunftssicher gebaut wird, sprich neben individuellen Wünschen und aktuellen Voraussetzungen müssen stets auch mögliche Zukunftsszenarien berücksichtigt werden. Das bedeutet im Moment vielleicht mehr Aufwand oder Kosten, lohnt sich auf lange Sicht aber nicht nur finanziell, sondern auch für mehr Wohnkomfort. Folgende Aspekte spielen dabei eine Rolle:

1. Das Thema Lage

Lage, Lage, Lage – diese Antwort würden viele Immobilienmakler auf die Frage geben, was den Wert einer Immobilie bestimmt. Tatsächlich hat die Lage die mitunter größten Auswirkungen auf den Kaufpreis und den Wiederverkaufswert von Immobilien. Diesbezüglich können sich aber Änderungen ergeben, wenn beispielsweise eine große Straße vor dem Haus gebaut wird oder die Region zukünftig durch den Klimawandel immer häufiger von Naturkatastrophen betroffen sein wird. Wer ein Haus kauft oder baut, sollte deshalb auf die Lage achten und prüfen, ob diese eben nicht nur jetzt die richtige Wahl ist, sondern auch in Zukunft.

Infrastruktureller und arbeitsmarkttechnischer Kontext

Die größte Nachfrage nach Immobilien herrscht dort, wo es Arbeitsplätze gibt. Dort sind Immobilien also besonders wertstabil, weshalb die Immobilienpreise in Großstädten oder Regionen mit viel Industrie tendenziell höher sind als in ländlichen Gegenden. Allerdings könnte sich das ändern, wenn das Homeoffice als Arbeitsmodell an Bedeutung gewinnt. Eine gute Wahl sind daher meist Grundstücke oder Immobilien, die in der Nähe von Ballungsräumen liegen, aber zum Zeitpunkt des Kaufs noch vergleichsweise günstig sind. Durch den Zuzug in solchen Regionen sind die Chancen auf eine Wertsteigerung hoch. Vor allem, wo es eine gute Infrastruktur wie eine gute Anbindung in die Stadt, Kindergärten, Schulen, Supermärkte & Co gibt, wird die Lage in Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit für einen stabilen oder sogar steigenden Wiederverkaufswert sorgen.

Blick auf potenzielle Naturgewalten

Im Zuge des Klimawandels werden Wetterextreme in ihrer Häufigkeit sowie Ausprägung zunehmen. Daher ist es wichtig, die Lage auch auf ihre Gefahren von Elementarschäden am Haus zu prüfen. Zwar kann eine ausreichende Versicherung vor Folgekosten solcher Schäden schützen, dennoch wird der Immobilienwert gemindert, je höher die Gefahr von Naturgewalten am Standort ist. Zudem bedeutet ein Gefühl von ständiger Unsicherheit für die Bewohner auf Dauer eine große Belastung, weshalb eine sichere Lage auch aus psychologischer Sicht für die Wohnqualität wertvoll ist.

Fokus auf das Thema Sonneneinstrahlung

Zuletzt ist die Sonneneinstrahlung ein relevanter Faktor bezüglich der optimalen Lage. Denn eine sonnengünstige Lage und Ausrichtung des Hauses sorgt nicht nur für angenehme Helligkeit, die das Zuhause freundlicher wirken lässt – sie erleichtert auch die Nutzung erneuerbarer Energien durch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Dadurch steigt der Immobilienwert gleich in zweierlei Hinsicht. Zudem können die Bauherren staatliche Förderungen in Anspruch nehmen und laufende Kosten einsparen, was auf lange Sicht finanziell einen großen Unterschied macht und dadurch in Zukunft mehr finanzielle Freiheit bietet.

2. Das Thema Energieversorgung

Mit der Energie ist ein wichtiges Stichwort gefallen, denn sie wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen – auch beim Wohnen. Schließlich sind Strom und Heizung zwei große Kostenblöcke, wenn es um die laufenden Kosten im Eigenheim geht. Außerdem ist zu erwarten, dass diese in Zukunft weiter steigen werden. Angesichts dieser steigenden Preise und des Klimawandels ist die Energieversorgung ein essentielles Thema für ein zukunftssicheres Haus. Neben der Solaranlage auf dem Dach können dabei noch weitere Maßnahmen ergriffen werden, um schon heute die besten Voraussetzungen für umweltfreundliche sowie günstige Energie im zukünftigen Zuhause zu schaffen.

Eine Solaranlage auf dem Dach zum Kauf – oder zur Miete

Wer ein Haus neu baut, schafft bestenfalls direkt die Voraussetzungen für eine Solaranlage. Denn wichtig ist, dass das Dach dafür nicht nach Norden ausgerichtet ist. Als ideal gilt stattdessen eine Süd- oder Ostwest-Ausrichtung, um das Meiste aus der Photovoltaik-Anlage herauszuholen. Das kann auf lange Sicht viel Geld sparen und macht zugleich unabhängiger von der Auslastung und den Preisen der Versorger. Allerdings ist der Bau eines zukunftsfähigen und klimafreundlichen Hauses meist mit hohen Kosten verbunden, sodass das Geld nicht immer reicht für eine eigene Solaranlage.

Eine sinnvolle Alternative ist dann die Solarmiete, bei der die Solaranlage mit all ihren Vorteilen rund 30 bis 40 Jahre genutzt werden kann. Auch die Miete sorgt somit für mehr Zukunftssicherheit, ohne eine eigene Solaranlage kaufen zu müssen. Zudem spart sie den Bewohnern viel Aufwand für die Wartung, Instandhaltung & Co der Anlage, wofür sie mit steigendem Lebensalter zunehmend dankbar sein werden.

Eine bereits im Grundzustand gut dämmende Bausubstanz

Bei Bestandsimmobilien ist der Erhalt der Bausubstanz häufig die günstigere Variante, sprich sie kann nur nachträglich gedämmt werden, was meist nicht für optimale Ergebnisse sorgt. Wer jedoch ein Haus neu baut, kann direkt auf eine hochdämmende Bausubstanz setzen. Dadurch sind keine Nachrüstungen notwendig und es werden optimale Ergebnisse mit minimalem (Kosten-) Aufwand erreicht. Welche Dämmstoffe zum Einsatz kommen, hängt dabei von verschiedenen Faktoren wie dem Standort, dem Grundriss & Co ab. Wer jedoch direkt mit einem ganzheitlichen Konzept baut, profitiert auch in Zukunft von einer besseren Dämmung und damit von einem höheren Immobilienwert. Zudem können laufende Kosten für die Heizung eingespart werden, sodass sich die Investition in die richtige Bausubstanz nach einigen Jahren amortisiert.

Ein hochwertiges Wärmedämmverbundsystem

Neben der Bausubstanz sind für eine optimale Dämmung beim Hausbau noch weitere Bestandteile entscheidend. Das gilt zum Beispiel für die Fenster oder für das Dach. Es ist deshalb wichtig, für alle Gebäudebereiche eine bestmögliche Lösung zum Dämmen zu finden. Diese einzelnen Bereiche müssen sich wiederum wie ein Puzzle zusammenfügen, damit keine Wärmebrücken entstehen. Die Arbeit mit Wärmedämmverbundsystemen, kurz WDVS, ist deshalb für ein zukunftssicheres Haus essentiell.

Ein langfristig sicheres Heizsystem

Im deutschen Klima ist trotz Dämmung eine Heizung im Haus unverzichtbar. Sie stellt jedoch einen großen Kostenfaktor dar und kann zur Belastung für die Umwelt werden. Nachhaltiges Heizen spielt deshalb eine zunehmend wichtige Rolle. Dabei wird in zukunftssicheren Häusern auf ein unabhängiges System gesetzt, um sich freizumachen von Preissteigerungen oder Versorgungslücken. Eine zuverlässige sowie nachhaltige Heizung ist deshalb das Ziel in jedem modernen Haus. Die Wärmepumpe, die Solarthermie, die Brennstoffzellenheizung, die Pelletheizung, ein Blockheizkraftwerk oder eine Hybridheizung erfreuen sich in diesem Zuge steigender Beliebtheit. Auch hier gilt es daher, ein ganzheitliches Konzept für Strom und Heizung zu finden, das einen nachhaltigen, günstigen sowie unabhängigen Betrieb des Eigenheims ermöglicht.

Eine eingeplante Vollnutzung für das Regenwasser

Wasser ist eine endliche Ressource und auch in Deutschland wird zukünftig eine zunehmende Wasserknappheit erwartet. Aus diesem Grund ist es schon heute sinnvoll, möglichst viel Wasser zu sparen und Regenwasser ganzheitlich zu nutzen. Es kann zum Duschen verwendet werden, in der Toilettenspülung oder einfach zum Blumengießen. In jedem Fall sollte es aufgefangen und sinnvoll in den heimischen Wasserkreislauf eingebunden werden. Auch das kann in zukünftig viel Geld sparen und die Gefahr einer Wasserknappheit verringern.

3. Das Thema Gebäudegestaltung

Wer sich selbst oder eventuellen Käufern eines Tages beste Voraussetzungen bieten möchte, achtet bereits beim Hausbau auf die richtige Gestaltung. So kann das Eigenheim flexibel an den eigenen Bedarf angepasst werden, wenn sich die Lebenssituation ändert oder falls es eines Tages den Besitzer wechselt. Die Gebäudegestaltung wirkt sich deshalb auf den Wiederverkaufswert und die Wohnqualität einer Immobilie aus. Um eventuelle Umbauten zu verhindern oder zumindest so günstig wie möglich zu gestalten, helfen folgende Tipps.

Eine möglichst erweiterbare Architektur

Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie sich die eigene Familienplanung entwickelt. Vielleicht trennen sich die Bauherren und wohnen fortan als Single im Eigenheim. Vielleicht ziehen Angehörige mit ein, die gepflegt werden müssen. Vielleicht macht sich einer der Bewohner selbständig und braucht ein Büro. Die Möglichkeiten, inwiefern sich die Anforderungen an den verfügbaren Wohnraum ändern können, sind vielfältig. Je flexibler dieser dann angepasst werden kann, desto besser. Die Architektur sollte beim Hausbau deshalb so gestaltet werden, dass später vergleichsweise einfach und günstig Umbauten oder Anbauten vorgenommen werden können. Sogenannte modulare Haussysteme sind dafür eine hervorragende und zukunftssichere Wahl.

Ein vorhandener Keller

Ob ein Haus unterkellert ist oder nicht, wirkt sich merklich auf seinen Wert aus. Unterkellerte Häuser bringen schließlich zahlreiche Vorteile mit sich. Sie bieten mehr Stauraum, eine bessere Dämmung und die Möglichkeit, den Wohnbereich nach unten zu erweitern. Auch, wenn die Unterkellerung ein großer Kostenblock ist, beispielsweise beim Bau eines Fertighauses, lohnt sich die Investition daher und macht das Haus (noch) flexibler für die Zukunft.

Ein inhärent zukunftssicheres Design

Niemand weiß, wie sich die Wohntrends in Zukunft entwickeln werden und hierbei hat jeder einen individuellen Geschmack. Sinnvoll ist trotzdem, das Design möglichst schlicht und damit zukunftssicher zu halten. Die persönliche Note kann immer noch durch bewegliche Einrichtungsgegenstände wie das Mobiliar oder die Dekoration in das Haus gebracht werden. Je neutraler es jedoch in seinen Grundzügen ist, desto teurer lässt es sich eines Tages verkaufen – und umso besser lässt es sich umgestalten, falls der Stil den Bewohnern eines Tages doch nicht mehr gefällt.

Eine möglichst große Gartenfläche

Einen eigenen Garten wünschen sich viele Menschen, doch entsprechende Immobilien zu finden ist alles andere als einfach. Ein großer Garten ist deshalb ein Plus für den Immobilienwert und steigert die Wohnqualität. Zudem bleibt dadurch Raum für Erweiterungen am Gebäude oder für die Gartengestaltung von der Terrasse bis zum Whirlpool – je nach individuellem Geschmack. Auch aus energetischer Hinsicht kann es sich lohnen, den Garten etwas größer und dafür das Gebäude kleiner zu halten, denn kleinere Wohngebäude haben einen geringeren Energiebedarf und damit auch günstigere laufende Kosten.

4. Das Thema Raumgestaltung

Ein großer Vorteil beim Hausbau ist, dass die Raumgestaltung an den eigenen Bedarf angepasst werden kann. So können die Bauherren frei entscheiden, wie groß die Räume sein sollen oder wo sie tragende Wände wünschen. Sie bestimmen also schon beim Bau darüber, inwiefern sich die Räume im Nachhinein noch verändern lassen oder wo die Grenzen gesetzt sind. Dementsprechend hat die Raumgestaltung einen direkten Einfluss auf die Zukunftssicherheit von Immobilien.

Eine Grundsubstanz ohne Barrieren

Wer ein Haus kauft, möchte meist selbst einziehen und darin für lange Zeit leben, vielleicht sogar für immer. Es ist deshalb sinnvoll, direkt auf die Barrierefreiheit zu achten, um im Alter keine teuren Umrüstungen vornehmen oder sogar ausziehen zu müssen, wenn die Bewohner beispielsweise auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Barrierefreies beziehungsweise rollstuhlgerechtes Bauen steigert zudem den Immobilienwert, denn so wird das Haus auch für andere Menschen attraktiver, die vielleicht eines Tages als Mieter oder Käufer einziehen wollen. Zumindest die Grundsubstanz sollte daher barrierefrei gestaltet sein, um das Haus bei Bedarf schnell sowie günstig an die veränderte Lebenssituation anpassen zu können.

Ein flexibles Raumkonzept

Wie bereits erwähnt, können sich Lebensumstände oder Geschmäcker ändern. Weniger tragende Wände ermöglichen daher ein flexibles Raumkonzept, das jederzeit verändert werden kann. Die Bewohner können also Wände einreißen oder neu setzen und dadurch die Nutzung oder Wirkung der Räume verändern. Auch beim Raumkonzept ist Flexibilität daher das A und O im zukunftssicheren Haus.

Ein Fokus auf wandlungsfähige Stauräume

Selbiges gilt für die Stauräume. Auch sie sollen vielleicht eines Tages anders genutzt werden als ursprünglich gedacht – wie bereits am Beispiel des Kellers geschildert wurde. Stauräume sollten daher von Beginn an wie Wohnräume konzipiert werden, beispielsweise mit einer ordentlichen Dämmung, um sie später bei Bedarf umzufunktionieren, ohne dass größere Bauarbeiten notwendig werden.

5. Das Thema Haussysteme

Zuletzt ist der Aspekt der Haussysteme ein wichtiges Thema, wenn ein Haus schon beim Bau zukunftssicher gestaltet werden soll. Auch, wenn heutzutage noch nicht jeder ein Smart Home wünscht oder dieses schlichtweg nicht mehr im Budget ist, kann sich das schließlich in Zukunft ändern. Die letzten beiden Punkte, die es daher zu bedenken gilt, lauten:

Eine maximal erweiterbare Elektrik

Jeder, der schon einmal in einem Altbau gewohnt hat, kennt das Problem mit der begrenzten Anzahl an Steckdosen. Damals wurden sie in Häusern schließlich noch in geringerem Ausmaß benötigt als heutzutage. Die Elektrik nachzurüsten, ist aber eine aufwändiges Unterfangen, bei dem unter Umständen die Wände aufgerissen werden müssen und dadurch Verschmutzungen sowie Schäden in den Wohnräumen und an der Bausubstanz entstehen. Besser ist es, die Elektrik von Vornherein für die Zukunft aufzurüsten und sie flexibel zu machen, damit sie jederzeit ohne Probleme erweitert werden kann. Denn es ist durchaus zu erwarten, dass in einigen Jahren noch mehr Geräte an den Steckdosen & Co angeschlossen werden müssen. Eine leistungsstarke sowie flexible Elektrik ist deshalb unverzichtbar für ein zukunftssicheres Haus.

Eine zumindest in Grundlagen vorhandene Hausautomation

Wer noch ausreichend Budget hat, kann auch direkt ein Smart Home bauen. Zwar befindet sich die Hausautomation noch in der Entwicklungsphase, doch bereits jetzt gibt es zahlreiche Tools, die den Alltag im Eigenheim sicherer sowie komfortabler oder auch günstiger gestalten. Zumindest eine grundlegende Hausautomation einzurichten, ist deshalb in jedem Fall zu empfehlen, sodass diese später je nach Bedarf und individuellen Wünschen erweitert werden kann. Denn eines Tages wird wohl jedes Haus ein Smart Home sein, zumindest wenn es um Themen wie das Energiesparen und die Sicherheit geht. Wer also nicht schon heute die Voraussetzungen für eine entsprechende Technik legt, der muss in einigen Jahren vielleicht teure Umrüstungen vornehmen oder einen geringeren Wiederverkaufswert befürchten.

Fazit

Ein Haus zu bauen, das auch in vielen Jahren und Jahrzehnten denselben hohen Nutzwert wie beim Einzug hat, ist faktisch unmöglich. Dazu verlaufen die Entwicklungen in sämtlichen relevanten Bereichen einfach zu schnell. Wohl aber ist es möglich, ein Haus zu bauen, das durch die richtige Gestaltung noch sehr viele Jahre vor sich hat – mehr als die meisten anderen Häuser.

Das erfordert ein sinnvolles Bauen über dem aktuellen Mindestbedarf. Vollumfänglich zukunftssicher wird ein Gebäude nämlich erst, wenn keine relevanten Details auf ewig festgelegt sind. Das bedeutet: Je modularer, je flexibler ein Bau und all seine Bestandteile sind, desto leichter wird er auch in vielen Jahren den ständig steigenden Anforderungen gerecht werden. Das gilt für die Erbauer selbst, ihre Kindeskinder, potenzielle Käufer, aber auch aus reinen Komfortwünschen heraus oder weil es dann neue staatliche Nachrüstpflichten gibt. Das macht den Bau zwar in der Gegenwart nicht günstiger, wohl aber wird es jeden Besitzer davor bewahren, zukünftig Werteinbußen in Kauf nehmen oder teure Kredite aufnehmen zu müssen.

29.09.2021  ·  Wärme
Nicht nur der Gaspreis steigt: Heizen wird teurer – vor allem mit Heizöl

Die Prognose für 2021 bezüglich ansteigender Heizkosten für einen durchschnittlichen Haushalt sind da. Im Schnitt sind steigende Kosten um 13 Prozent prognostiziert, während Heizkosten mit Heizöl um 44 Prozent zunehmen. Der Umstieg auf Erneuerbare Energien lohnt sich.

Auf einen durchschnittlichen Haushalt kommen in diesem Jahr 13 Prozent höhere Heizkosten zu. Das zeigt eine Prognose der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. Gründe für die höheren Heizkosten sind vor allem steigende Energiepreise, aber auch kühleres Wetter.

Heizkosten mit Öl: 44 Prozent mehr im Jahr 2021

Neben dem Gaspreis ist auch der Preis für Heizöl stark angestiegen. Heizt ein durchschnittlicher Haushalt mit Heizöl, steigen die Kosten im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent. Bei einer 70 Quadratmeter großen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus macht das im Schnitt rund 275 Euro aus. Bei einer Erdgas-Heizung sind es rund 90 Euro mehr (13 Prozent).

Tipp: Umstieg auf erneuerbare Energien prüfen

„Für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz führt kein Weg an energetischer Sanierung von Gebäuden und am Optimieren bestehender Heizungen vorbei", sagt co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz: „Für Verbraucherinnen und Verbraucher wird Heizen mit Heizöl und Erdgas immer teurer. Wer sich von den enormen Preisschwankungen unabhängig machen und persönlich etwas für den Klimaschutz tun möchte, sollte jetzt auch bei der Heizung den Umstieg auf erneuerbare Energien prüfen."

24.08.2021  ·  Wasser
Das altersgerechte Bad - Modern, komfortabel und sicher

Die Motivation der Kunden, sich mit dem Thema „altersgerechtes Bad“ auseinanderzusetzen, ist unterschiedlich. Teilweise besteht ein akuter Anlass und es müssen vor der Entlassung aus dem Krankenhaus oder einer Rehamaßnahme schnell Anpassungen im Bad vorgenommen werden. Häufiger sind es aber Interessierte der Generation 50+, die sich ein Komfortbad wünschen, mit dem sie für die Zukunft gerüstet sind.

Bis ins hohe Alter selbstständig zuhause leben und sich dabei sicher und wohlfühlen – das wünschen sich viele Menschen. Dem Bad kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn die eigenständige Körperpflege ist die Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Ein altersgerechtes Bad zu planen, bedeutet aber nicht Krankenhausflair und Pflegestationatmosphäre. Vielmehr lassen sich mit guter Gestaltung, passenden Sanitärkeramiken und Möbeln schicke Bäder kreieren, in denen sich nicht nur Senioren wohlfühlen.

Wohnkomfort im Alter – Lösungen, die ineinandergreifen

In jungen Jahren geht die Körperpflege leicht von der Hand – eventuelle Schwellen zur Dusche werden leicht überwunden, das Zähneputzen und die Morgentoilette funktionieren einwandfrei im Stehen. Doch mitunter sind es gerade diese scheinbaren Alltäglichkeiten, die im Alter oder bei Mobilitätseinschränkungen Schwierigkeiten bereiten können. Daher sollte das altersgerechte Bad barrierearm und mit viel Bewegungsfreiheit gestaltet werden.

Die Walk-In-Dusche – attraktiv und pflegeleicht

In fast jedem modernen Bad findet sich heutzutage eine bodenebene Dusche. Und das nicht ohne Grund: Sie sieht nicht nur elegant aus und lässt sich leicht reinigen, sie sorgt auch für mehr Platz im Bad. Zudem ist sie leicht zu begehen, und zwar für jeden. Menschen mit Mobilitätseinschränkung erhalten durch eine bodenebene Dusche ein großes Stück Selbstbestimmtheit oder gewinnen sie dadurch zurück. Ist die Grundfläche ausreichend groß, können sich darin sogar Rollstuhlfahrer selbständig duschen.

Für jede räumliche Situation und für jeden individuellen Geschmack gibt es die passende bodenebene Lösung: Von Duschelementen mit Wandablauf über Bodenabläufe und Duschrinnen bis hin zu Duschflächen. Das Duschelement beispielsweise verlegt den Wasserablauf vom Boden in die Wand und stellt damit eine unterbrechungsfreie Gestaltung des Bodenbelags sicher. Besonders ästhetisch und zugleich hygienisch sind Duschrinnen wie die Geberit CleanLine. Dank ihrer Gestaltung besitzt sie kaum verdeckte Bereiche, in denen sich Verschmutzungen ansammeln können. Die Duschrinne ist gut zugänglich und lässt sich einfach reinigen. Ein integrierter Kammeinsatz, der sich mit nur einem Handgriff entfernen und mühelos reinigen lässt, sorgt für zusätzliche Hygiene. Die Duschrinne kann einfach abgelängt werden und so exakt an die benötigten Einbaumaße des Duschplatzes sowie an das Fliesenbild angepasst werden. Ein weiterer Vorteil: Geberit CleanLine kann frei nach Kundenwunsch platziert werden – eine Montage direkt an der Wand, wandnah oder auch in der Mitte des Duschbodens ist möglich.

Ebenfalls plan und schwellenlos lassen sich Duschflächen wie Geberit Setaplano aus robustem Mineralwerkstoff in den Boden einbinden. Die Trennung der Dusche vom umliegenden Boden schafft eine optisch klare Gliederung der Funktionsbereiche im Bad, ohne die Bewegungsfreiheit des Nutzers einzuschränken. Die Oberfläche fühlt sich sanft und warm an. Das Material ist besonders rutschhemmend (Klasse B) und reinigungsfreundlich. Kanten im Ablaufbereich, in denen sich Schmutz ablagern kann oder die eine Stolperfalle darstellen könnten, sucht man vergebens. Dank Einbaurahmen und intelligenter Systemtechnik lässt sich die Duschfläche einfach und sicher installieren.

Ganz gleich, für welche bodenebene Duschlösung sich der Kunde entscheidet, bei Bedarf kann problemlos ein Hocker aufgestellt werden. Ebenso kann bei der Planung der Duschfläche eine Verstärkung im Vorwandsystem berücksichtigt werden, an der eine Reling befestigt werden kann. Bei Bedarf kann in diese ein Dusch-Sitz eingehängt werden. Auch Duscharmaturen, die aus sitzender Position leicht erreichbar und bedienbar sind, lassen sich leicht nachrüsten. Ein Duschbrausen-Set mit Einhebelmischer ist von Vorteil, da sich Temperatur und Wasserfluss mit nur einem Griff regulieren lassen.

Der Waschplatz im altersgerechten Bad – Optimale Bewegungsfreiheit

Der Waschplatz im altersgerechten Bad sollte als zentraler Funktionsbereich uneingeschränkt nutzbar sein – auch im Sitzen. Insbesondere, falls ein Hocker oder später vielleicht ein Rollstuhl benötigt wird. Aus diesem Grund sollte der Waschtisch unterfahrbar sein und ausreichend Beinfreiheit bieten.

Ideal für die entspannte Körperpflege im Sitzen sind Waschtische mit zwei Wasserebenen wie beispielsweise der Waschtisch der Badserie Geberit Renova Comfort. Durch diese Stufe entsteht bei halbgefülltem Becken ein halbtrockener Bereich, der Ablagefläche für Waschlappen, Rasierer etc. bietet. Ist das Becken komplett mit Wasser gefüllt, kann der Nutzer beim Waschen die Arme bequem auf den geraden Seitenflächen auflegen. Die Front- und Seitenbereiche des Waschtisches sind leicht umgreifbar und erleichtern das Aufstehen, Niedersetzen oder Heranziehen mit dem Rollstuhl. Eine spezielle, an den Keramikseiten von unten angebrachte Greifzone gibt zusätzliche Sicherheit.

Das Generationenbad – Lösungen, die ineinandergreifen

Gerade am Waschplatz ist es wichtig, auf Pflegeutensilien und Kosmetikartikel bequem zugreifen zu können. Doch bei der Körperpflege im Sitzen ist am Waschtisch kein Platz für einen herkömmlichen Unterschrank. Auch möchte man nicht immer alles sichtbar auf der Waschtischablage stehen haben. Eine clevere Lösung für dieses Problem bietet beispielsweise Geberit mit dem Unterschrank Renova Comfort, der sich speziell für altersgerechte und barrierearme Komfortbäder eignet. Das Besondere: Die Schränke sind mit in der Mitte zurückgesetzten Regalböden ausgestattet, sodass bei geöffnetem Unterschrank unter dem Waschtisch genügend Raum für die Beine bleibt, um sich hinsetzen bzw. ihn unterfahren zu können. Ausgesprochen praktisch sind die gut erreichbaren Regale in den Unterschranktüren, die für ausreichend Stauraum für Kosmetikartikel in Reichweite sorgen. Eine Reling am Regal verhindert, dass die Badutensilien herausfallen können.

Grundsätzlich gilt: Alle Badmöbel sollten ausreichend Platz bieten, gut erreichbar sein und mit Ordnungssystemen für eine klare Aufteilung sorgen. Statt eines Hochschranks könnte eine Überlegung daher sein, zwei Seitenschränke einzuplanen. Ebenso wichtig ist ein bequemes Handling. So erleichtern breite Griffe das Öffnen von Schränken. Auch Funktionen wie Push-to-open und SoftClosing machen das Öffnen und Schließen von Schubladen und Schranktüren komfortabler.

Tiefgezogene Spiegel – Hochformat mit gleichmäßiger Ausleuchtung

Beim altersgerechten Waschplatz gilt es in puncto Spiegel insbesondere die Größe zu beachten. Da der Spiegel im Sitzen und im Stehen nutzbar sein soll, empfiehlt sich ein großes Lichtspiegelelement, das bis zum Waschtischrand heruntergezogen ist. Bei der Beleuchtung sollte auf eine gleichmäßige Ausleuchtung der gesamten Spiegelfläche geachtet werden. Hier eignen sich Spiegel mit integrierten LED-Lichtleisten, die an beiden Seiten komplett von oben nach unten verlaufen. Denn diese sorgen dafür, dass bei der täglichen Hygiene nichts übersehen wird.

Als Schrank spielt der Spiegel im altersgerechten Bad oft eine untergeordnete Rolle, da vor allem die oberen Regale nur im Stehen erreichbar sind. Wünscht sich der Kunde trotzdem einen Spiegelschrank, sollte auch hier auf eine bequeme Benutzung geachtet werden. Beispielsweise erleichtern Light-Touch-Sensorschalter das Einschalten der Beleuchtung, insbesondere wenn der Tastsinn beeinträchtigt ist. Beidseitig verspiegelte Türen und eine verspiegelte Rückwand bieten dem Nutzer noch mehr Komfort für eine optimale Rundum-Sicht. Manche Spiegelschränke sind zusätzlich mit einer Lichtleiste unter dem Schrank ausgestattet, die für eine gute Ausleuchtung des Waschtischs sorgen.

Das WC – spülrandlos und mit Dusch-Funktion

In jedem Bad spielen Hygiene und Reinigungsfreundlichkeit der Sanitärobjekte eine große Rolle. Deshalb ist eine WC-Keramik ohne Spülrand grundsätzlich empfehlenswert. Denn es gibt so gut wie keine verborgenen oder schwer zugänglichen Stellen, an denen sich Ablagerungen bilden und Gerüche entstehen können. Spülrandlose WCs sind in der Regel mit einem Spülverteiler ausgestattet, der das Wasser symmetrisch im WC-Becken ableitet und für ein gründliches Spülergebnis sorgt. Zu den neuesten Entwicklungen bei WCs zählt auch eine asymmetrische Spültechnologie, mit deren Hilfe die WC-Keramik sorgfältig und zugleich flüsterleise ausspült wird.

Für mehr Komfort und Sicherheit beim Toilettengang gibt es WCs, die speziell für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen geeignet sind. Beispielsweise sind einige WCs aus der Serie Renova Comfort von Geberit mit 390 mm breiter ausgelegt als Standard-WCs. Des Weiteren verfügt die Serie über Wand und Stand-WCs mit erhöhter Keramikoberkante. Dadurch sitzen körperlich eingeschränkte Personen einerseits komfortabler und können so auch leichter aufstehen. Für rollstuhlgerechte Bäder stehen darüber hinaus Modelle mit normgerechter Ausladung von 700 mm zur Verfügung, die das problemlose Übersetzen vom Rollstuhl ermöglichen.

Bequem erreichbar und leicht bedienbar sollten auch die WC-Betätigungen im altersgerechten Bad sein. Ein Beispiel dafür sind die Fernbetätigungen von Geberit, die neben dem WC installiert werden können. Sie sind in verschiedenen Formen und Farben erhältlich und können somit stilistisch in das Badkonzept integriert werden.

Hohen Komfort versprechen auch neue Keramiklösungen mit integrierter Höhenverstellung. So lassen sich auch Jahre nach dem Einbau beispielsweise das Geberit ONE WC und Bidet flexibel um +3 oder -1 cm verstellen, ohne dass dafür die Vorwand geöffnet werden muss. Dank durchdachter Installationstechnik sind Anpassungen an veränderte Lebensumstände mit nur sehr geringem Aufwand problemlos möglich.

Bei eingeschränkter Beweglichkeit sind Dusch-WCs eine gute Alternative zu Standard-WCs. Der Intimbereich wird automatisch mit einem sanften, körperwarmen Wasserstrahl gereinigt und anschließend trocken geföhnt. Damit ist ein Dusch-WC auch von Personen nutzbar, die nicht in der Lage sind, sich selbständig mit Toilettenpapier zu reinigen und bei der Toilettenhygiene gewöhnlich auf fremde Hilfe angewiesen sind. Die Bedienung der Dusch- und Trocknungsfunktionen erfolgt bequem mit der Fernbedienung in der Hand oder einem Wandbedienpanel. Einige Dusch-WCs bieten weitere nützliche Funktionen wie eine Geruchsabsaugung, einen automatisch öffnenden und schließenden Deckel sowie ein Orientierungslicht, das nachts den Weg zur Toilette weist.

Fazit: Das altersgerechte Bad ist in erster Linie ein komfortables Bad. Mit einem ausgefeilten Design verbergen speziell auf die Zielgruppe abgestimmte Sanitärkeramiken und Möbel die vielen Hilfsmittel, die eine körperliche Beeinträchtigung erfordert.

30.07.2021  ·  Umwelt
Energiekosten sparen und den Immobilienwert steigern

Willkommen im Energiesparzeitalter: In Zeiten von Klimaerwärmung, Energiewende und Co. heißt es sparen was das Zeug hält, um das Klima zu schützen und den CO2 Ausstoß zu senken. Dabei sind Modernisierungsmaßnahmen gleich mehrfach sinnvoll, denn mit der energetischen Sanierung von Gebäuden geht nicht nur das Schonen von Geldbeutel und Umwelt einher.

Die energetische Sanierung von Gebäuden stellt die Modernisierung einer Immobilie dar, mit der der Energieverbrauch und die für die Umwelt schädlichen Treibhausgasemissionen reduziert werden. Vor allem in Altbauten bieten sich Sanierungsmaßnahmen an, da die meisten Gebäude vor der ersten Energiesparverordnung 1979 erbaut wurden und seitdem keine Modernisierungen mehr stattgefunden haben. Modernisierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz können vielfältig sein. Dächer, Fenster und Fassaden sowie alte Heizungsanlagen – Vor der eigentlichen Sanierung gilt es, die Schwachstellen einer Immobilie zu bestimmen. Das A und O sind eine gute Wärmedämmung sowie der Einsatz energieeffizienter Heiztechnik. Dabei gilt die Faustregel von außen nach innen zu sanieren, denn eine gute Dämmung von Dach oder Fassade schützt hinterher die Energieeffizienz der modernisierten Heizungsanlage.

Wärmepumpe oder Solaranlage: Die energetische Sanierung u.a. mit Wärmepumpen gewinnt an immer größerer Bedeutung. Für unsanierte Gebäude bieten sich vor allem Hybridwärmepumpen oder bivalente Heizsysteme an, falls die vorhandene Heiztechnik noch intakt ist. Auch Solaranlagen in Kombination mit Wärmepumpen oder Brennwert-Geräten werden im Zuge energetischer Modernisierungsmaßnahmen immer beliebter.

Planen, umsetzen und sparen

Immobilienbesitzer, die alle Modernisierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz umgesetzt haben, profitieren vielfach von dieser Investition. Zum einen schützen sie die Umwelt nachhaltig, reduzieren ihre Energiekosten merklich und profitieren von diversen Förderprogrammen. Zum anderen steigern sie den Wert ihrer Immobilie langfristig. Dabei wirken sich energetische Modernisierungsmaßnahmen besonders positiv auf den Wert des Gebäudes aus, denn der Energieverbrauch eines Objekts steht häufig im Mittelpunkt. Wer energetisch saniert, profitiert von einer positiven Bilanz im Energieausweis, die den Marktwert deutlich steigert.

Alternative Heiztechnik ohne Investitionskosten

Ideal für die energetische Sanierung von Altbauten: Wer mit zukunftsweisender und energieeffizienter Heiztechnik seine Immobilie energietechnisch auf den neusten Stand bringen möchte, die hohen Investitionskosten aber scheut, der kann mit dem Voll-Service-Contracting-Modell von german contract von effizienter Heiztechnik profitieren, ohne für die Anschaffungskosten tief in die Tasche greifen zu müssen. Gegen eine vertraglich festgelegte monatliche Servicepauschale übernimmt der Energiedienstleister aus Neuss Investitionskosten, die Planung und jegliche Reparaturen der neuen Anlage – inklusive 24-h-Notfallservice sowie 15 Jahre Garantie auf die verbaute Technik.

26.07.2021  ·  Umwelt
Aus alt wird effizient: 2021 bereits mehr als 100.000 Heizungsanlagen beantragt

Viele Haus- und Wohnungseigentümer haben das erste Halbjahr 2021 genutzt, um die Modernisierung ihrer alten und ineffizient arbeitenden Heizungen voranzutreiben. Das zeigen aktuelle Zahlen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Von Januar bis Juni 2021 wurden bereits mehr als 100.000 effiziente Wärmeerzeuger beantragt.

Dazu zählen zum Beispiel Flüssiggas-Brennwertheizungen, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind ("Renewable Ready") oder Flüssiggas-Hybrid-Heizungen, die mindestens 25 Prozent erneuerbare Energien einbinden. "Der Wechsel von einer alten Ölheizung hin zu neuen effizienten Wärmeerzeugern zahlt sich doppelt aus", sagt Markus Lau, Technikexperte beim Deutschen Verband Flüssiggas e.V. (DVFG). "Eine solche Zukunftsinvestition hilft, die eigenen Energiekosten deutlich zu senken und darüber hinaus das Klima zu schützen."

Sparsamer Energieverbrauch und Zukunftssicherheit zentrale Gründe

Welche Prioritäten setzen Haus- und Wohnungseigentümer bei der Heizungsmodernisierung? Mehr als drei Viertel (77 Prozent) ist der Aspekt "sparsamer Energieverbrauch" besonders wichtig. Das ergab eine forsa-Umfrage[1] im Auftrag des Deutschen Verbandes Flüssiggas. Es folgen "Zuverlässigkeit und Zukunftssicherheit" (68 Prozent), "Klima- und Umweltfreundlichkeit" (64 Prozent) sowie "geringe Heizkosten" (63 Prozent).

Mit moderner Technik Energie sparen - und das Klima schützen

Dabei liegen die Vorteile einer neuen effizienten Heizungsanlage auf der Hand. Stichwort Energieverbrauch: So spart eine moderne Flüssiggas-Brennwertheizung gegenüber einem veralteten Modell rund 30 Prozent Energie. Hinzu kommt die im Vergleich zu Öl-Brennwertheizungen bessere ökologische Bilanz. Modelle auf Flüssiggas-Basis emittieren bis zu 15 Prozent weniger klimaschädliches CO2. Eine zusätzliche Effizienz-Option: Wird die Flüssiggas-Brennwertheizung mit einer Solarthermie-Anlage auf dem Dach kombiniert, übernimmt sie in der wärmeren Jahreszeit die Warmwasseraufbereitung - dank Sonnenenergie ganz ohne Zusatzkosten und klimaneutral. In einem Vier-Personen-Haushalt können so jährlich bis zu 60 Prozent des Energiebedarfs zur Erzeugung von Warmwasser natürlichen Ursprungs sein.

Jetzt bis zu 40 Prozent der Kosten durch Förderung sichern

Die Sommermonate sind der optimale Zeitpunkt für eine Heizungsmodernisierung. Wer jetzt aktiv wird, profitiert von attraktiven Förderungen: Zum 1. Juli 2021 ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bei der KfW gestartet (vorher BAFA). Damit fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter anderem den Einbau energieeffizienter Heizungsanlagen in Wohngebäuden. Bei einem Wechsel zu einer emissionsarmen Flüssiggas-Heizung winken staatliche Fördermittel von bis zu 40 Prozent der Kosten.

[1] Repräsentative Online-Umfrage "Heizungsmodernisierung" des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Deutschen Verbandes Flüssiggas. Im April 2021 wurden 1.005 Haus- und Wohnungseigentümer befragt.

16.07.2021  ·  Förderungen
Förderung von Flächenheizungen und Flächenkühlungen ab 01.07.2021

Die Flächenheizung ist immer die Basis eines Niedrigtemperatur-Heizsystems. Wärmepumpe und Brennwertkessel erreichen nur in Kombination mit der Flächenheizung die niedrigsten Co2-Emissionen und niedrigsten Betriebskosten. Darüber hinaus bietet diese Kombination auch die größtmögliche Gestaltungsfreiheit bei der Inneneinrichtung und die beste thermische Behaglichkeit.

Konsequenterweise werden daher Flächenheizungen und Flächenkühlungen im Rahmen der Förderprogramme stark berücksichtigt.

Es zeigt sich, dass die Systeme der Flächenheizung und Flächenkühlung in drei Förderprogrammen berücksichtigt werden: der zum 01.01.2021 neu aufgelegten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für Einzelmaßnahmen bzw. Maßnahmenpakete für Neubau und Bestand sowie dem zum 01.01.2020 neu aufgelegten Steuerabzug bei energetischer Sanierung.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG-EM) Einzelmaßnahme Bestand: BAFA-Zuschuss

Zum 01.01.2021 ist das BAFA Investitionsprogramm im der Bundesförderung für effiziente Gebäude aufgegangen und bietet im Paket mit einem Kesselaustausch eine Förderung von 20-45% der Investitionssumme an, in diesem Rahmen wird auch die Flächenheizung gefördert. Im Programm Heizungsoptimierung bei Wohngebäudesanierung werden sämtliche Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems in Bestandsgebäuden, mit denen die Energieeffizienz des Systems erhöht wird, wie beispielsweise der hydraulische Abgleich oder der Austausch der Heizungspumpe gefördert, also

  • der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage inklusive der Einstellung der Heizkurve
  • der Einbau von Flächenheizungen ... und von Wärmespeichern im Gebäude oder gebäudenah (auf dem Gebäudegrundstück)
  • die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik

Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 300 Euro (Brutto). Der Fördersatz beträgt 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Die förderfähigen Ausgaben für energetische Sanierungsmaßnahmen von Wohngebäuden sind gedeckelt auf 60.000 Euro pro Wohneinheit. Bei Umsetzung einer Sanierungsmaßnahme als Teil eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude" geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent möglich.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Bestand: KfW Kredit oder Tilgungszuschuss

Seit dem 01.07.2021 kann eine Kreditförderung für die BEG Einzelmaßnahmen sowie eine Kredit- oder Zuschussförderung für Vollsanierungen und effiziente Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden (BEG WG und BEG NWG) bei der KfW beantragt werden (ggf. mittelbar über die Hausbank). Die Förderung für Baubegleitung kann direkt zusammen mit dem Kredit oder Zuschuss beantragt werden.

Wird ein Wohngebäude zum Effizienzhaus saniert oder ein frisch saniertes Effizienzhaus gekauft, besteht die Möglichkeit zu einer Förderung über einen Kredit mit Tilgungszuschuss oder einen direkt ausgezahlten Zuschuss.

Wird ein Wohngebäude mit einzelnen energetischen Maßnahmen saniert, fördert der KfW die Maßnahmen mit einem Kredit mit Tilgungszuschuss in Höhe von 20% im Rahmen der "Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)". Seit dem 01.07.2021 fördert die KfW die Optimierung der Heizungsanlage durch einen Kredit mit Tilgungszuschuss in Höhe von 20 %. Hier gilt:

  • Max. 60.000 Euro als Kredit je Wohneinheit
  • Der Bauantrag oder die Bauanzeige für das Wohngebäude liegt zum Zeitpunkt des Antrags mindestens 5 Jahre zurück.
  • Ist die Maßnahme Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP), der innerhalb von 15 Jahren umgesetzt wird? Dann steigt der Tilgungszuschuss für diese Maßnahme um 5 %.
  • Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Förderung für die Fachplanung und Baubegleitung.
  • Grundsätzlich gilt: Erst nach Beantragung starten.
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Neubau: Heizen mit erneuerbaren Energien

Seit dem 01.07.2021 können die neuen Förderkredite und Zuschüsse der „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)" für einen Neubau beantragt werden. Die Förderung für Baubegleitung wird direkt zusammen mit dem Kredit oder Zuschuss beantragt.

Wird ein neues Effizienzhaus gebaut oder gekauft, wird dieses wahlweise mit einem Kredit mit Tilgungszuschuss oder einem direkt ausgezahlten Zuschuss gefördert. Grundsätzlich gilt: Erst nach Beantragung starten.

Die sich aus den Förderrichtlinien ergebenden Fördersätze und Konditionen hat das Ökozentrum NRW in dieser Grafik anschaulich zusammengefasst.

Steuerabzug bei energetischer Sanierung

Die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen bietet als "zweite Säule" der steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung eine Alternative zu den bestehenden Kredit- und Zuschussprogrammen. Mit ihr ist es möglich Aufwendungen energetischer Sanierungen ab 2020 für einen befristeten Zeitraum von 10 Jahren durch einen prozentualen Abzug von 20% bis maximal 40.000 Euro pro Objekt von der Steuerschuld abzusetzen. Der Steuerabzug bei energetischer Sanierung, bspw. Optimierung bestehender Heizungsanlagen gilt, sofern diese älter als zwei Jahre sind. Förderfähig sind Einzelmaßnahmen, die auch von der KfW als förderfähig eingestuft sind, unter anderem die Flächenheizung und -kühlung. Die Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung gelten befristet für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2029. Die geplante Laufzeit von 10 Jahren schafft die Möglichkeit für die Branche der energetischen Gebäudesanierungen, sich auf die steigende Nachfrage nach energetischen Sanierungen einzustellen und entsprechende Kapazitäten aufbauen.

Fazit:

Bereits in 2020 waren die Bedingungen für den Einsatz von Flächenheizungen und Flächenkühlungen durch umfangreiche Fördermöglichkeiten gut. In der Zusammenführung der verschiedenen Programme in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in 2021 setzt sich dieser Weg fort. Ein Beweis dafür, dass die Systeme der Flächenheizung und Flächenkühlung als Niedrigtemperatursysteme ein wichtiger Bestandteil der Energiewende sind.

12.07.2021  ·  Wasser
Upgrade für das Bad: ein Dusch-WC gehört dazu

Komfort, ansprechendes Design und altersgerechte Ausstattung: Diese Begriffe fallen häufig, wenn es um moderne Bäder geht. Ein Dusch-WC erfüllt diese Bedürfnisse sehr gut. Egal, ob ein Kunde sein Bad komplett renovieren, modernisieren oder mit einem AquaClean Modell nachrüsten möchte, die Montage gelingt mit den Systemlösungen von Geberit, die viel Raum für Gestaltungs- und Planungsfreiheit bieten.

In Kombination mit dem Sanitärmodul Monolith ist der Einbau in wenigen Stunden fertig. Es ersetzt den alten Aufputz- oder Unterputz-Spülkasten und liefert alle Anschlüsse für ein Dusch-WC. Wird ein bestehender Geberit Unterputz-Spülkasten weiter genutzt, können benötigte Strom- und Wasseranschlüsse mit der AquaClean Designplatte größtenteils verdeckt werden. Sie lässt sich schnell und ohne Eingriffe in die Vorwand installieren und ist mit nur wenig Aufwand rückstandslos rückbaubar. So stehen dem Installateur Systemlösungen aus einer Hand zur Verfügung, die er – je nach baulicher Situation – seinen Kunden für die Dusch-WC Montage empfehlen kann.

Über 40 Jahre Erfahrung im Bereich Dusch-WC bilden bei Geberit die Basis innovativer Technologie für mehr Komfort in allen Lebenslagen. Durch die große Sortimentsvielfalt an Dusch-WCs, bietet Geberit für jede Anforderung das passende Modell – für Mieter oder Eigentümer, als Aufsatz-Variante oder Komplettanlage, als wandhängende WC-Keramik oder Stand-WC. Lösungen für die Modernisierung, Renovierung oder für die Nachrüstung ermöglichen die Installation in fast allen Bausituationen.

Komfortfunktionen eines Dusch-WCs

Bei den Dusch-WC Modellen Geberit AquaClean Tuma, Sela und Mera sorgt die patentierte WhirlSpray-Duschtechnologie mit einem pulsierenden Duschstrahl, dem dynamisch Luft beigemischt wird, für eine sanfte und dennoch gründliche Intimreinigung mit Wasser. Die Steuerung der Funktionen per Fernbedienung oder direkt am WC können Kunden intuitiv und bis ins hohe Alter selbstständig nutzen und so ihr Wohlbefinden steigern.

Viele AquaClean Modelle von Geberit punkten darüber hinaus mit weiteren Zusatzfunktionen, die die WC-Benutzung noch komfortabler machen. Zum Beispiel sorgt eine integrierte Geruchsabsaugung für stets frische Luft im Bad, ein Föhn trocknet den Nutzer nach der Reinigung. Eine Ladydusche reinigt mit einem besonders sanften Wasserstrahl – die im Duscharm integrierte Düse bleibt bei Nichtgebrauch hygienisch geschützt. Für eine besonders gründliche und leise Ausspülung der spülrandlosen Keramik sorgen Modelle mit TurboFlush-Spültechnik. Auch ein sich automatisch öffnender und schließender WC-Deckel oder ein nächtliches Orientierungslicht erhöhen Komfort, Hygiene und Sicherheit am WC. Je nach Kundenwunsch kann der Badberater ein individuell passendes AquaClean Modell mit den entsprechenden Funktionen empfehlen.

Einfache Nachrüstlösung – der Dusch-WC-Aufsatz

Kunden, die sich ein Dusch-WC wünschen, jedoch ihre bestehende WC-Keramik und den Unterputz-Spülkasten weiterhin nutzen möchten, steht eine einfache Lösung zum Nachrüsten zur Verfügung: der Dusch-WC Aufsatz Geberit AquaClean Tuma oder Geberit AquaClean 4000. Ob ein solcher Aufsatz mit einer vorhandenen Keramik kombinierbar ist, verrät der Keramikrechner auf der Geberit Webseite: www.geberit-aquaclean.de/keramik-rechner. Bereits für ein geringes Budget erhält der Kunde damit alle Basisfunktionen eines Dusch-WCs und tauscht dabei lediglich den WC-Sitz aus.

Geberit AquaClean Designplatte für bestehende Geberit Unterputz-Spülkästen

Mit der AquaClean Designplatte können Installateure ihren Kunden eine Lösung anbieten, um den Wasseranschluss aus dem Unterputz-Spülkasten sowie den Stromanschluss für das Dusch-WC elegant zu verdecken beziehungsweise teilweise zu verdecken. Die Designplatte eignet sich zum Nachrüsten für alle Geberit Unterputz-Spülkästen mit 12 Zentimetern Tiefe ab Baujahr 1988 und ist besonders für Mieter eine ideale Lösung: Sie kann nicht nur ohne Anbohren der Fliesen vor der Wand montiert werden, sondern lässt sich anschließend auch einfach und rückstandslos wieder entfernen. So kann das komfortable Dusch-WC zusammen mit der Designplatte in eine neue Wohnung umziehen.

Für die Komplettanlagen der Dusch-WCs AquaClean Sela, Mera und Tuma ist sie als zweiteiliges Set erhältlich und verdeckt Wasser- und Stromanschluss ganz, für die Dusch-WC-Aufsätze Tuma und AquaClean 4000 steht ein einteiliges Set zur Verfügung und die Anschlüsse werden teilverdeckt. Wahlweise besteht die Designplatte aus wasserfestem weißem Hochdruck-Schichtstoff oder aus Sicherheitsglas in weiß oder schwarz.

Wechsel von Spülkasten und Keramik: Geberit Monolith

Installateure können Kunden, bei denen der Einbau eines Dusch-WCs auch mit einem Wechsel des Spülkastens verbunden werden soll, den Geberit Monolith empfehlen. Er ersetzt alte Aufputz- oder Unterputz-Spülkästen sowie Druckspüler und wird in wenigen Stunden ohne Schmutz und Lärm installiert. Ein alter Unterputz-Spülkasten muss dafür nicht einmal aus der Wand herausgestemmt werden, der Monolith wird einfach davor platziert und an die vorhandene Wasser- und Abwasserleitung angeschlossen. Das Sanitärmodul vereint durchdachte Spültechnik mit hohem Designanspruch. In Verbindung mit einem Geberit AquaClean Dusch-WC oder in der Ausführung Monolith Plus, mit weiteren Komfortfunktionen, benötigt der Kunde einen Stromanschluss am WC. Ist noch kein Stromanschluss vorhanden, kann der Strom über eine konventionelle Steckdose und per Kabelkanal überall im Bad verlegt werden.

Elegant setzt das schlanke Sanitärmodul mit einer Vielfalt an modernen Oberflächenmaterialien und -farben Akzente im Bad. Beispiele hierfür sind Modelle in Beton- oder Schieferoptik sowie mit Oberflächen aus Glas. Wer auf einen einzigartigen Look seines neuen Bades Wert legt, kann die Oberfläche nach eigenen Wünschen, zum Beispiel mit individuellen Fotos, gestalten lassen.

Monolith Plus – für noch mehr Komfort

Optional gibt es den Geberit Monolith als Monolith Plus auch mit Zusatz-Ausstattung: Mit Soft-Touch-Tasten lösen Benutzer die kleine und große Spülmenge aus, ein Orientierungslicht, das wahlweise in sieben unterschiedlichen Farben eingestellt werden kann, sorgt für die gewünschte Stimmung im Bad und eine integrierte Geruchsabsaugung mit Keramikwabenfilter reinigt die belastete Luft direkt aus der WC-Keramik.

So stehen dem Badberater unterschiedliche Möglichkeiten für Nachrüstung, Renovierung und Modernisierung zur Verfügung, um Kunden ohne großen Aufwand oder Schmutz und Staub die Installation eines Dusch-WCs zu ermöglichen.

 

04.07.2021  ·  Förderungen
Bundesförderung für effiziente Gebäude - das ist ab 1. Juli 2021 neu

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vereinigte zu Beginn des Jahres 2021 die Förderung für den Neubau und für die Sanierung von Gebäuden. Seitdem gibt es drei Förderschwerpunkte. Die KfW ist nur noch für Kredite und das BAFA nur noch für Zuschüsse zuständig. Zum 1. Juli 2021 traten einige Neuerungen in Kraft, insbesondere die Kreditfinanzierung für Komplettsanierungen, die auch den Erwerb der Gebäude einschließen.

Die BEG hat einen Nachfrageboom nach Heizsystemen mit erneuerbaren Energien ausgelöst. Für Holzpellets, Wärmepumpen und Fernwärme ist die Nachfrage nach der Förderung für eine Beratung im Vergleich zum Vorjahr um 80 bis 90 Prozent gestiegen. Das berichtet das Portal co2online. Bei Lüftungsanlagen, Solarthermie, Fenstertausch und Dämmung gab es Steigerungen um 35 bis 50 Prozent.

Eine Eintagsfliege bleibt das nicht. Die Förderung kann ab 1. Juli 2021 bis zu 55 Prozent statt bisher 45 Prozent betragen. Denn ab sofort gilt eine neue Förderstufe im BEG, und zwar im Förderbereich der KfW, die die Kredite verantwortet, während das BAFA sich um reine Zuschüsse kümmert. Die BEG ist ab diesem Zeitpunkt auch auf Gesamtsanierungen und nicht mehr nur auf Einzelmaßnahmen umgestellt. Damit können ab 1. Juli die entsprechenden Kredite bei der KfW inklusive der möglichen Tilgungszuschüsse beantragt werden.

Und das wird sich auch in Zukunft kaum einer entgehen lassen – schon gar nicht, wenn er sowieso die eigenen oder ihm gehörenden vier Wände energetisch fit machen muss.

Einzelmaßnahmen und Gesamtsanierungen

Die Programme betreffen Einzelmaßnahmen (BEG EM), wozu auch der Wechsel von Heizsystemen gehört, Neubauten und Komplettsanierungen bei Wohngebäuden (BEG WG) und das gleiche bei Nichtwohngebäuden (BEG NWG). Überflüssig wurden damit das Marktanreizprogramm (MAP) und das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE).

Folgendes ist nun neu:

  • Beim Neubau und Ersterwerb von Effizienzgebäuden als Nichtwohngebäude sind die gesamten gebäudebezogenen Investitionskosten förderfähig, also für Errichtung oder Erwerb sowie mitgeförderte Umfeldmaßnahmen.
  • Die Förderhöchstbeträge für Fachplanung, Baubegleitung und Nachhaltigkeitszertifizierung wurde präzisiert. Sie gelten pro Investitionsobjekt, unabhängig von der Anzahl der für dieses Objekt gestellten Anträge. Bei mehreren Investoren für ein Vorhaben, etwa bei Wohneigentümergemeinschaften (WEG), haben sich die Investoren vor Antragstellung über die Aufteilung der Förderhöchstbeträge zu verständigen.
  • Der Vorhabensbeginn für die BEG-Kreditvariante BEG EM startet nun.
  • In den Zuschussprodukten BEG WG und BEG NWG ist der Förderantrag bei der KfW vor Vorhabensbeginn zu stellen.
  • Die im Einzelnen förderfähigen Maßnahmen in der BEG WG, BEG NWG und BEG EM werden in einem Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen und Leistungen konkretisiert.
  • Das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude ist bei Effizienzhäusern und Effizienzgebäuden (EE-Klassen, entsprechen in etwa den bisherigen KfW-Effizienzhausstandards) als Fördervoraussetzung erforderlich für die Beantragung einer Nachhaltigkeits-Klasse (NH-Klassen). Mit ihr kann dieselbe Bonusförderung gewährt werden wie bei einer EE-Klasse, Allerdings befindet sich das aktuell noch in der Entwicklung.
  • Voraussetzung für die Förderung von Anlagen der "Innovativen Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien" ist die Aufnahme in eine Positivliste entsprechender Anlagen, die fortlaufend aktualisiert und auf den entsprechenden Produktseiten der BEG-Förderprogramme veröffentlicht wird. Aktuell sind allerdings noch keine Anlagen als förderfähig bestätigt.
  • Die gleichzeitige Inanspruchnahme einer BEG-Förderung und einer Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder einer Bundesförderung für Wärmenetze ist nicht möglich. Gleiches gilt für beim BAFA als zweitem Durchführer beantrage Objekte oder einer Förderung aus den Vorgängerprogrammen CO2-Gebäudesanierungsprogramm, MAP oder APEE.
  • Ab 1. Juli 2021 können zudem Zinsreservierungen für Anträge in den BEG-Produkten 261 und 262 vorgenommen werden.
  • Ein Effizienzhaus 40 Plus muss auch die Anforderung der EE-Klasse erfüllen. Die Heizungsanlage muss Bestandteil des BEG-Antrags für das EH 40 Plus sein. Die Inanspruchnahme einer separaten Förderung für die Heizungsanlage (etwa im BEG EM) ist nicht möglich.
  • Die Fertigstellung eines Rohbaus kann gefördert werden, wenn für diese eine neue Baugenehmigung erstellt wird.
  • Gebäudevorhaben, die im Rahmen der BEG gefördert werden können, sind im Programm Erneuerbare Energien "Premium" nicht mehr förderfähig. Ab dem 1. Juli 2021 ist neben der Förderung von Nahwärmenetzen gleichfalls die Förderung von Kältenetzen, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden, möglich.

Dies ist nur eine Auswahl der Neuerungen. Weitere Informationen gibt es unter www.kfw.de

Auch wenn einiges kompliziert klingt: Gegenüber den alten Fördermechanismen in MAP und APEE stellt die neue BEG eine eindeutige Vereinfachung dar.

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Ein Beitrag der Redaktion vom HaustechnikDialog.

13.06.2021  ·  Wärme
Wärmepumpen im Neubau weiterhin beliebtester Wärmeerzeuger

Die Energiewende in Deutschland mit der Erreichung der Klimaziele kann nur gelingen, wenn die CO2-Emissionen auch im Gebäudebereich deutlich abgesenkt werden. Der Wärmesektor hat dabei einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Bereichen wie Industrie und Schwerlastverkehr: Technologien zur Dekarbonisierung sind in der Heizungstechnologie bereits vorhanden und etabliert. Mit der Wärmepumpe stellt die Heizungsindustrie ein System zur Verfügung, dass das Potenzial für ein enormes Marktwachstum bereits bewiesen hat.

Mit Wärmepumpen lassen sich alte wie neue Gebäude effizient und klimaschonend heizen und sogar kühlen. So sorgen diese umweltschonenden Heizungssysteme ganzjährig für angenehme Raumtemperaturen. Wärmepumpen können mit einem Anteil Strom drei bis sechs Anteile Wärme erzeugen. Werden Sie mit Strom aus Erneuerbaren Energien betrieben, sind sie sogar CO2-neutral. Die Investition in eine solche Heizung macht unabhängig von fossilen Energieträgern und steigert den Wert der eigenen Immobilie.

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts[1] insgesamt 124.596 Wohngebäude für den Bau genehmigt worden. Davon sollen 55.544 mit Umweltwärme und 10.257 Gebäude mit Erdwärme beheizt werden - insgesamt sind das 52,8 Prozent der genehmigten Wohngebäude. Immer mehr Bauherren entscheiden sich also für klimaschonende Heizsysteme. Mit fossilem Erdgas betrieben wurden im Jahr 2020 noch 40.279 der neu genehmigten Wohngebäude, was einem Anteil von 32,3 Prozent entspricht.

Auch in Nichtwohngebäuden steigt der Wärmepumpenanteil von 11,7 Prozent auf 12,8 Prozent. Damit ist seit 2015 ein durchgehend steigender Anteil von Wärmepumpen auch bei Nichtwohngebäuden zu verzeichnen, während der Anteil von Gasheizungen kontinuierlich sinkt. Im vergangenen Jahr sind Wärmepumpen zum ersten Mal bei über der Hälfte aller Bauvorhaben (Wohn- und Nichtwohngebäude) eingeplant worden. Das ist eine gute Nachricht.

"Im Neubau ist die Wärmepumpe als System zum Heizen und Kühlen unschlagbar - dieser Trend zeichnet sich schon länger ab. Der Staat bietet attraktive Anreize, damit im Neubau mindestens das KFW Effizienzhausniveau 55 realisiert wird. Mit einem schlechteren Standard sollte man sich als Häuslebauer auch nicht zufriedengeben. Dieses Niveau ist mit einer Wärmepumpe als erneuerbare Heizungstechnik leicht zu erreichen.", sagt Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer Bundesverband Wärmepumpe e.V.

Die staatliche Förderung wird ab 1. Juli durch Einführung der EE-Klasse bei der KfW noch attraktiver. Nachdem die Wärmepumpen in Deutschland im vergangenen Jahr die Millionenmarke geknackt haben, muss jetzt allerdings auch im Bestand noch mehr Schwung in den Markt kommen, um die angepeilten Klimaziele im Gebäudesektor erreichen zu können. "Dafür brauchen wird endlich ein Level-Playing Field bei den Energiepreisen, insbesondere eine Entlastung des Strompreises von der EEG-Umlage.", bekräftigt Sabel.

21.05.2021  ·  Wasser
Neue Energieausweise: Das gilt ab Mai 2021 für Bestandsgebäude

Das im November 2020 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt den Fokus auf eine umfangreiche Betrachtung in Gebäuden und im Bestand. In der Konsequenz gelten ab 1. Mai 2021 neue Anforderungen an Energieausweise. So sind künftig zum Beispiel bei allen Energieausweisen zusätzlich zu den End- und Primärenergieverbräuchen in kWh/(m2a) die Treibhausgas-Emissionen in kg CO2-Äquivalent/(m2a) aufzuführen. Neu ist auch die Pflicht zur Begehung durch den Aussteller und Modernisierungsempfehlung.

Die Angabe der Treibhausgas-Emissionen, also des CO2-Ausstoßes eines Wohngebäudes im neuen Energieausweis gibt Laien eine einschätzbare Größe für die Nachhaltigkeit beim Wohnen. Sie veranschaulicht die Umweltauswirkungen des Gebäudebetriebs, vor allem durch Beheizung, Kühlung und Warmwasser. Der Heiz- bzw. Kühlbedarf ist bei schlecht gedämmten Gebäuden besonders hoch, da hier unnötig viel Energie über das Dach oder die Außenwände entweicht. Die bestmögliche Energieeffizienz eines Hauses kann deshalb nur durch eine Kombination aus baulichen Maßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster), effizienter Anlagentechnik (z.B. Heizung) sowie dem Einsatz erneuerbarer Energien (z.B. Solarwärme) erreicht werden.

„Ist die Gebäudehülle optimal gedämmt, ist der wichtigste Schritt für mehr Energieeffizienz bereits getan. Dadurch wird deutlich weniger Energie für Heizung und Kühlung benötigt“, sagt Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI). Der vielseitig in Gebäuden eingesetzte Dämmstoff Mineralwolle (Glaswolle und Steinwolle) überzeugt dabei gleich mehrfach: „Ein mit Mineralwolle gedämmtes Wohngebäude senkt dessen Energiebedarf und damit den CO2-Ausstoß erheblich. Das spart Jahr für Jahr hohe Energiekosten bei gleichzeitig mehr Wohnkomfort, Schallschutz und Brandschutz“, so Dr. Thomas Tenzler.

Welchen Ausweis brauchen Sie jetzt für bestehende Wohnhäuser?

Eigentümer von kleinen Wohnhäusern (bis zu vier Wohneinheiten), für die der Bauantrag vor dem 01.11.1977 gestellt wurde und welche danach auch nicht mehr energetisch modernisiert wurden, sind verpflichtet, den energetischen Bedarf und damit auch die gesamte Gebäudequalität mit dem sogenannten Energiebedarfsausweis nachzuweisen. Für alle anderen Wohngebäude genügt ein sogenannter Energieverbrauchsnachweis. Dieser ließ sich bisher einfach und kostengünstig aus den Verbrauchszahlen der vergangenen drei Jahre ermitteln. Weil aber die so ermittelten Energiedaten stark vom Nutzerverhalten abhängen und wenig über die energetische Qualität des Gebäudes verraten, hat der Gesetzgeber nachjustiert:

Der Energieverbrauchsausweis muss ab dem 1. Mai 2021 die Energiebilanz des Gebäudes detaillierter benennen. Dafür muss ein Fachmann das Gebäude vor Ort begutachten, mit Fotos dokumentieren und Modernisierungsmaßnahmen empfehlen. So ergibt sich eine gute Übersicht über die Mängel und möglichen Energieeinsparpotenziale eines Bestandsgebäudes.

Langfristig CO2 senken und Geld sparen

Das neue GEG und die damit verbundenen neuen Energieausweise und Empfehlungen für Modernisierungen zeigen, dass viele Aspekte sinnvoll ineinandergreifen müssen, um einen langfristig nachhaltigen Einspareffekt von Energie und CO2 bei Gebäuden zu erzielen. Hauseigentümer, die ohnehin die Sanierung ihrer Wohnimmobilie beabsichtigen, profitieren jetzt doppelt, wenn sie ihren neuen Energieverbrauchsausweis gemeinsam mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen. Für die iSFP-Erstellung durch einen Energieberater übernimmt der Staat bis zu 80 der Kosten. Gleichzeitig erhalten Sie damit auch einen fundiert durchdachten, optionalen Handlungsplan für die wirtschaftliche energetische Sanierung Ihres Gebäudes.

03.05.2021  ·  Wasser
Neuer SafeTech+ gegen Leckage

Der neue SafeTech+ Connect bekommt mit dem DRUFI einen idealen Trinkwasserfilter als Gehilfe. Seit gut 22 Jahren setzt SYR im Bereich Leckageschutz neue Maßstäbe, die in Form der innovativen Produkte SafeTech+ und SafeFloor Connect in Gebäuden aller Art zum Einsatz kommen. Intelligente Armaturen, die dank SYR Connect auch untereinander kommunizieren und Arbeitsabläufe teilen. Aus einem unschlagbaren Duo werden jetzt ein perfektes Trio und eine Wunderwaffe gegen Wasserschäden im Gebäude.

Statistisch gesehen entsteht in Deutschland alle 30 Sekunden ein Leitungswasserschaden. Die Folgen sind meist kaum abzusehen und können ganz schnell zu einem großen Gebäudeschaden führen. Lochkorrosion und Undichtigkeiten an Armaturenanschlüssen sind eine der häufigsten Ursachen für diese gefährlichen Schäden. Häufig sind Haus oder Wohnung nach einem Wasserschaden lange unbewohnbar und Trocknungsgeräte laufen wochenlang, um Schimmel­bildung zu verhindern. Damit so etwas nicht eintritt, ist es ratsam, vorzubeugen, denn auch Sachgegenstände und persönliche Dinge sind oft nicht mehr zu ersetzen. Als Leckageschutzspezialist ist SYR seit 1998 ein Vorreiter auf diesem Gebiet und bestätigt seine Positionierung mit intelligenten Weiterentwicklungen immer wieder aufs Neue. So wurde jetzt die Leckageschutz-Serie um ein weiteres Gerät ergänzt. In Zukunft können Leckageschutz und Trinkwasserschutz effizient kombiniert werden.

SafeTech+ Connect

Der neue SafeTech+ Connect steht seinem Vorgänger, dem SafeTech Connect, in nichts nach. So misst auch die neue Armatur kontinuierlich Durchfluss und Druck, ermittelt die Wasserhärte und ist mit der intelligenten Selbstlernphase ausgestattet.

Durch den SYR Universalflansch kann ganz einfach der nächste Alleskönner aus der Korschenbroicher Ideenschmiede zusätzlich montiert werden. Denn der DRUFI ist hierbei die ideale Ergänzung. Der bewährte Trinkwasserfilter wird vorn auf den SafeTech+ geflanscht - fertig ist eine kompakte Leckageschutz-Filtereinheit. Der Pluspunkt: Durch diese Kombination wird eine Menge Platz am Hauseingang hinter dem Wasserzähler eingespart.

Als Leckageschutz-Armatur schließt auch der SafeTech+ Connect bei Überschreitung erlernter Parameter und ungewöhnlicher Verbräuche die Leitung selbständig ab. Zudem führt die Armatur in regel­mäßigen Abständen einen Mikroleckagentest durch und stellt somit auch kleinste undichte Stellen fest. Weiteres kluges Feature: Ist die Armatur mit dem Internet verbunden, informiert sie im Störungsfall via E-Mail den Hausbesitzer. Der SafeTech+ Connect Leckageschutz kann auch als ‚Schwarm' arbeiten. Eine Einheit fungiert dabei als Schaltzentrale, registriert die empfangenen Daten der angebundenen Geräte, wertet sie aus und wird entsprechend aktiv. So können unterschiedliche Bereiche eines Gebäudes, komplette Mehrfamilienhäuser und große Objekte abgesichert und kontrolliert werden.

SafeFloor Connect für besondere Situationen

Der SafeFloor Connect Funk-Bodensensor wird an kritischen oder besonders überwachungsintensiven Stellen eingesetzt. Registriert der smarte Sensor Wasser auf dem Boden eine zu niedrige Raumtemperatur oder zu hohe Luftfeuchte, warnt er mit blinkender LED und lautem Warnton. Bei einem Wasseraustritt meldet der SafeFloor Connect diesen an den SafeTech+ Connect, der die Leitung sofort absperrt. Zudem überwacht der SafeFloor Connect die Raumtempe­ratur. Erreicht diese kritische Werte, sodass vereiste Leitungen oder Rohrbrüche drohen, wird per App informiert. Auch zu hohe Luftfeuchtig­keit, die zu möglicher Schimmelbildung führen, oder zu trockene Luft, die eine Reizung der Atemwege verursachen kann, werden in kritischen Bereichen vom SafeFloor Connect erkannt und übermittelt.

Sicherheit von überall

Die SafeFloor Funk-Bodensensoren und der SafeTech+ Connect Leckageschutz ge­hören zum SYR Connect System und zeichnen sich durch zuverlässige Technik und innovative Kommunikation aus. Das SYR Connect System bringt smarte Intelligenz ins Haus. Mit der SYR App hat man jederzeit alles im Blick und das Wasser im Haus unter Kontrolle. Vor dem Urlaub das Hauswasser händisch und komplett absperren, war gestern: Heute wird die Wasser­menge online freigegeben, die die Nachbarin braucht, um die Blumen zu wässern. SYR Connect macht Sicherheit in der Hausinstallation ganz smart. In den Be­reichen Leckageschutz, Wasserbehandlung, Hygienekontrolle und Heizungsüber­wachung werden die intelligenten Armaturen mit der SYR App via Smartphone und Tablet oder am PC über den Browser gesteuert und kontrolliert. Dank Inter­netgestützter Schwarm-Intelligenz (ISI) können sie sogar vernetzt und zentral ge­steuert werden.

26.04.2021  ·  Förderungen
Steuererklärung 2020: Tipp für Hauseigentümer

Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr die steuerliche Förderung für energetische Sanierungsmaßnahmen in Kraft gesetzt. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer können daher in diesem Jahr bei ihrer Steuererklärung für 2020 erstmals einen Teil der Sanierungskosten steuerlich geltend machen. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.

Bei Einzelmaßnahmen wie einer Wärmedämmung oder dem Tausch von Fenstern und Heizung kann die Steuerlast über drei Jahre hinweg um insgesamt 20 Prozent, maximal 40.000 Euro, gemindert werden. Bei der energetischen Baubegleitung und Fachplanung sind es 50 Prozent der angefallenen Kosten. Wichtig ist, dass die Umbauten nicht vor 2020 begonnen wurden, die Immobilie mindestens zehn Jahre alt ist und bestimmte technische Vorgaben eingehalten werden. Auch muss beachtet werden, dass Maßnahmen, für die man bereits Fördermittel des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten hat, nicht steuerlich geltend gemacht werden können.

Die Möglichkeit zur steuerlichen Begünstigung ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Sie gilt nur für Sanierungsmaßnahmen, die nach dem 31. Dezember 2019 begonnen wurden und vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen sind. Förderfähig sind Lüftungsanlagen, Wärmedämmungen von Fassade, Dach und Geschossdecken und die Erneuerung der Fenster. Wird die bestehende Heizungsanlage optimiert oder getauscht, sind die Kosten dafür ebenfalls absetzbar. Auch der Einbau von digitalen Systemen zur Betriebs- und Verbrauchsoptimierung gilt als geförderte Einzelmaßnahme.

Wer die staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen will, muss die Sanierungskosten drei Jahre lang bei der Einkommenssteuererklärung angeben: Im ersten und zweiten Jahr werden jeweils sieben Prozent, im dritten Jahr sechs Prozent von bis zu 200.000 Euro abgeschrieben. Insgesamt lassen sich so über die drei Jahre maximal 40.000 Euro pro Wohnobjekt von der Steuerschuld abziehen. Kosten für Energieberater gelten ebenfalls als Aufwendungen für energetische Sanierungen. Sie sind mit der Steuererklärung des Folgejahres ab sofort zur Hälfte abzugsfähig. Wichtig ist, dass der Energieberater vom BAFA oder der KfW zugelassen ist.

Voraussetzung ist, dass bei allen Maßnahmen technische Mindestanforderungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude eingehalten werden müssen. Bei der Wärmedämmung von Außenwänden etwa darf die Wärmedurchlässigkeit, der sogenannte U-Wert, nicht über 0,20 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/(m2K)) liegen. Bei Fenstern gilt ein Maximalwert von 0,95 W/(m2K). Zu den Förderbedingungen zählt auch, dass Hauseigentümer nur Sanierungen in selbstgenutzten Immobilien geltend machen dürfen. Zudem müssen Fachunternehmen die Umbauten durchführen. Sie stellen anschließend auch die Bescheinigung für das Finanzamt aus. Vorlagen dafür stellt das Bundesfinanzministerium kostenfrei zum Download bereit. Werden mehrere Maßnahmen kombiniert, muss ein Energieberater oder eine Energieberaterin hinzugenommen werden; eine entsprechende Bescheinigung für das Finanzamt ist auch hier erforderlich.

Auf eine weitere Bedingung sollten Hauseigentümer besonders achten: Die Sanierungskosten können nicht steuerlich geltend gemacht werden, wenn für Sanierungsmaßnahmen bereits Fördermittel des BAFA oder der KfW in Anspruch genommen wurden. Daher sollten sich Sanierungswillige möglichst frühzeitig Gedanken darüber machen, welche Art der staatlichen Unterstützung sie in Anspruch nehmen wollen. Energieberater unterstützen bei einem Vergleich zwischen Förderzahlungen und steuerlicher Einsparung und helfen bei der Entscheidungsfindung. „In den meisten Fällen lohnen sich eher die Zuschuss- oder Tilgungszuschüsse. Wer sich dagegen für die steuerliche Förderung entscheidet, sollte dies immer mit einem Steuerberater abstimmen. So kann man unschöne Überraschungen wie den Wegfall der Förderung vermeiden“, erklärt Frank Hettler von Zukunft Altbau.

31.03.2021  ·  Umwelt
Strom und Wärme aus einem System: eLecta 300 macht es möglich

Wasserstoff gilt als zukunftsträchtiger Brennstoff und wird derzeit in diversen Feldstudien erforscht. Doch auch im Markt ist die Technik schon angekommen und bietet den Kunden eine effiziente Kombination aus Wärme und Strom. Das Unternehmen Remeha aus Emsdetten setzt auf das Brennstoffzellensystem eLecta 300.

Die Anlage besteht aus einem Brennstoffzellen-Modul, einem 300-Liter-Pufferspeicher und einem Vormontage-System, welches am Pufferspeicher montiert wird. Zudem beinhaltet das System einen Brennwert-Spitzenlastkessel, mit einer Leistung von 21,8 kW und ein Hydraulikmodul. Letzteres besteht aus einem gemischten Heizkreis (ein zweiter ist optional nachrüstbar) und einer Frischwasserstation für die Trinkwassererwärmung im Durchlaufprinzip.

Das Brennstoffzellen-Modul selbst ist aus einer PEMFC (Polymerelektrolytmembran) gefertigt. Damit ist es möglich, eine Ausgangsleistung von 750 W elektrisch und 1.100 W thermisch zu erreichen. Der elektrische Wirkungsgrad liegt bei über 35 %. Neben der innovativen Hardware punktet die eLecta 300 von Remeha durch eine neue Touchscreen-Bedieneinheit mit eigenem Energierechner. Bei mehreren Heizkreisen kann somit immer die optimale Kombination im System gesteuert werden.

Somit ist die Anlage eLecta 300 bestens für den Einsatz im Ein- und Zweifamilienhaussektor gerüstet. Ein Beispiel, wie eine solche Anlage aussehen kann und welche Vorteile sie bietet präsentiert Heiko Schulz, Außendienst von Remeha, in einem Video unter https://www.remeha.de/brennstoffzellenheizung.

Neben dem Komfort steht den Bauherren Unterstützung in punkto Förderungen zu. Möglich sind bis zu 11.200 Euro. Um den Kunden bestmöglich zu unterstützen, bietet Remeha auf seiner Website einen Förderservice an. Das Paket beinhaltet die gesamte Abwicklung – von der Prüfung bis zur Umsetzung. Dafür reicht es anfangs aus, einen Fragenkatalog durchzugehen. Dieser wird dann vom Partner BEN-Tec bearbeitet. Sollten die Eingaben nicht eindeutig genug sein, werden die restlichen Daten von Beratern erfragt. Die abschließende Abrechnung erfolgt im Anschluss über Remeha. Die Kosten für den Förderservice Brennstoffzelle beispielsweise liegen bei 299,00 € zzgl. MwSt.

Weitere Informationen zu Remeha sind auf der Website www.remeha.de zu finden.

10.03.2021  ·  Förderungen
Neue Förderkulisse berücksichtigt neben Wärmeerzeugern auch den Heizkörperaustausch

Im vergangenen Jahr sorgten die im Rahmen des Klimapaketes aufgestockten Förderprogramme des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für eine deutliche Marktbelebung.

Zu Beginn dieses Jahrs tritt nun die Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG) zumindest teilweise in Kraft (Einzelmaßnahmen in der Zuschussvariante) und löst die bisherigen Programme ab. Dabei behalten die bislang geltenden Förderkonditionen größtenteils ihre Gültigkeit. „Der BDH begrüßt die Zusammenführung und die Vereinfachung der Förderkulisse“, kommentiert BDH-Präsident Uwe Glock. Es komme nun darauf an, die finanzielle Ausstattung des BEG dauerhaft sicherzustellen, um potenziellen Modernisierern Planungssicherheit zu geben. Dies zahle nicht nur auf den Klimaschutz ein, sondern sichere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch Arbeitsplätze und Beschäftigung.

Im Zusammenhang mit der neuen Förderung weist der BDH darauf hin, dass bei einer Modernisierung im Gebäudebestand neben den Wärmeerzeugern auch die Wärmeübergabe und die Wärmeverteilung unter die neue Förderung fallen. Dazu zählen zum Beispiel der Heizkörpertausch oder der Austausch von Thermostatventilen. „Ein modernes Heizungssystem besteht aus mehreren Komponenten: Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung, Wärmeübergabe und Speicherung. Damit eine Heizung ihr volles Effizienzpotenzial entfalten kann, müssen diese Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sein. Die Förderung trägt diesem Umstand Rechnung“, sagt Christian Ludewig, Mitglied des BDH-Vorstands. Förderfähig sind dabei sowohl die Investitionskosten, als auch die Kosten für Installation und Inbetriebnahme sowie die Kosten der erforderlichen Umfeldmaßnahmen. Die Höhe der Förderung wird als prozentualer Anteil der tatsächlich für den Austausch bzw. die Erweiterung der Heizungsanlage entstandenen förderfähigen Kosten berechnet.

Ebenfalls ist das neue BAFA-Förderprogramm "Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme" am 1. Januar gestartet. Im Zuge der neuen Förderung für Nichtwohngebäude werden die Förderrichtlinien für die Programme "Energieberatung im Mittelstand" (EBM) und "Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen" (EBK) zusammengelegt. Zudem kommt die Contracting-Orientierungsberatung neu hinzu. Somit steht nun ein umfassendes Förderszenario auch für den industriellen Modernisierer zur Verfügung.

Interessenten können sich auf der Seite des BAFA über Umfang und förderfähige Kosten der Bundesförderung Effiziente Gebäude informieren. Detaillierte Informationen zum Heizkörpertausch finden Sie unter www.heizkoerpertausch.de.

09.03.2021  ·  Förderungen
Kreditvergabe durch das KfW-Effizienzprogramm 278

Mit dem Programm 278 fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Sanierung von gewerblich genutzten Nichtwohngebäuden. Ein wesentlicher Teil dieses Programms ist die Umsetzung von Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Dazu zählt auch der Einsatz von Blockheizkraftwerken.

Im Rahmen des Programms 278 werden von der KfW zahlreiche energetische Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und der technischen Gebäudeausrüstung gefördert – unter anderem die Erneuerung oder Optimierung von Blockheizkraftwerken. Die Förderung umfasst Kredite mit besonders niedrigen Zinssätzen sowie einen Tilgungszuschuss von 20% bzw. maximal 200,00€ pro Quadratmeter Nettogrundfläche. Voraussetzung ist der Nachweis über die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen durch einen qualifizierten Sachverständigen (Energieberater).

Der Saterländer BHKW-Hersteller RMB/ENERGIE begrüßt diese finanzielle Unterstützung: "Das KfW-Förderprogramm 278 ist ein weiteres wichtiges Signal für die zukunftsweisende dezentrale Energieerzeugung mit Blockheizkraftwerken. Es ist nur eines unter vielen Förderinstrumenten, die die BHKW-Technik attraktiv machen und wesentlich zur schnellen Amortisation der Anlage beitragen." so Vertriebsleiter Jan Pille.

08.03.2021  ·  Förderungen
Schimmel in der Wohnung vorbeugen: Diese Maßnahmen helfen wirklich

Wer Schimmel in der Wohnung entdeckt, sollte diesen sofort entfernen. Denn Schimmelsporen in Innenräumen gefährden nicht nur die Gesundheit, sondern können mitunter das Gebäude nachhaltig beschädigen. Es gibt viele Methoden, um Schimmel zu bekämpfen. Wir zeigen Ihnen, welche Maßnahmen wirklich helfen.
Raum effektiv entfeuchten mithilfe von Luftentfeuchtern und Klimaanlagen

Schimmelpilze fühlen sich in einem feuchten Klima am wohlsten. Meist reichen die Ursachen von falscher Isolierung oder undichten Stellen und Rissen im Mauerwerk bis hin zu unsachgemäßem Heizen und Lüften. Gerade im Schlafbereich und im Badezimmer bilden sich wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit vermehrt Schimmelstellen.

Nicht nur Altbauten sind von Schimmelbildung betroffen, gerade Neubauten neigen zu einem Schimmelbefall: Das Mauerwerk in Neubauten ist noch sehr feucht und bräuchte eigentlich noch ein bis zwei Jahre, um zu trocknen. Doch diese Zeit bekommen die Wände nicht, da die Räume meist direkt bezogen werden. Um einer feuchten Umgebung entgegenzuwirken, helfen Luftentfeuchter und Klimaanlagen, beispielsweise von klivago. Sie nehmen die Feuchtigkeit auf und sorgen für eine ausreichende Zirkulation, sodass sich keine Kondensfeuchtigkeit bildet. Allerdings sollten Sie bei Klimaanlagen an eine regelmäßige Wartung denken, denn im Laufe der Zeit gelangen die festgesetzten Sporen durch den Filter wieder in die Umgebungsluft.

Die einfachste Methode: Richtiges Lüften der Räume

Auch Schimmelpilze in kleineren Mengen können die Gesundheit gefährden. Schimmelsporen sind nachweislich dafür verantwortlich, eine Vielzahl von Allergien auszulösen. Deshalb ist es wichtig, sobald ein Schimmelbefall in der Wohnung sichtbar wird, diesen sofort zu entfernen. Eine der effektivsten Methoden bei der Schimmelbekämpfung ist jedoch die Prävention. Denn richtiges Lüften hilft, den Schimmel erst gar nicht entstehen zu lassen. Der Trugschluss besteht immer noch, dass viele denken, es sei damit getan, einmal am Tag das Fenster einen Spalt zu kippen – doch so funktioniert es nicht.

Schritt für Schritt richtig Lüften
  • Mehrmals am Tag Stoßlüften (mindestens dreimal).
  • Im Sommer nur abends oder morgens Lüften und dazwischen die Fenster geschlossen halten.
  • Bei Schneefall und Regen nicht lüften.
  • Auch an den Keller denken. Die Fenster sollten im Altbaukellern offen bleiben. Die Keller im Neubau benötigen nur eine Lüftung am Tag.

Beim Stoßlüften sollten Sie beachten, dass Sie mehrere Fenster weit öffnen, sodass ein Durchzug entsteht. So kann die Luft optimal zwischen den Räumen zirkulieren. Die Fenster nur einen Spalt breit zu kippen, erzeugt nicht den gewünschten Effekt.

Kleinen Schimmelbefall selbst entfernen

Wenn sich trotz vorbeugenden Maßnahmen Schimmel in der Wohnung gebildet hat, ist es wichtig, den Grund hierfür ausfindig zu machen: Sind es die kalten Hauswände, bauliche Unstimmigkeiten oder nur gelegentliches Lüften? Denn nur so werden Sie langfristig den Schimmel aus Ihrer Wohnung fernhalten. Werden Schimmelstellen über eine Zeit unbeachtet gelassen, vermehren sie sich immer weiter. Deshalb gilt: Haben Sie eine kleine Schimmelstelle entdeckt, dann können Sie diese in Eigenregie sofort behandeln. Hierfür tröpfeln Sie auf ein Tuch hochprozentigen Alkohol und wischen damit über den Schimmel. Dieser wird auf dem Tuch hängen bleiben. Achten Sie darauf, dass das Tuch schön feucht ist, ansonsten werden die Schimmelsporen nicht am Tuch kleben, sondern in der Luft herumfliegen und in Ihre Atemwege geraten. Entsorgen Sie das Tuch nach der Reinigung sofort.

01.03.2021  ·  Förderungen
Neuer Schub für die Heizungssanierung durch BEG

Nachhaltigkeit ist schon lange ein Thema beim Heizen. Bereits 2020 wurden die staatlichen Fördermittel für den Einsatz erneuerbarer Energien und die energetische Sanierung und Modernisierung von Heizungsanlagen aufgestockt. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) führt diese Entwicklung nicht nur fort, sie bietet Hausbesitzern und Wohnungseigentümern noch mehr Flexibilität und einen größeren Spielraum. Über die Möglichkeiten informiert das Serviceportal „Intelligent heizen“.

Immer mehr Hausbesitzer und Wohnungseigentümer entscheiden sich für den Umstieg auf erneuerbare Energieträger: So wurden laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bereits im ersten Halbjahr 2020 14,5 Milliarden Euro in Form von Zuschüssen oder Krediten für energieeffizientes Bauen und Sanieren zugesagt. Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) soll dieser positive Trend fortgesetzt werden. „Die BEG bedeutet einen weiteren wichtigen Schritt, um die Modernisierung von veralteten Heizungsanlagen zu beschleunigen", sagt Kerstin Vogt, Geschäftsführerin der VdZ, Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik. „Der Einsatz erneuerbarer Energien wird besonders gefördert, aber auch mit der Erneuerung der Heizungsanlage oder der Lüftungstechnik kann die Energiebilanz in den eigenen vier Wänden bereits deutlich verbessert werden. Auch dafür bietet die BEG attraktive Förderungen."

Zusatzboni und höhere Fördersummen für erneuerbare Energien

In der BEG wurden bisherige Förderprogramme des Bundesamtes für Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zusammengeführt und zum Teil weiterentwickelt. Hausbesitzer und Wohnungseigentümer können von höheren Prämien für den Einsatz erneuerbarer Energien bei Komplettsanierungen oder im Neubau profitieren. Außerdem erhöhen sich die Fördersummen um weitere 5 Prozent, wenn die Maßnahmen im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) ausgeführt werden. „Auf diese Weise können Sanierer beispielsweise ihre Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen und erhalten künftig nicht nur 45 Prozent der Investitionskosten, sondern mit dem iSFP-Bonus sogar 50 Prozent. Bei einer Biomasseanlage sind es sogar 55 Prozent, denn in bestimmten Fällen greift der durch die BEG neu eingeführte Innovationsbonus Biomasse in Höhe von fünf Prozent", erläutert Kerstin Vogt. Erstmals förderfähig sind heizsparende digitale Lösungen: Das Spektrum reicht dabei von Smart Meter über Mess- und Steuerungs- bis hin zur Regelungstechnik. Bis zu 20 Prozent der Kosten übernimmt der Staat. Außerdem wurden die förderfähigen Kosten bei einzelnen Maßnahmen pro Wohneinheit von 50.000 Euro auf 60.000 Euro erhöht.

Neue Effizienzhaus-Klassen

Die KfW bietet finanzielle Hilfe, wenn der energetische Gesamtzustand eines Hauses verbessert werden soll und ein bestimmter Effizienzhaus-Standard angestrebt wird. Neu eingeführt wurde unter anderem das Effizienzhaus 40, bei dem Sanierer einen Zuschuss von 45 Prozent erhalten. Darüber hinaus sind zusätzliche Zuschläge für besonders ambitionierte Sanierungen möglich. Dazu wurden neue Klassen für Effizienzgebäude entwickelt: Gebäude, die mindestens 55 Prozent des erforderlichen Energiebedarfs über erneuerbare Energien decken, erreichen die Effizienzgebäude EE-Klasse. Daneben gibt es außerdem die neue Effizienzgebäude NH-Klasse. Diese basiert auf einer vom Bund anerkannten Nachhaltigkeitszertifizierung und gilt ausschließlich für den Neubau. Wer im Neubau beim Effizienzhaus eine EE-Klasse oder eine NH-Klasse erzielt, bekommt einen zusätzlichen Zuschuss von 2,5 Prozent. Bei einer Sanierung sind beim Erreichen einer EE-Klasse sogar fünf Prozent möglich.

Individuellen Beitrag leisten

Bis 2050 soll der Immobilienbestand in Deutschland nahezu klimaneutral sein – so das Ziel der Bundesregierung. Der Einbau einer effizienten Heizung trägt wesentlich zu einer Verringerung der CO2-Emissionen bei. „Die BEG bietet viel Spielraum, um einen individuellen Beitrag zur Energiewende zu leisten und gleichzeitig von staatlichen Geldern zu profitieren", so Kerstin Vogt.
Weiterführende Informationen zur neuen Bundesförderung und den Möglichkeiten für Hausbesitzer und Wohnungseigentümer gibt es auf dem Serviceportal www.intelligent-heizen.info

23.02.2021  ·  Umwelt
Tipps für ein besseres Raumklima

Es war wohl niemals wichtiger, für einen guten Luftaustausch in Räumen zu sorgen als heutzutage. Wegen des Corona-Virus müssen wir dafür sorgen, dass wir stets mit frischer Luft versorgt sind, da sich die Erreger sonst nahezu ungehindert ausbreiten können. Nicht nur im öffentlichen Raum ist deshalb ein guter Luftaustausch Pflicht, zu Hause ist es ebenfalls wichtig. Wer für ein gutes Raumklima sorgt, schützt sich jedoch nicht nur vor Krankheiten, sondern auch vor Schimmel und unerwünschter Feuchtigkeit innerhalb der eigenen vier Wände. Wir haben deshalb die besten Tipps für den idealen Luftaustausch zu Hause an dieser Stelle zusammengefasst.
Warum ist ein gutes Raumklima wichtig?

Ein schlechtes Raumklima kann sich auf mehrere Arten auf uns auswirken. Ist die Luft in Räumen zu kalt und zu feucht, dann kann sich Schimmel in der Wohnung bilden. Gleichzeitig können sich vor allem im Winter dadurch Krankheitserreger besser verbreiten. Ist die Luft in Räumen zu warm und zu trocken, werden dadurch die Schleimhäute angegriffen und das bietet wiederum eine Menge Möglichkeiten für Viren und Bakterien in unsere Körper zu gelangen. Allerdings kann die Luft in der kalten Jahreszeit auch zu feucht werden, wenn nicht richtig gelüftet und geheizt wird.

Zusätzlich stellt das Corona-Virus aktuell ebenfalls eine große Herausforderung dar, da es durch Aerosole übertragen werden kann. Hierdurch ist es umso mehr nötig, für einen guten Luftaustausch zu sorgen.

Richtiges Lüften will gelernt sein

Viele machen den Fehler und Lüften zu lange und das bei gekippten Fenstern. Auf diese Weise kann kein richtiger Luftaustausch stattfinden und die feuchte Luft bleibt dennoch in den Räumen. Nur die Temperatur im Raum sinkt und die Heizkosten steigen. Außerdem kann sich oberhalb und seitlich des gekippten Fensters Schimmel bilden.

Besser ist das regelmäßige Stoßlüften. Das sollte mindestens zweimal, als morgens und abends, gemacht werden. Dabei werden alle Fenster in der Wohnung so weit es geht geöffnet.

Durch dieses sogenannte Querlüften entsteht ein Durchzug, der für einen effizienten Luftaustausch sorgt. Nach fünf bis zehn Minuten können die Fenster wieder geschlossen werden. In Räumen, die zu feuchter Luft neigen, wie etwa im Bad oder der Küche, sollte zusätzlich gelüftet werden, wenn die Feuchtigkeit entsteht.

Luft maschinell reinigen

Eine technische Möglichkeit, um für einen Austausch der Raumluft zu sorgen sind sogenannte Luftreiniger. Entsprechende Geräte gibt es in verschiedenen Ausführungen. Im eigenen Zuhause bieten sich vor allem mobile Luftreiniger an, da sie in den Räumen eingesetzt werden können, wo sie gebraucht werden. Der Vorteil: Sie können via App gesteuert werden und fügen sich so in Smarthome-Konzepte ein.

Sind beispielsweise Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder aus einen anderen Haushalt zu Gast, kann bequem Abstand gewahrt und die Gefahr von einer Ansteckung durch Aerosole minimiert werden.

Im Schlafzimmer profitieren vor allem Allergiker von der gereinigten Luft. Es werden nämlich nicht nur Krankheitserreger, sondern auch Milben und Hausstaub aus der Luft gefiltert. Solche Luftreiniger können besonders als Ergänzung zum Lüften für das eigene Zuhause genutzt werden.

Weitere Smarthome-Lösungen für ein gutes Raumklima

Neben einem Luftreiniger gibt es noch weitere technische Geräte, die helfen können, das Raumklima zu verbessern. Beispielsweise können Temperaturregler über entsprechende Smarthome-Systeme gesteuert werden.

Ergänzend werden Sensoren am Fenster angebracht, um festzustellen, ob diese geöffnet sind. Sind die Fenster geöffnet, fährt das Thermostat automatisch die Temperatur herunter.

Auch ein Luftentfeuchter kann zusätzlich zu den genannten Geräten Sinn ergeben, um die Luftfeuchtigkeit zu regeln. Sie können ebenfalls per App gesteuert werden und/oder mit den anderen Geräten interagieren.

Hygrometer, um Luftfeuchtigkeit zu messen

Um effektiv gegen Schimmel vorzugehen, bzw. ihn gar nicht erst entstehen zu lassen, ist es wichtig, dass die Luftfeuchtigkeit innerhalb eines Zimmers einen gewissen Prozentsatz nicht dauerhaft überschreitet. Im Winter sollte sie nicht mehr als 60 Prozent betragen.

Allerdings lässt sich das nicht nach bloßem Gefühl feststellen. Um die Feuchtigkeit im Raum im Auge zu behalten, empfiehlt sich deshalb ein sogenanntes Hygrometer. Es misst die Luftfeuchtigkeit, die idealerweise zwischen 35 und 55 Prozent betragen sollte.

Feuchtigkeit reduzieren

Wie bereits erwähnt lässt sich mit Luftentfeuchtern und mit richtigem Lüften die Feuchtigkeit in Räumen wieder herunterfahren. Allerdings gibt es auch Möglichkeiten, wie die Luftfeuchtigkeit gar nicht erst zu sehr ansteigt. Vor allem auf das Trocknen von Wäsche in Wohnräumen sollte deshalb verzichtet werden. Sofern es jedoch nicht anders möglich ist, sollte die Frequenz des Lüftens erhöht werden.

Falsches Heizen vermeiden

Auch das Heizen will gelernt sein. Oft heizen wir verschiedene Räume viel zu heiß oder zu kalt. Im Wohnzimmer reicht es, wenn die Temperatur etwa 20 Grad beträgt. In der Küche darf es ruhig etwas kälter sein, da der Herd und der Kühlschrank meist noch Wärme abgeben.

Im Schlafzimmer reichen 16 bis 18 Grad völlig aus und sind sogar besser für einen erholsamen Schlaf. Einen Überblick über das richtige Heizen bietet unter anderem das Umweltbundesamt.

Anzeichen für ein schlechtes Raumklima

Vor allem eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, kann zu einem Problem werden. In Mietwohnungen sind dadurch und die daraus folgende Schimmelbildung schwere Streits zwischen Mietern und Vermietern entstanden. Allerdings lassen sich erste Anzeichen leicht erkennen.

Beschlagene Fensterscheiben sind wohl das beste Zeichen für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Es bedeutet, dass zu wenig geheizt oder nicht ausreichend gelüftet wird. Besser ist es also lieber einmal zu viel zu lüften. Nicht nur der Wohnraum, sondern auch die Gesundheit wird es einem danken.

 

18.02.2021  ·  Umwelt
Wird Wasserstoff ein Markt für alle?

Wasserstoff ist derzeit – auch durch die im letzten Jahr von der Bundesregierung verabschiedete und mit üppigen Milliarden ausgestattete Nationale Wasserstoffstrategie – in aller Munde, wird gar als der Champagner der Energiewende gepriesen. Dabei wird schnell vergessen, dass eine Herstellung von grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse aufwendig, ineffizient und deshalb teuer ist. Dennoch wird um das Element mit dem kleinsten Molekül kein Weg herumführen. Einsätze zu Heizzwecken und in der Mobilität sind denkbar.

Eine aktuelle Befragung der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat ergeben, dass sich das Gros der Verbraucher hier mehr Transparenz wünscht. Ist also ein grünes Gas wie Wasserstoff klimaneutral hergestellt oder nicht? Derzeit eher nicht, weil der sogenannte graue Wasserstoff ja zu 99 Prozent mittels Dampfreformierung aus Erdgas gewonnen wird. Zu Mehrkosten von 10 bis 20 Prozent wäre eine knappe Mehrheit zwar bereit, allerdings liegen die aktuellen Kosten für grünen Wasserstoff etwa viermal höher als für grauen Wasserstoff.

Doch wie realistisch ist es überhaupt, grünen Wasserstoff im trauten Heim und im geliebten Auto zu nutzen?

Zuerst zum Heim.

Wasserstoff zu Hause

Wasserstoff könnte zu Hause im Gas-Brennwertkessel verbrannt werden. Schon jetzt ist das mit einer Beimischung ins Erdgasnetz von bis zu 9,9 Prozent möglich. In den Erdgas-Verteil- und Transportnetzen wären sogar höhere Beimischungen möglich. Experten gehen von 20 Prozent aus. Alles, was darüber ist, müsste geprüft werden.

Der grüne Wasserstoff könnte theoretisch auch in reinen Wasserstoffleitungen zum Verbraucher kommen und dort Brennstoffzellen betreiben. Brennstoffzellen produzieren gleichzeitig Strom und Wärme. Rund 2.000 davon sind in Deutschland installiert. Ein Förderprogramm soll bis 2027 diese Zahl auf 70.000 anheben. Sie werden bisher aber alle ausnahmslos mit Erdgas betrieben, was wiederum nicht klimaneutral ist. Beim Verbrennen in Gasthermen, was ja auch eine Variante wäre, müssten diese ausgewechselt werden, da Wasserstoff ein deutlich anderes Brennverhalten aufweist. Allerdings ist ein reines Wasserstoffnetz zu teuer. Die Kosten lägen nach Schätzungen von Experten bei 270 Milliarden Euro.

Die dritte Möglichkeit wäre, den gewonnenen Wasserstoff zu synthetischem Erdgas, SNG genannt, aufzumethanisieren. Weder an Leitungen noch an Endgeräten wären dann Änderungen oder Anpassungen notwendig. Dieser Prozess ist ebenfalls sehr aufwendig. Das dafür nötige CO2 müsste im besten Fall aus Abfallprozessen der Industrie stammen. Doch die soll ja in Zukunft auch CO2-neutral arbeiten. Eine Abscheidung aus der Luft ist zwar technisch möglich und wird vereinzelt auch praktiziert. Doch sie wäre zu teuer.

Bliebe also nur die Beimischung von grünem Wasserstoff zu Erdgas und dessen Transport im Netz. Das wäre zumindest für einige Jahre eine Zwischenlösung.

Wasserstoff als Antrieb für den PKW

Autos können auf zwei Wegen Wasserstoff nutzen: in einer Brennstoffzelle oder in einem Verbrennungsmotor. Das Verlockende dabei: Wasserstoff hat eine sehr hohe Energiedichte, die der von Benzin in nichts nachsteht und um das bis zu Sechsfache höher ist als die von Lithium-Ionen-Batterien, die in E-Autos zum Einsatz kommen. Allerdings sind seine Lagerung und der Transport im Tank recht aufwendig und nur in gekühlten Druckdanks bei 350 bar für Nutzfahrzeuge oder 700 bar für Pkw möglich. Dann wäre Wasserstoff eine echte Alternative etwa für Nutzfahrzeuge.

Die Nutzung der Brennstoffzelle in Pkw ist schon einige Jahre serienreif. Insbesondere japanische Hersteller, allen voran Toyota, haben sich darauf spezialisiert. Der Mirai ist ein Beispiel dafür. Mit einem Listenpreis von derzeit 80.000 Euro ist er jedoch nicht für jeden Geldbeutel etwas. Doch die Fahrzeuge könnten billiger werden. Sie treffen auf ein immer besser ausgebautes Tankstellennetz. Im zweiten Quartal dieses Jahres soll die 100. Wasserstofftankstelle in Deutschland eröffnet werden, auch wenn das noch der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein wäre. Zum Vergleich: Hierzulande gibt es gut 14.300 Tankstellen, darunter 7.000 Flüssiggastankstellen (LPG) und knapp 900 Erdgastankstellen (CNG). Immerhin – es geht voran, wenn auch nur langsam. Das Forschungszentrum Jülich schätzt die Kosten für den Aufbau dieser Infrastruktur in Deutschland auf 61 Milliarden Euro.

Die zweite Möglichkeit ist die Nutzung des Wasserstoffs in einem Verbrennungsmotor. Versuche dazu gab es während der ganzen Geschichte des Automobil- und Motorenbaus. Dabei kann die bisherige Verbrennungsmotorentechnik beibehalten werden, es braucht also keines neuen Antriebsstranges wie bei der E-Mobilität oder bei Brennstoffzellenfahrzeugen. Zwar ist sein Einsatz sowohl in Diesel- als auch Benzinmotoren denkbar. Letztere sind jedoch etwas besser geeignet.

Großes Forschungsprojekt

Wie nun der Wasserstoff zum Verbraucher, also ins Heim oder an die Tankstelle kommt, ist Gegenstand des Forschungsprojektes H2 vor Ort. Es untersucht, wie der Wasserstoff in Industrie, Wärmemarkt und Mobilität genutzt und idealerweise im Netz transportiert werden kann. Denn die Nachfrage könnte eines Tages flächendeckend sein. Und Deutschlands sehr gut ausgebautes Erdgasnetz wäre natürlich ein sehr guter Transporteur. Über 30 Unternehmen haben zusammen mit dem Fachverband DVGW diskutiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass eine 100-prozentige Versorgung mit Wasserstoff über die Verteilnetze technisch möglich und sinnvoll sei. Außerdem sollten regionale Ressourcen für den Aufbau von dezentralen Power-to-Gas-Anlagen genutzt werden.

Erwähnt werden sollte aber auch, dass sich Wasserstoff nicht nur in Leitungen transportieren lässt. Es geht auch, wie für die Fahrzeuge, in gekühlten Drucktanks, aber auch gelöst in sogenannten LOHCs (für flüssige organische Trägermaterialien oder Liquid Organic Hydrogen Carrier) oder in Ammoniak.

Hören Sie doch mal rein - in den Fachbeitrag auf: https://shk.radio/haustechnikdialog
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Ein Fachbeitrag der Redaktion HaustechnikDialog.

 

15.02.2021  ·  Förderungen
Förderung beantragen und altersgerecht umbauen - so geht es

Das eigene Haus ist nicht nur ein einfaches Haus, es ist ein Zuhause. Und das im besten Falle ein Leben lang. Im fortschreitenden Alter ändern sich die Bedürfnisse beim Thema Wohnen jedoch. Was in jungen Jahren noch als stilvoll oder praktisch angesehen wurde, kann im Alter teilweise nicht mehr allein bewältigt werden. Ein altersgerechter Umbau der eigenen vier Wände ist die Lösung, kann jedoch teuer sein. Zum Glück gibt es dafür Fördermöglichkeiten, über welche die Experten der KVB Finanz aufklären.
Altersgerechtes Umbauen für eine höhere Lebensqualität

Das Altern und die damit einhergehenden körperlichen Einschränkungen kann niemand gänzlich aufhalten. Es ist ungewohnt, wenn im Laufe der Zeit bestimmte Bewegungen oder Handlungen schwieriger zu bewältigen sind als in jungen Jahren. Anstatt sich diesem natürlichen Lauf gedanklich entgegenzustellen, sollte lieber vorausschauend überlegt werden, wie im fortgeschrittenen Alter die Einschränkungen bestmöglich ausgeglichen werden können.

Damit die eigene Lebensqualität nicht leidet, bietet es sich an, bestimmte Maßnahmen zur Erleichterung des Lebens im Alter zu ergreifen. Entsprechende Hilfsmittel und auch ein altersgerechter Umbau der eigenen Immobilie machen es möglich, diesen Lebensabschnitt in vollen Zügen und vor allem selbstständig genießen zu können.

Genau wie bei der Planung der gewünschten Umbaumaßnahmen sollte auch bei der dazugehörigen Finanzierungsplanung ein entsprechender Experte zurate gezogen werden. Die KVB Finanz kümmert sich dabei nicht nur um ein gesundes finanzielles Fundament der geplanten Umbaumaßnahmen, sie ist auch der richtige Ansprechpartner, um die bestehenden Fördermöglichkeiten für das eigene Vorhaben optimal nutzen zu können.

Altersgerecht umbauen - auf die individuellen Wünsche kommt es an

Die eigenen vier Wände altersgerecht umzubauen hilft, auch im höheren Alter die gewohnte und lieb gewonnene Umgebung weiterhin zu bewohnen. Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, die das Leben und die täglichen Abläufe erleichtern. Die durchzuführenden Baumaßnahmen hängen zum einen von den individuellen Wünschen und zum anderen von den baulichen Gegebenheiten sowie dem zur Verfügung stehenden Budget ab.

Mit der passenden Förderung für bestimmte Maßnahmen kann Letzteres deutlich erhöht werden. Die Anforderungen an einen altersgerechten Umbau können sich dabei im individuellen Fall immer unterscheiden. Wer nicht mehr gut laufen kann, hat andere Herausforderungen als jemand, dessen Seh- oder Hörsinn nicht mehr richtig funktioniert. Daher sollte immer individuell beleuchtet werden, welche Alltagshilfen wirklich sinnvoll sind und zum gewünschten Ziel führen: den Bewohnern möglichst lange Halt, Sicherheit und Beständigkeit im eigenen Zuhause zu ermöglichen.

Welche Umbaumaßnahmen sind im Alter sinnvoll und möglich?

Neben der Analyse der aktuellen und zukünftig zu erwartenden Einschränkungen der Bewohner muss auch das Gebäude selbst ausführlich überprüft werden. Nicht jede Immobilie eignet sich aufgrund der Bausubstanz für alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen, dennoch lassen sich meist einige Erleichterungen umsetzen.

Wenn die Gehfähigkeiten nachlassen und Treppen sowie Eingänge zu Hindernissen werden, bietet es sich an, dass Treppenhaus umzubauen und entweder einen Fahrstuhl oder einen Lift zu installieren. Auch eine Rampe im Eingangsbereich erleichtert die Zugänglichkeit, sobald ein Rollator oder eine sonstige Gehhilfe erforderlich wird. Im Badezimmer ist Ebenerdigkeit ebenso von Vorteil. Im Zuge dessen sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Räume nicht vollgestellt sind, um den Durchgang mit Gehhilfen zu erleichtern. Darüber hinaus bietet es sich an, Griffe zum Abstützen anzubringen und erleichternde Hilfsmittel wie elektrische Fensteröffner zu installieren.

Mögliche Umbaumaßnahmen für ein altersgerechtes Wohnen sind zusammengefasst:

Verbreiterung von Türzargen, um mit einem Rollstuhl hindurch zu passen
Anbringung eines Treppenlifts zum Erreichen höher gelegener Etagen
Barrierefreier Umbau des Badezimmers
Zusammenlegung kleiner Räume, um die Bewegungsflächen zu erweitern

Was kostet ein altersgerechter Umbau?

Im Zuge der Planung eines altersgerechten Umbaus der eigenen Immobilie stellt sich die Frage nach den Kosten. Eine allgemeine Antwort kann es allerdings nicht geben. Die Gesamtkosten eines Bauvorhabens richten sich nach unterschiedlichsten Faktoren und sind daher immer individuell zu betrachten. Zu den wichtigsten Punkten zählen dabei:

Wie ist der Grundzustand der umzubauenden Immobilie?
Welche Maßnahmen zum altersgerechten Umbau sollen durchgeführt werden?
Welcher zusätzliche Aufwand muss zur Realisierung der Umbaumaßnahmen betrieben werden?
Wer beispielsweise lediglich ein paar kleinere Anpassungen im Badezimmer wie den Einbau eines Klappsitzes zum Duschen oder die Anbringung von Haltegriffen in der Badewanne plant, auf den kommen nur relativ geringe Kosten zu. Müssen dagegen große bauliche Veränderungen, beispielsweise der Einbau eines Fahrstuhls oder die Verlegung von Wänden durchgeführt werden, um das Haus altersgerecht gestalten zu können, ist dafür ein wesentlich höherer Finanzbedarf einzuplanen.

Um sich im undurchsichtig erscheinenden Dschungel der verschiedensten Förderungsmöglichkeiten zurecht zu finden, ist ein verlässlicher und kompetenter Partner an der Seite unabdingbar. Die KVB Finanz als Kreditvermittler ist hierfür ein passender Ansprechpartner mit langjähriger Erfahrung aus zahlreichen betreuten Finanzierungsvorhaben.

Welche Fördermöglichkeiten für einen altersgerechten Umbau gibt es?

Die Realisierbarkeit der geplanten Umbaumaßnahmen hängt immer von der Größe des eigenen Budgets ab. Um dieses zu erweitern und damit auch im vorangeschrittenen Alter das Bewohnen der eigenen Immobilie zu ermöglichen, können entsprechende Fördermittel genutzt werden.

Je nach Bundesland stehen hierfür unterschiedlichste Fördermittel bereit, die sich nach individuellen Vergaberichtlinien richten. In jedem Fall kann aber auch auf die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zurückgegriffen werden, die bundesweit Fördermittel bereitstellt. Die maßgeblichen Förderprogramme der KfW hierfür sind:

Programm 159 "Altersgerecht Umbauen - Kredit"
Programm 455-B "Altersgerecht Umbauen - Investitionszuschuss - Barrierereduzierung"
Beide Programme können unabhängig von der körperlichen Verfassung und dem Alter des Beantragenden genutzt werden. Die einzelnen Kriterien und Einzelheiten dieser Förderprogramme sind in den entsprechenden Merkblättern der KfW zusammengefasst. Die wichtigsten Maßnahmen, welche mit den KfW-Förderprogrammen unterstützt werden können, sind:

Umbauten von Wegen zu Gebäuden und Maßnahmen im Wohnumfeld
Umbaumaßnahmen im Eingangsbereich und dem Wohnungszugang
Abbau von Schwellen und Hilfe zur Überwindung von Treppen und Stufen
Änderung der Raumaufteilung in der Immobilie
Maßnahmen in Sanitärräumen und Badumbauten
Hilfsmittel und Maßnahmen zur Unterstützung im Alltag, bei der Orientierung und der Kommunikation
Errichtung von Gemeinschaftsräumen und Förderung von Mehrgenerationenwohnen
Umbau zum "Standard Altersgerechtes Haus" (Maßnahmenpaket der KfW)
Ganz gleich, für welche Maßnahmen die Förderung beantragt werden soll, als Privatperson ist es unmöglich, diese allein zu beantragen. Die Antragsstellung muss immer über eine Bank oder einen qualifizierten Kreditvermittler erfolgen. Da neben der eigentlichen Förderung oft noch zusätzlicher Finanzbedarf für die Realisierung des Umbauprojekts besteht, sind Kreditvermittler hierbei die bessere Wahl. Während Banken nur die eigenen Produkte an die Kunden bringen möchten, können unabhängige Kreditvermittler wie die KVB Finanz aus einem großen Pool unterschiedlichster Finanzierungsangebote das Beste für den Kunden heraussuchen.

Wie hoch ist die Förderung der KfW für altersgerechtes Umbauen?

Mit den Fördermitteln der KfW kann nicht der komplette altersgerechte Umbau bezahlt werden. Allerdings unterstützt die KfW solche Vorhaben mit nicht unerheblichen Summen, wodurch sich der eigene finanzielle Spielraum erweitern lässt. Je nach Förderprogramm sind dies:

KfW 455 B - Investitionszuschuss "Altersgerecht Umbauen"
Maßnahmen zur Errichtung des "Standard Altersgerechtes Haus": 12,5 % der förderfähigen Kosten, maximal 6.250 Euro pro Wohneinheit
Einzelmaßnahmen zum Abbau von Barrieren: 10 % der förderfähigen Kosten, maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit
KfW 159 - Kredit "Altersgerecht Umbauen"
Maximale Finanzierungssumme: 50.000 Euro
Effektiver Jahreszins p. a.: 0,78 %
Zinsbindung: 5 - 10 Jahre
Tilgungsfreie Anlaufzeit: bis zu 10 Jahren
Beide Förderprogramme sind miteinander kombinierbar. Mit dem zinsvergünstigten Kredit der KfW können also Zinskosten gegenüber herkömmlichen Bankkrediten gespart werden - der Investitionszuschuss erweitert den finanziellen Spielraum ohne Rückzahlungsverpflichtung.

Wie kann die Förderung beantragt werden?

Um die Fördermittel zum altersgerechten Umbau der eigenen Immobilie zu beantragen, sollte ein entsprechend qualifizierter Experte zurate gezogen werden. Die KVB Finanz unterstützt hierbei mit ihrem fachlichen Wissen und jahrelanger Erfahrung. Neben der Beantragung von Fördermitteln der KfW oder landesabhängigen Fördertöpfen ist die KVB Finanz auch der richtige Ansprechpartner zur Finanzierungsplanung des gesamten Umbauvorhabens.

Vor allem dann, wenn die eigenen Ersparnisse nicht zur Finanzierung ausreichen, kann es sinnvoll sein, nach zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. Auch hierfür ist die KVB Finanz dank ihrer Kompetenz und Erfahrung aus einer Vielzahl an betreuten Finanzierungsprojekten der ideale Ansprechpartner

 

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Wir möchten ein Höchstmaß an Kundenzufriedenheit erreichen – die Anerkennung dessen zeigen unsere Kunden beispielsweise per Bewertung auf Google. Wir sind sehr stolz auf 4,9 von 5 Sternen sowie über 220 konstruktive Kommentare und Meinungen und arbeiten stetig daran, dieses Niveau zu behalten und zu verbessern.

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