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11.12.2020  ·  Wärme
Alles über Holzpellets

Die kleinen Stäbchen aus Holz werden als Wärmelieferant immer beliebter. Kein Wunder, denn sie haben eine Reihe interessanter Eigenschaften und Vorteile. Alle Infos rund um die Pelletheizung bietet auch das Serviceportal www.intelligent-heizen.info. Holzpellets sind in Stäbchenform gepresste Holzreste, wie sie beispielsweise in Sägewerken anfallen. Diese werden in einem einfachen, schonenden Verfahren zu einem attraktiven Brennstoff für den heimischen Ofen verarbeitet.
Wie werden Holzpellets hergestellt?

Bei der Herstellung entzieht man den Holzresten in einer Trocknungsanlage zunächst die Feuchtigkeit. Im nächsten Schritt werden die noch ungleich großen Reste zu Millimeter langen Holzspänen zerkleinert. Diese Späne werden schließlich erwärmt und unter hohem Druck durch eine Matrize gepresst in die typische Zylinderform gebracht. Holzeigene Lignine und Harze sorgen für den Zusammenhalt der Pellets. Nach dem Pressen werden die Holzpellets auf eine einheitliche Länge gekürzt und durchlaufen einen weiteren Trockenvorgang. Das Ergebnis: ein hochwertiger, klimafreundlicher Brennstoff, der sich zudem einfach transportieren, lagern und dosieren lässt.

Welche Sorten gibt es?

Da unterschiedliche Hölzer unterschiedliche Eigenschaften haben, die jeweils eine eigene Verarbeitung verlangen, sind Holzpellets sortenrein, d. h. man erhält sie in einer Baumart, beispielsweise von der Fichte, Kiefer oder Buche.

Wie funktioniert ein Pelletofen?

Holzpellets werden in speziellen Pelletöfen verbrannt. Ein Vorteil: Beim Betrieb entstehen weniger Rückstände (wie beispielsweise Asche) als bei Holzscheiten. Die Pellets werden in einen Vorratstank gefüllt, der in den Ofen integriert ist. Von dort fällt die benötigte Menge in eine Brennmulde und wird über einen Zünddraht entflammt. Das Nachlegen, wie bei einem Kaminofen notwendig, entfällt. Bei einer elektronisch gesteuerten Mechanik ermöglichen eine Zeitschaltuhr und ein Temperaturregler einen komfortablen automatisierten Betrieb. Erreicht die Raumtemperatur einen vorher bestimmten Wert, schaltet der Pelletofen sich automatisch ab. Durch eine große Sichtscheibe lässt sich beim Verbrennen das Flammenspiel betrachten. Die Strahlungswärme ist der Sonnenstrahlung ähnlich und wird als sehr angenehm empfunden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Pelletheizung und einem Pelletofen?

Eine Pelletheizung übernimmt in der Regel die Aufgabe einer Zentralheizung, die das Gebäude mit Wärme und Warmwasser versorgt. Ein Pelletofen hingegen wird wie ein Kamin genutzt, sofern er nicht wasserführend betrieben wird. Häufig wärmt er so ein Wohnzimmer. Freie Sicht auf die Flamme durch die verglaste Feuerraumtür macht dann das behagliche Gefühl perfekt. Wird ein Pelletofen hingegen wasserführend betrieben, kann er auch die Heizung unterstützen.

Wie werden Holzpellets gelagert?

Holzpellets können als Sackware oder auf einer Palette gekauft oder bequem nach Hause geliefert werden. Die Lagerung ist in Kellerräumen oder auf dem Dachboden möglich, Hauptsache trocken. Vorräte sollten innerhalb einer Heizsaison verbraucht werden, da die Qualität des Brennstoffs nach langer Lagerung nachlässt. Je nach Größe, Lagermenge und Leistung des Heizkessels sind bei der Pelletlagerung Vorschriften zu beachten und bestimmte technische Anforderungen zu erfüllen, die durch gesetzliche Verordnungen und Richtlinien der Länder definiert sind. Fachhändler geben Auskunft, welche Regelung in den Bundesländern greifen.

Wie klimafreundlich sind Holzpellets?

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Die aus ihm hergestellten Holzpellets gelten als klimafreundlicher Brennstoff, weil sie beim Verbrennen verhältnismäßig wenig CO2 freisetzen – nämlich exakt so viel, wie das Holz zuvor zum Wachsen aufgenommen hat. Zur Kennzeichnung der Nachhaltigkeit der Holzpellet-Rohstoffe gibt es verschiedene Gütesiegel. Das ENplus-Zertifikat beispielsweise stellt Anforderungen an die Pellets-Herstellung, Qualitätssicherung, Kennzeichnung, Logistik, Zwischenlagerung und an die Auslieferung zum Verbraucher. Heute werden fast alle der in Deutschland hergestellten Pellets nach den strengen ENplus-Vorgaben produziert. Verbraucher finden das ENplus-Zeichen beim Pelletkauf auf dem Lieferschein oder den Pelletsäcken.

Kann man sich einen Pelletofen staatlich fördern lassen?

Pelletöfen mit Wassertasche und Pelletheizungen werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beim Heizungstausch bezuschusst. Zusätzlich kann man eine Reihe von Boni erhalten. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert Pelletöfen und Pelletkessel zudem mit zinsgünstigen Kreditangeboten. Ab 2021 können Hauseigentümer für eine Holzzentralheizung oder einen wasserführenden Pelletofen, die ab 2020 in einer selbstgenutzten Immobilie installiert wurden, auch eine Steuerförderung in Höhe von 20 Prozent der förderfähigen Kosten in Anspruch nehmen.

Bis Ende 2020 greift für bestimmte Investitionen in eine Pelletheizung auch noch das Förderprogramm für die Heizungsoptimierung (HZO) mit einer Förderung von 30 Prozent der NettoInvestitionskosten. Voraussetzung ist, dass das zu optimierende Heizungssystem seit mindestens zwei Jahren in Betrieb ist. Das HZO ist für Holzfeuerungen aber nur dann sinnvoll, wenn eine Förderung über das MAP-Programm der BAFA nicht möglich ist, wie beispielsweise bei der nachträglichen Optimierung oder der Nachrüstung eines Pufferspeichers bei einem Pelletkessel oder einem wasserführenden Pelletofen. Die genauen Förderbedingungen sind komplex. Um die passende Förderlösung für ein persönliches Wärmekonzept zu erhalten, ist die Beratung durch einen Fachexperten notwendig. Vorab kann aber auch ein Fördermittel-Tool eine erste Orientierungshilfe sein.

Wie ist die Preisentwicklung bei Holzpellets?

Der Preis für Pellets ist stabil und Pellets sind im Vergleich zu anderen Brennstoffen auch günstig. Heizöl beispielsweise war 2019 im Schnitt mit 6,88 ct/kWh um 37 Prozent teurer als Pellets, Gas mit durchschnittlich 6,23 ct/kWh um 24 Prozent.

 

10.11.2020  ·  Wärme
Ab November gilt das neue Gebäudeenergiegesetz

Seit dem 1. November 2020 ist es soweit: Das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) sowie das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) wurde von dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst.

Mit dem Ziel, ein einheitliches Regelwerk für die energetischen Anforderungen an Gebäude zu schaffen und die Umsetzung zu erleichtern, wurde das Gebäudeenergiegesetz ins Leben gerufen. Es dient außerdem dazu, die von der EU vorgeschriebene Regelung des Niedrigstenergiegebäudestandards (NZEB) rechtlich zu verankern. Das GEG beinhaltet unter anderem Vorgaben für Neubauten und für Bestandsgebäude zur Heizungs- und Klimatechnik sowie zum Wärmeschutz. Diese sollen dazu beitragen, den Energiebedarf eines Gebäudes zu begrenzen.

Im Neubau - mehr Flexibilität bei der Nutzung erneuerbarer Energien

Bei Neubauten schreibt das GEG die Nutzung erneuerbarer Energien vor und führt neue Flexibilisierungsoptionen ein. Diese ermöglichen unter anderem, dass bei der energetischen Bilanzierung selbst erzeugter Strom angerechnet werden kann. So können Sie beisitzpielsweise durch eine Photovoltaikanlage Ihre Energiebilanz verbessern und die Anforderungen des GEG leichter erfüllen. Ansonsten bleibt die bisher gültige Technologieoffenheit erhalten.

Hinweis: Die energetischen Anforderungen an Gebäude wurden im GEG nicht erhöht. Bei Neubauten gilt der ehemals festgelegte Endenergiebedarf von 45 bis 60 kWh pro m2 Nutzfläche, wobei die Vorgaben für den Wärmeschutz etwas gelockert wurden. Die Anforderungen sollen 2023 überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Tipp: Staatliche Fördermittel für eine neue Heizung im Neubau machen die Entscheidung für eine klimaschonende Wärmeerzeugung leichter.

Im Bestand – ab 2026 kein Einbau neuer Ölheizungen

Ab 2026 dürfen Öl- oder Kohleheizungen nur dann noch eingebaut werden, wenn das Haus über keinen Gas- oder Fernwärmeanschluss verfügt, sich auf Neubaustandard befindet oder erneuerbare Energien zum Einsatz kommen, wie beispielsweise bei Hybridheizungen. Auch wenn Sie Modernisierungspläne schmieden, sollten Sie sich vorher erkundigen, welche Vorschriften des GEG für Ihre Pläne zentral sind. So müssen beispielsweise neue Heizungs- und Wasserohre gedämmt werden oder Klima- und Lüftungsanlagen durch Fachpersonal regelmäßig überprüft werden.

Hinweis: Das GEG verpflichtet nicht dazu, ab 2026 bestehende Ölheizungen stillzulegen. Allerdings sollten Sie die Austauschplicht im Blick behalten, die in der Energieeinsparverordnung enthalten war und in das GEG integriert wurde. Demnach müssen Sie Heizungsanlagen, die älter als 30 Jahre sind, austauschen, solange Sie nicht seit Anfang 2002 in Ihrem Haus wohnen.

Tipp: Auch bei der Heizungsmodernisierung unterstützt der Staat. Seit Anfang 2020 können Sie bereits von dem neuen Steuerbonus, der aktualisierten BAFA-Förderung und den geänderten KfW-Förderungen profitieren. In der Serie „Fördermittel nutzen“ erfahren Sie mehr. 

Weitere Vorgaben GEG – Energieausweis und Fachberatung verpflichtend

Wenn Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung neu vermieten oder verkaufen wollen, brauchen Sie künftig einen Energieausweis, der potenziellen Mietern und Käufern einen Einblick in die energetische Qualität bietet und dabei hilft, die Energiekosten besser abzuschätzen. Auch Maklerinnen und Makler müssen dieser Pflicht nachgehen. Das wurde im GEG neu festgelegt. Der Energieausweis ist spätestens beim ersten Besichtigungstermin unaufgefordert vorzulegen.

Außerdem sind Sie dazu verpflichtet, sich von einer Fachperson beraten zu lassen, wenn Sie Ihr Haus komplett sanieren bzw. wesentliche Maßnahmen umsetzen wollen. Diese sollte zur Ausstellung von Energieausweisen berechtigt sein. Überdies schreibt das GEG die regelmäßige Kontrolle von Klima – und Lüftungsanlagen durch Fachpersonal vor, die in bestimmten Fällen mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet sein müssen.

Hinweis: Bei Verstößen gegen das Gebäudeenergiegesetz müssen Sie mit Bußgeldern rechnen, denn diese können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie die Anforderungen an die energetischen Eigenschaften im Neubau oder bei der Sanierung nicht einhalten, Energieausweise nicht vorlegen oder Ihre Klima- oder Lüftungsanlagen nicht überprüfen lassen.

03.11.2020  ·  Wärme
Heizspiegel 2020: Heizkosten steigen – Sanierung und Umstieg auf Erneuerbare bieten Sparpotenzial

Verbraucher müssen für das Abrechnungsjahr 2019 mit höheren Heizkosten rechnen. Das zeigt der Heizspiegel für Deutschland 2020, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online heute veröffentlicht hat. Die Kosten für eine erdgasbeheizte 70-Quadratmeter-Wohnung liegen durchschnittlich bei 720 Euro.

Damit stiegen die Heizkosten im Jahr 2019 im Schnitt um 20 Euro (+ 2,9 Prozent). Maßgeblich dafür waren das kühle Wetter und die mäßig gestiegenen Erdgaspreise (+ 3,4 Prozent). Für die Analyse wurden mehr als 147.000 Datensätze aus zentral beheizten Wohngebäuden in ganz Deutschland ausgewertet.

Auch Heizen mit Öl, Fernwärme und Wärmepumpe teurer

Die Kosten für das Heizen mit Öl, Fernwärme und Wärmepumpe zogen in der Heizsaison 2019 ebenfalls an (Heizöl: 855 Euro / + 1 Prozent, Fernwärme: 890 Euro / + 3,5 Prozent, Wärmepumpe: 735 Euro / + 7,3 Prozent). Erstmals wurden Holzpellets in die Analyse aufgenommen. Mit diesem Energieträger kostete das Beheizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung im Schnitt 590 Euro. Grund für die gestiegenen Kosten waren neben dem kühleren Wetter auch die höheren Preise für Fernwärme (+ 2,2 Prozent) und Strom für Wärmepumpen (+ 3,8 Prozent). Der Preis für Heizöl sank leicht (- 2 Prozent).

Prognose: Erdgas-Heizkosten voraussichtlich stabil

Die Vorausschau für den Abrechnungszeitraum 2020 zeigt: Verbraucher, die mit Erdgas heizen, können mit stabilen Kosten rechnen. Wie die Heiz-Experten von co2online prognostizieren, steigen die Kosten für das Heizen mit Wärmepumpen weiter (circa + 4 Prozent), während die für Fernwärme (circa - 2 Prozent), Holzpellets (circa - 4 Prozent) und Heizöl (circa - 18 Prozent) voraussichtlich sinken.

Umstieg auf Erneuerbare hilft, Geld und CO2 zu sparen

Auf erneuerbare Energieträger zu setzen lohnt sich: Ab 2021 sparen Eigentümer, die auf nicht fossile Energieträger umsteigen, den CO2-Preis. Zudem sind bis zu 45 Prozent der Kosten für den Umstieg staatlich förderfähig. Wie der Blick auf den aktuellen Heizspiegel zeigt, bleibt auch die energetische Sanierung ein wesentlicher Baustein fürs Energiesparen: Bewohner einer durchschnittlichen Wohnung in sanierten Gebäuden zahlen bis zu 545 Euro weniger fürs Heizen als die in unsanierten.

„Sanierung ist der schlummernde Riese fürs Energiesparen“

„Die energetische Gebäudesanierung und Optimierungen im Bestand sind der schlummernde Riese fürs Energiesparen und für den Klimaschutz“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „Wir erleben immer wieder, dass vielen Verbrauchern dieses Potenzial noch nicht bewusst ist. Mit co2online können sie den ersten Schritt gehen, um ihren CO2-Fußabdruck ein ganzes Stück zu verkleinern.“

„Um Mieter nicht zusätzlich zu belasten, sollten Sanierungen warmmietenneutral erfolgen“, sagt Dr. Melanie Weber-Moritz, Bundesdirektorin des Deutschen Mieterbundes (DMB). „Nur Eigentümer können die Heizungsanlage erneuern und so die Voraussetzungen für einen geringeren Verbrauch schaffen. Durch bewusstes Heizen und Lüften können auch Mieter geringfügig sparen, allerdings ist dafür eine transparente Heizkostenabrechnung mit der korrekten Angabe der individuellen Verbräuche elementar.“

„Die aktive Nutzung des Heizspiegels in der Kundenkommunikation zahlt dabei auf ein klimafreundliches Verhalten der Kundinnen und Kunden ein. Kommunale Energieversorger können die Verbraucher dabei mit ihren Energiedienstleistungen unterstützen. So kann jeder Einzelne durch richtiges und effizientes Heizen CO2 senken und damit zum Erreichen der Klimaziele beitragen“, sagt Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen e. V. (VKU).

 

22.10.2020  ·  Wärme
Heizkosten sparen: alte Thermostate austauschen

Spätestens nach 15 Jahren sollten Verbraucher ihre Heizkörper-Thermostate prüfen. Sonst drohen unnötige Heizkosten und CO2-Emissionen. Darauf macht die Kampagne "Meine Heizung kann mehr" (www.meine-heizung.de) der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online aufmerksam.

Herkömmliche mechanische Thermostatventile nutzen sich mit der Zeit ab. Dann lassen sie sich nur noch schwer bedienen, funktionieren nur noch teilweise oder gar nicht mehr. Die Folge sind zu heiße oder auch zu kalte Heizkörper. Eigentümer und Mieter können Thermostate selbst und ohne großen Aufwand austauschen (www.meine-heizung.de/thermostat).

65 bis 100 Euro Heizkosten pro Jahr sparen

Neue Thermostate sind schon ab etwa 8 Euro zu haben. Einfache programmierbare Thermostate kosten mit etwa 10 Euro kaum mehr. Durch zusätzliche Funktionen erleichtern sie das Senken der Heizkosten. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus können so rund 100 Euro pro Jahr gespart werden (425 Kilogramm CO2), in einer Wohnung etwa 65 Euro (250 Kilogramm CO2). Smarte Thermostate oder Smart-Home-Systeme zur Heizungssteuerung sind teurer, können sich aber ebenfalls innerhalb weniger Jahre rechnen.

Tipp für Hauseigentümer - mit 30 Prozent Zuschuss

Hauseigentümer sollten zusätzlich prüfen, ob ein hydraulischer Abgleich oder ein Pumpentausch sinnvoll ist. Damit lässt sich eine Heizanlage optimal einstellen. Ohne Optimierung kann es ebenfalls zu kalten oder zu heißen Heizkörpern kommen. Für einen hydraulischen Abgleich oder Pumpentausch gibt es aktuell noch einen staatlichen Zuschuss von 30 Prozent.

14.07.2020  ·  Wärme
Heizung im Sommer: Darauf sollten Sie achten

Im Sommer macht auch die Heizung Ferien? Nicht ganz. Doch wer auf die richtige Einstellung der Anlage achtet, kann in den warmen Monaten Heizkosten sparen. Bei veralteten Geräten bietet sich die Sommerzeit für eine Sanierung an. Das Serviceportal „Intelligent heizen“ informiert über die Möglichkeiten einer staatlichen Förderung für eine neue Heizung.

Einfach mal abschalten – das ist ein guter Plan für die Urlaubs- und Ferienzeit. Aber gilt das auch für die Heizung? Für Hauseigentümer kann sich das Abstellen der Heizung lohnen, um so in den wärmeren Monaten Energie und Heizkosten zu sparen. Dabei gilt es jedoch, je nach Anlage einige Punkte zu beachten. So sorgt die Heizung in den meisten Häusern zum Beispiel nicht nur für warme Räume, sondern auch für warmes Trinkwasser zum Kochen, Baden und Duschen. Und das wird natürlich auch im Sommer gebraucht. 

Automatischer Sommerbetrieb bei modernen Heizungen

Statt in diesen Fällen die Heizung also ganz auszuschalten, sollte sie auf Sommerbetrieb umgestellt werden. Dabei werden dann nicht mehr die Heizkörper, wohl aber das Wasser für Küche und Bad erwärmt. Je nach Modell wird der Sommerbetrieb direkt am Heizkessel eingestellt. Moderne Geräte hören aber ab einer bestimmten Außen- oder Raumtemperatur automatisch auf zu heizen. Nach welcher Temperatur sich die Heizung richtet, hängt davon ab, ob sie über eine außentemperaturgeführte oder eine raumtemperaturgeführte Steuerung verfügt. Mit anderen Worten: Der Temperatursensor ist entweder außerhalb oder innerhalb der Wohnräume installiert. Die Frage „An oder aus“ stellt sich also gar nicht mehr, da moderne Regelsysteme das selbst übernehmen. An empfindlich kühlen Sommertagen springt die Heizung automatisch wieder an, sobald eine bestimmte Temperatur unterschritten wird. Bei Modellen, die sich nach der Außentemperatur richten, sind das in der Regel 17 Grad Celsius. In gut gedämmten Gebäuden muss die Heizung oft sogar bei 12 Grad Celsius noch nicht anspringen, da sich die Wärme in den Innenräumen länger hält. Das spart noch mehr Energie. Die voreingestellte Temperaturgrenze kann aber auch individuell an die persönlichen Wärmebedürfnisse angepasst werden.

Ein Tipp: Im Sommerbetrieb sollten die Thermostatventile geöffnet bleiben, das heißt auf Stufe 5 eingestellt werden. Das verringert das Risiko, dass sich diese über den Sommer verklemmen und schlimmstenfalls zu Beginn der Heizsaison erneuert werden müssen.

Sommersaison für Sanierung nutzen

Wenn die Heizung noch nicht über eine moderne Regelung verfügt, dann muss die Einstellung auf den Sommerbetrieb manuell vom Fachhandwerker vorgenommen werden. Die bessere Lösung in diesem Falle ist aber, die veraltete Anlage dauerhaft abzustellen und gegen ein modernes Gerät zu tauschen. Neben dem Plus an Komfort spart der geringere Energieverbrauch eine Menge Heizkosten ein. Auch der CO2-Ausstoß sinkt, insbesondere dann, wenn die neue Anlage erneuerbare Energien nutzt – wie etwa eine Hybridheizung.

Die warmen Sommermonate sind der perfekte Zeitpunkt, um die Modernisierung anzugehen. Zum einen sind Fachhandwerker außerhalb der Heizperiode meist weniger ausgelastet, zum anderen riskiert der Hauseigentümer während der Umbauarbeiten keine kalten Füße.


Wir informieren Sie als qualifizierter Fachbetrieb gerne über die verschiedenen Möglichkeiten eines Heizungsaustauschs und beraten Sie zu den attraktiven Zuschuss- und Kreditmöglichkeiten für die Sanierung. Da die Fördermittel im Jahr 2020 deutlich erhöht sowie die Mehrwertsteuer seit dem 1. Juli reduziert wurde, profitieren Sie doppelt. Kontaktieren Sie für weitere Informationen und eine kompetente Beratung unseren SHK-Meister Kai Forg (kf@hinz-koeln.de).

06.07.2020  ·  Wärme
BDH: Jede zweite Heizung in Deutschland ist veraltet

56 Prozent der insgesamt ca. 21 Millionen in Deutschland installierten Heizungen sind technisch veraltet und damit unzureichend effizient. Das ist das zentrale Ergebnis der Erhebungen, die der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) und der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) jährlich durchführen. „Über die Hälfte der Heizungsanlagen ist 20 Jahre alt und älter.

Wir sollten unsere Kunden darauf hinweisen, dass diese Anlagen mittlerweile als energetisch ineffizient anzusehen sind“, so Oswald Wilhelm, Präsident des ZIV. Dem Stand der Technik entsprechen gerade einmal 5,1 Millionen Gas- oder ÖlBrennwertanlagen sowie die Anlagen, die erneuerbare Energien einkoppeln. Dies trifft auf die rund 0,9 Millionen Biomassekessel, eine Million Wärmepumpen sowie 2,4 Millionen Brennwertgeräte in Kombination mit einer solarthermischen Anlage zu. „Der Blick auf den Anlagenbestand macht deutlich, dass die dringend benötigte Wärmewende noch in weiter Ferne liegt“, kommentiert BDH-Präsident Uwe Glock. „Im Sinne des Klimaschutzes und der Erreichung der Klimaziele müssen die enormen Potenziale des Wärmemarktes beschleunigt gehoben werden.“

Weiterfinanzierung der Förderung sicherstellen

Der Klimaschutzplan der Bundesregierung sieht vor, dass im Gebäudesektor die Treibhausgasemissionen von 119 Mio. Tonnen (Referenzjahr 2014) bis zum Jahr 2030 auf 72 Millionen Tonnen reduziert werden müssen. Im Rahmen des Green Deal der EU werden diese Ziele gegebenenfalls weiter verschärft. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung zu Beginn des Jahres im  Rahmen des Klimapakets die Förderung für effiziente Heizsysteme vereinfacht und aufgestockt. „Die neue Förderung zeigt erste positive Markteffekte“, erläutert BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke. „Wir brauchen eine verlässliche Ausfinanzierung der beschlossenen Förderprogramme von KfW und BAFA. Ein Förderstopp würde den derzeit noch positiven Marktverlauf abrupt unterbrechen“, so Lücke weiter. 

29.04.2020  ·  Wärme
Modern, komfortabel und sicher – das altersgerechte Bad

Die Motivation der Kunden, sich mit dem Thema „altersgerechtes Bad“ auseinanderzusetzen, ist unterschiedlich. Teilweise besteht ein akuter Anlass und es müssen vor der Entlassung aus dem Krankenhaus oder einer Rehamaßnahme schnell Anpassungen im Bad vorgenommen werden. Häufiger sind es aber Interessierte der Generation 50+, die sich ein Komfortbad wünschen, mit dem sie für die Zukunft gerüstet sind.

Diese Kunden suchen einen Handwerker, der vorausschauend plant und weiß, dass durch ein höheres Alter die Ansprüche an Ästhetik, Komfort und Qualität nicht verloren gehen.

Bis ins hohe Alter selbstständig zuhause leben und sich dabei sicher und wohlfühlen – das wünschen sich viele Menschen. Dem Bad kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn die eigenständige Körperpflege ist die Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Ein altersgerechtes Bad zu planen, bedeutet aber nicht Krankenhausflair und Pflegestationatmosphäre. Vielmehr lassen sich mit guter Gestaltung, passenden Sanitärkeramiken und Möbeln schicke Bäder kreieren, in denen sich nicht nur Senioren wohlfühlen.

Wohnkomfort im Alter – Lösungen, die ineinandergreifen

In jungen Jahren geht die Körperpflege leicht von der Hand – eventuelle Schwellen zur Dusche werden leicht überwunden, das Zähneputzen und die Morgentoilette funktionieren einwandfrei im Stehen. Doch mitunter sind es gerade diese scheinbaren Alltäglichkeiten, die im Alter oder bei Mobilitätseinschränkungen Schwierigkeiten bereiten können. Daher sollte das altersgerechte Bad barrierearm und mit viel Bewegungsfreiheit gestaltet werden.

Die Walk-In-Dusche – attraktiv und pflegeleicht

In fast jedem modernen Bad findet sich heutzutage eine bodenebene Dusche. Und das nicht ohne Grund: Sie sieht nicht nur elegant aus und lässt sich leicht reinigen, sie sorgt auch für mehr Platz im Bad. Zudem ist sie leicht zu begehen, und zwar für jeden. Menschen mit Mobilitätseinschränkung erhalten durch eine bodenebene Dusche ein großes Stück Selbstbestimmtheit oder gewinnen sie dadurch zurück. Ist die Grundfläche ausreichend groß, können sich darin sogar Rollstuhlfahrer selbständig duschen.

Für jede räumliche Situation und für jeden individuellen Geschmack gibt es die passende bodenebene Lösung: Von Duschelementen mit Wandablauf über Bodenabläufe und Duschrinnen bis hin zu Duschflächen. Das Duschelement beispielsweise verlegt den Wasserablauf vom Boden in die Wand und stellt damit eine unterbrechungsfreie Gestaltung des Bodenbelags sicher. Besonders ästhetisch und zugleich hygienisch sind Duschrinnen wie die Geberit CleanLine. Dank ihrer Gestaltung besitzt sie kaum verdeckte Bereiche, in denen sich Verschmutzungen ansammeln können. Die Duschrinne ist gut zugänglich und lässt sich einfach reinigen. Ein integrierter Kammeinsatz, der sich mit nur einem Handgriff entfernen und mühelos reinigen lässt, sorgt für zusätzliche Hygiene. Die Duschrinne kann einfach abgelängt werden und so exakt an die benötigten Einbaumaße des Duschplatzes sowie an das Fliesenbild angepasst werden. Ein weiterer Vorteil: Geberit CleanLine kann frei nach Kundenwunsch platziert werden – eine Montage direkt an der Wand, wandnah oder auch in der Mitte des Duschbodens ist möglich.

Ebenfalls plan- und schwellenlos lassen sich Duschflächen wie Geberit Setaplano aus robustem Mineralwerkstoff in den Boden einbinden. Die Trennung der Dusche vom umliegenden Boden schafft eine optisch klare Gliederung der Funktionsbereiche im Bad, ohne die Bewegungsfreiheit des Nutzers einzuschränken. Die Oberfläche fühlt sich sanft und warm an. Das Material ist besonders rutschhemmend (Klasse B) und reinigungsfreundlich. Kanten im Ablaufbereich, in denen sich Schmutz ablagern kann oder die eine Stolperfalle darstellen könnten, sucht man vergebens. Dank Einbaurahmen und intelligenter Systemtechnik lässt sich die Duschfläche einfach und sicher installieren.

Ganz gleich, für welche bodenebene Duschlösung sich der Kunde entscheidet, bei Bedarf kann problemlos ein Hocker aufgestellt werden. Ebenso kann bei der Planung der Duschfläche eine Verstärkung im Vorwandsystem berücksichtigt werden, an der eine Reling befestigt werden kann. Bei Bedarf kann in diese ein Dusch-Sitz eingehängt werden. Auch Duscharmaturen, die aus sitzender Position leicht erreichbar und bedienbar sind, lassen sich leicht nachrüsten. Ein Duschbrausen-Set mit Einhebelmischer ist von Vorteil, da sich Temperatur und Wasserfluss mit nur einem Griff regulieren lassen.

Der Waschplatz im altersgerechten Bad – Optimale Bewegungsfreiheit

Der Waschplatz im altersgerechten Bad sollte als zentraler Funktionsbereich uneingeschränkt nutzbar sein – auch im Sitzen. Insbesondere, falls ein Hocker oder später vielleicht ein Rollstuhl benötigt wird. Aus diesem Grund sollte der Waschtisch unterfahrbar sein und ausreichend Beinfreiheit bieten.

Ideal für die entspannte Körperpflege im Sitzen sind Waschtische mit zwei Wasserebenen wie beispielsweise der Waschtisch der Badserie Geberit Renova Comfort. Durch diese Stufe entsteht bei halbgefülltem Becken ein halbtrockener Bereich, der Ablagefläche für Waschlappen, Rasierer etc. bietet. Ist das Becken komplett mit Wasser gefüllt, kann der Nutzer beim Waschen die Arme bequem auf den geraden Seitenflächen auflegen. Die Front- und Seitenbereiche des Waschtisches sind leicht umgreifbar und erleichtern das Aufstehen, Niedersetzen oder Heranziehen mit dem Rollstuhl. Eine spezielle, an den Keramikseiten von unten angebrachte Greifzone gibt zusätzliche Sicherheit.

Das Generationenbad – Lösungen, die ineinandergreifen

Gerade am Waschplatz ist es wichtig, auf Pflegeutensilien und Kosmetikartikel bequem zugreifen zu können. Doch bei der Körperpflege im Sitzen ist am Waschtisch kein Platz für einen herkömmlichen Unterschrank. Auch möchte man nicht immer alles sichtbar auf der Waschtischablage stehen haben. Eine clevere Lösung für dieses Problem bietet beispielsweise Geberit mit dem Unterschrank Renova Comfort, der sich speziell für altersgerechte und barrierearme Komfortbäder eignet. Das Besondere: Die Schränke sind mit in der Mitte zurückgesetzten Regalböden ausgestattet, sodass bei geöffnetem Unterschrank unter dem Waschtisch genügend Raum für die Beine bleibt, um sich hinsetzen bzw. ihn unterfahren zu können. Ausgesprochen praktisch sind die gut erreichbaren Regale in den Unterschranktüren, die für ausreichend Stauraum für Kosmetikartikel in Reichweite sorgen. Eine Reling am Regal verhindert, dass die Badutensilien herausfallen können.

Grundsätzlich gilt: Alle Badmöbel sollten ausreichend Platz bieten, gut erreichbar sein und mit Ordnungssystemen für eine klare Aufteilung sorgen. Statt eines Hochschranks könnte eine Überlegung daher sein, zwei Seitenschränke einzuplanen. Ebenso wichtig ist ein bequemes Handling. So erleichtern breite Griffe das Öffnen von Schränken. Auch Funktionen wie Push-to-open und SoftClosing machen das Öffnen und Schließen von Schubladen und Schranktüren komfortabler.

Tiefgezogene Spiegel – Hochformat mit gleichmäßiger Ausleuchtung

Beim altersgerechten Waschplatz gilt es in puncto Spiegel insbesondere die Größe zu beachten. Da der Spiegel im Sitzen und im Stehen nutzbar sein soll, empfiehlt sich ein großes Lichtspiegelelement, das bis zum Waschtischrand heruntergezogen ist. Bei der Beleuchtung sollte auf eine gleichmäßige Ausleuchtung der gesamten Spiegelfläche geachtet werden. Hier eignen sich Spiegel mit integrierten LED-Lichtleisten, die an beiden Seiten komplett von oben nach unten verlaufen. Denn diese sorgen dafür, dass bei der täglichen Hygiene nichts übersehen wird.

Als Schrank spielt der Spiegel im altersgerechten Bad oft eine untergeordnete Rolle, da vor allem die oberen Regale nur im Stehen erreichbar sind. Wünscht sich der Kunde trotzdem einen Spiegelschrank, sollte auch hier auf eine bequeme Benutzung geachtet werden. Beispielsweise erleichtern Light-Touch-Sensorschalter das Einschalten der Beleuchtung, insbesondere wenn der Tastsinn beeinträchtigt ist. Beidseitig verspiegelte Türen und eine verspiegelte Rückwand bieten dem Nutzer noch mehr Komfort für eine optimale Rundum-Sicht. Manche Spiegelschränke sind zusätzlich mit einer Lichtleiste unter dem Schrank ausgestattet, die für eine gute Ausleuchtung des Waschtischs sorgen.

Das WC – spülrandlos und mit Dusch-Funktion

In jedem Bad spielen Hygiene und Reinigungsfreundlichkeit der Sanitärobjekte eine große Rolle. Deshalb ist eine WC-Keramik ohne Spülrand grundsätzlich empfehlenswert. Denn es gibt so gut wie keine verborgenen oder schwer zugänglichen Stellen, an denen sich Ablagerungen bilden und Gerüche entstehen können. Spülrandlose WCs sind mit einem keramischen Spülverteiler ausgestattet, der das Wasser symmetrisch im WC-Becken ableitet und für ein gründliches Spülergebnis sorgt.

Für mehr Komfort und Sicherheit beim Toilettengang gibt es WCs, die speziell für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen geeignet sind. Beispielsweise sind einige WCs aus der Serie Renova Comfort von Geberit mit 390 mm breiter ausgelegt als Standard-WCs. Des Weiteren verfügt die Serie über Wand und Stand-WCs mit erhöhter Keramikoberkante. Dadurch sitzen körperlich eingeschränkte Personen einerseits komfortabler und können so auch leichter aufstehen. Für rollstuhlgerechte Bäder stehen darüber hinaus Modelle mit normgerechter Ausladung von 700 mm zur Verfügung, die das problemlose Übersetzen vom Rollstuhl ermöglichen.

Bequem erreichbar und leicht bedienbar sollten auch die WC-Betätigungen im altersgerechten Bad sein. Ein Beispiel dafür sind die Fernbetätigungen von Geberit, die neben dem WC installiert werden können. Sie sind in verschiedenen Formen und Farben erhältlich und können somit stilistisch in das Badkonzept integriert werden.

Bei eingeschränkter Beweglichkeit sind Dusch-WCs eine gute Alternative zu Standard-WCs. Der Intimbereich wird automatisch mit einem sanften, körperwarmen Wasserstrahl gereinigt und anschließend trocken geföhnt. Damit ist ein Dusch-WC auch von Personen nutzbar, die nicht in der Lage sind, sich selbständig mit Toilettenpapier zu reinigen und bei der Toilettenhygiene gewöhnlich auf fremde Hilfe angewiesen sind.

Die Bedienung der Dusch- und Trocknungsfunktionen erfolgt bequem mit der Fernbedienung in der Hand oder einem Wandbedienpanel. Einige Dusch-WCs bieten weitere nützliche Funktionen wie eine Geruchsabsaugung, einen automatisch öffnenden und schließenden Deckel sowie ein Orientierungslicht, das nachts den Weg zur Toilette weist.

Fazit: Das altersgerechte Bad ist in erster Linie ein komfortables Bad. Mit einem ausgefeilten Design verbergen speziell auf die Zielgruppe abgestimmte Sanitärkeramiken und Möbel die vielen Hilfsmittel, die eine körperliche Beeinträchtigung erfordert.

11.03.2020  ·  Wärme
Wunderwaffen gegen Leckage – SYR SafeTech Connect erhält DVGW-Label

Mit dem SafeTech Connect und SafeFloor Connect gelingt der SYR Hans Sasserath GmbH & Co. KG ein weiterer Meilenstein auf dem Gebiet des Leckageschutzes. Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) hat den SafeTech Connect mit seinem Label ausgezeichnet.

Statistisch gesehen entsteht in Deutschland alle 30 Sekunden ein Leitungswasserschaden. Die Folgen sind meist kaum abzusehen, sodass schnell ein großer Schadensfall entstehen kann. Lochkorrosion ist eine der häufigsten Ursachen für den gefährlichen Rohrbruch. Oft sind Haus oder Wohnung nach einem Wasserschaden lange unbewohnbar und Trocknungsgeräte laufen häufig wochenlang, um Schimmel­bildung zu verhindern. Damit so etwas nicht eintritt, ist es ratsam, dem vorzubeugen. Als Leckageschutzspezialist ist SYR seit 1998 ein Vorreiter auf diesem Gebiet und bestätigt seine Positionierung mit den intelligenten Weiterentwicklungen immer wieder aufs Neue. Mit zwei innovativen Geräten zum aktiven und präventiven Schutz vor Leckagen, dem SafeTech Connect und SafeFloor Connect, wird SYR auch hier seiner Rolle als führender Leckagesschutzspezialist gerecht.

SafeTech Connect

Der SafeTech Connect hat für seine qualitativ hochwertige Bauweise und Technik das DVGW-Label erhalten. Das bedeutet Leckageschutz nach dem neusten, normgerechten Stand der Technik. „Wir sind sehr stolz, dass wir mit dieser Auszeichnung einen weiteren Meilenstein auf dem Gebiet des Leckageschutzes setzen und unsere Position als Leckageschutzspezialist weiter ausbauen konnten. Gleichzeitig freut es uns, allen SHK-Profis mit dem SafeTech Connect ein wirklich sicheres und geprüftes Gerät mit an die Hand geben zu können“, erklärt Peter Gormanns, Leiter Vertrieb und Marketing bei SYR. Der SafeTech Connect misst kontinuierlich Durchfluss und Druck und ermittelt die Wasserhärte. Stellt der Leckageschutz einen ungewöhnlich hohen Verbrauch fest, sperrt er die Leitung selbständig ab. Zudem macht der SafeTech Connect in regel­mäßigen Abständen einen Mikroleckagetest und stellt auch kleinste undichte Stellen fest. Die Armatur entdeckt diese Mikroleckagen dank einer speziellen Technik sogar außerhalb des eingestellten Messbereichs. Stellt er Abweichungen fest, mel­det er das mögliche Vorhandensein einer Mikroleckage. Ist das Gerät mit dem Internet verbunden, informiert es im Störungsfall via E-Mail den Hausbesitzer. Der SafeTech Connect Leckageschutz kann auch als ‚Schwarm‘ arbeiten. Ein Gerät fungiert dabei als Schaltzentrale, registriert die empfangenen Daten der angebundenen Geräte, wertet sie aus und wird entsprechend aktiv. So können unterschiedliche Bereiche eines Gebäudes, komplette Mehrfamilienhäuser und große Objekte abgesichert und kontrolliert werden. Gesteuert wird der SafeTech Connect Leckageschutz via der neuen SYR App. Dazu muss das mobile Endgerät mit dem installierten SafeTech Connect verbunden sein. Der Access-Point des SafeTech Connect erzeugt ein lokales WLAN-Netz. Ist man innerhalb der Netzreichweite, verbindet sich das Smartphone/Tablet mit der Armatur. Nun kann man mit der App das Gerät mit dem hauseigenen WLAN-Netz finden. Mit der SYR App kann dann das Leckageschutz-System ganz nach dem persönlichen Sicherheitsbedürfnis eingestellt und gesteuert werden.

SafeFloor Connect

Der SafeFloor Connect wird an kritischen oder besonders überwachungsintensiven Stellen eingesetzt. Registriert der smarte Bodensensor eine zu niedrige Raumtemperatur oder zu hohe Luftfeuchte, warnt er mit blinkender LED und lautem Warnton. Bei einem Wasseraustritt meldet der SafeFloor Connect diesen an den SafeTech Connect, der die Leitung sofort absperrt. Zudem überwacht der SafeFloor Connect die Raumtempe­ratur. Erreicht diese kritische Werte, sodass vereiste Leitungen und somit Rohrbrüche drohen, wird per Mail informiert. Auch zu hohe Luftfeuchtig­keit, die zu möglicher Schimmelbildung führen kann, oder zu trockene Luft, die eine Reizung der Atemwege verursachen kann, werden in kritischen Bereichen vom SafeFloor Connect erkannt und übermittelt. Der SYR Vorteil: Der SafeFloor Connect kommuniziert auch mit dem SafeTech Connect, wenn das Internet einmal ausfällt. Über das WLAN-Netz arbeiten beide gemeinsam weiter.

Sicherheit von überall

Der SafeTech Connect Leckageschutz und die SafeFloor Connect Funk-Bodensensoren ge­hören zum SYR Connect System und zeichnen sich durch zuverlässige Technik und innovative Kommunikation aus. Das SYR Connect System bringt noch weitere smarte Intelligenz ins Haus. Mit der SYR App hat man jederzeit alles im Blick und das Wasser im Haus unter Kontrolle, auch im Urlaub. So steht einem sorgenfreien Urlaub dank smarter Überwachung und Steuerung nichts mehr im Wege. SYR Connect macht Sicherheit in der Hausinstallation ganz smart. In den Be­reichen Leckageschutz, Wasserbehandlung, Hygienekontrolle und Heizungsüber­wachung werden die entsprechenden Armaturen mit der SYR App via Smartphone und Tablet oder am PC über den Browser gesteuert und kontrolliert. Dank Inter­netgestützter Schwarm-Intelligenz (ISI) können sie sogar vernetzt und zentral ge­steuert werden.

27.02.2020  ·  Wärme
Winterpreise für Holzpellets auch im neuen Jahr

Das neue Jahr beginnt mit moderat gestiegenen Preisen für Holzpellets, wie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verbands e.V. (DEPV) informiert. Im Vergleich zu Dezember 2019 ist ein Anstieg von 1,8 Prozent auf 262,03 EUR die Tonne (t) im Januar 2020 zu verzeichnen (Abnahmemenge 6 t).

Das sind 1,2 Prozent weniger als im Januar 2019. Ein Kilogramm Pellets kostet entsprechend 26,20 Cent, eine Kilowattstunde (kWh) Wärme 5,24 Cent. Der Preisvorteil von Pellets gegenüber Heizöl beträgt im Januar 16,3 Prozent, gegenüber Erdgas rd. 17,0 Prozent.

„Ein etwas höherer Preis für Holzpellets im Winter ist saisonüblich und ändert nichts daran, dass es sich bei den Holzpresslingen um einen verlässlichen, im Preisverlauf berechenbaren Energieträger handelt“, erläutert DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. „Routinierte Verbraucher füllen ihr Lager üblicherweise im Sommer auf, so dass sie sich in der kalten Jahreszeit weder mit höheren Kosten noch witterungsbedingt etwas längeren Lieferzeiten beschäftigen müssen.“ Die Preisstabilität der kleinen Presslinge falle in Zeiten von politischen Krisen wie derzeit im Iran noch einmal besonders positiv auf.

Generell empfiehlt der Branchenverband den Bezug von zertifizierten Pellets. Händler, die diese hochwertige ENplus-Ware vertreiben dürfen, listet die Webseite www.enplus-pellets.de.

Regionalpreise

Beim Preis für Holzpellets ergeben sich im Januar 2020 regional folgende Unterschiede (Abnahmemenge 6 t): Am günstigsten sind Pellets wie schon im Vormonat mit 260,00 EUR/t in der Mitte der Republik. In Nord-/Ostdeutschland liegt der Durchschnittspreis bei 260,17 EUR/t, in Süddeutschland Pellets mit 262,69 EUR/t etwas teurer.

Größere Mengen (26 t) wurden im Januar 2020 zu folgenden Konditionen gehandelt: Süd: 247,59 EUR/t, Mitte: 239,70 EUR/t, Nord/Ost: 243,63 EUR/t (alle inkl. MwSt.).

DEPV-Index

Der DEPV-Preisindex wird seit 2011 im Monatsrhythmus veröffentlicht. Er bezeichnet den Durchschnittspreis in Deutschland für eine Tonne Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1 (Abnahme 6 t lose eingeblasen, Lieferung im Umkreis 50 km, inkl. aller Nebenkosten und MwSt.). Für den DEPV erhebt das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) den Pelletpreis nach Regionen sowie nach Verkaufsmenge.

05.02.2020  ·  Wärme
Das passende Heizsystem für zu Hause

Die Heizungsanlage läuft im Winter nicht mehr rund und wirft die Frage nach einer neuen Heizung auf. Oder es muss ein geeignetes Heizsystem für einen Neubau gefunden werden. Welche Möglichkeiten es gibt und welche Stärken die verschiedenen Technologien bieten, zeigt das Service-Portal „Intelligent heizen“.

Wer sich näher mit dem Thema Heizsysteme beschäftigt, wird schnell feststellen: Die Bandbreite an Möglichkeiten und Lösungen für Alt- und Neubauten ist groß. Welche Technik sich für die eigenen vier Wände anbietet, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich sollte die neue Heizung zur Immobilie und zu dem individuellen Energiebedarf passen. Ebenso wichtig sind die persönlichen Vorstellungen von Komfort und dem Anspruch in Sachen Klimaschutz. Außerdem fallen die staatlichen Förderungen je nach System unterschiedlich hoch aus. Bei der Entscheidungsfindung kann ein Fachhandwerker ausgiebig beraten.

Beliebt, effizient, gut kombinierbar – Brennwertheizung

Die mit Öl oder Gas betriebene Heizung ist der Klassiker unter den Heizsystemen. Moderne Heizgeräte sind standardmäßig mit Brennwerttechnik ausgestattet. Sie nutzt den jeweiligen Brennstoff im Vergleich zu alten Heizkesseln sehr viel effizienter. Die Anschaffungskosten für einen Brennwertkessel sind vergleichsweise gering, im Betrieb sind die Geräte sehr zuverlässig. Eine Gas- oder Ölheizung lässt sich gut mit erneuerbaren Energiequellen erweitern. In dieser Kombination eignet sich die Brennwertheizung auch für Neubauten, in denen ein Teil der Wärme regenerativ erzeugt werden muss. Ein weiterer Pluspunkt: Heutige Geräte sind dank kompakter Bauweise sehr platzsparend.

Versorgungssicherheit trifft Klimaschutz – Hybridheizung

Es besteht auch die Möglichkeit, den bestehenden Gasbrennwertkessel mit einer Solarthermieanlage zu einer Hybridheizung zu verbinden und die Vorzüge bewährter und erneuerbarer Energieträger zu vereinen. An die Anlage können zudem weitere erneuerbare Wärmeerzeuger angeschlossen werden, wie eine Wärmepumpe oder auch einen mit Wassertechnik ausgestatteten Kamin- oder Kachelofen. Ein solcher Ofen sorgt dann nicht nur in einzelnen Räumen für Behaglichkeit, sondern gibt einen Teil der Wärme an die Zentralheizung ab. Das spart Kosten und schont die Umwelt, denn moderne Öfen erfüllen hohe Umweltschutzanforderungen. Hybridheizungen bieten sich in bestehenden Gebäuden, aber auch im Neubau an, da der gesetzlich vorgeschriebene Anteil der Wärmeerzeugung über erneuerbare Energiequellen gegeben ist. Damit die erzeugte Wärme gespeichert und je nach Bedarf optimal genutzt werden kann, ist die Anschaffung eines Wärmespeichers notwendig.

Nutzt die Wärme aus der Umwelt – Wärmepumpe

Wärmepumpen versorgen Gebäude mit der in Luft, Wasser oder Boden gespeicherten Sonnenenergie. Für die Umwandlung in Wärme benötigt das Gerät Strom. Welche Art Wärmepumpe sich eignet, hängt zum Beispiel von der Art des Gebäudes und der Größe des Grundstücks ab. Eher unkompliziert ist der Einbau von Luftwärmepumpen, bei einer Erdwärmepumpe ist hingegen ein größeres Grundstück nötig. Wärmepumpen können sowohl im Neubau als auch im Altbau zum Einsatz kommen. Idealer Partner des Heizsystems sind Fußbodenheizungen oder Heizkörper mit niedriger Vorlauftemperatur. Eine weitere Besonderheit: Wärmepumpen können an heißen Sommertagen auch zur Kühlung der Räume genutzt werden.

Klimaneutral und komfortabel – Holz- und Pelletheizung

Mit einer modernen Holzheizung lässt sich ein gesamtes Gebäude mit Wärme und Warmwasser versorgen. Dabei kommen je nach System Scheitholz, Holzpellets oder Hackschnitzel zum Einsatz. Holz gilt als klimaneutral, denn ein Baum baut im Laufe seines Lebens so viel CO2 ab, wie er bei der Verbrennung erzeugt. Für eine gute Ökobilanz sollte das Holz aus heimischen Wäldern und Händlern der Region stammen. Eine Holzheizung hat einen hohen Wirkungsgrad und die Bedienung erfolgt bei einem Pellet- oder Hackschnitzelkessel vollautomatisch und damit sehr bequem. Holzheizungen lassen sich gut mit Solarthermieanlagen kombinieren. Wichtig ist, dass ausreichend Lagerraum für den Brennstoff zur Verfügung steht.

Strom und Wärme aus einer Hand – Mikro-BHKW und Brennstoffzelle

Kraft-Wärme-Kopplung heißt das Prinzip, mit dem Mikro-Blockheizkraftwerk (BHKW) und Brennstoffzellenheizungen gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen. Bei einem Mikro-BHKW treibt ein Verbrennungsmotor einen Strom produzierenden Generator an. Dabei wird Wärme freigesetzt und zum Heizen genutzt. Bei einem Brennstoffzellengerät läuft statt einer Verbrennung ein chemischer Prozess ab: Wasserstoff reagiert mit Sauerstoff, dabei werden Wärme und Strom erzeugt. Da der Wasserstoff aus Gas gewonnen wird, ist in diesem Fall ein Gasanschluss erforderlich. Sowohl Mikro-BHKW als auch Brennstoffzellengeräte sind kompakt und wartungsarm, dafür aber preisintensiv in der Anschaffung. Dafür sorgen sie für sinkende Strom- und Heizkosten und einem geringen Ausstoß an CO2 .

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