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15.01.2020  ·  Umwelt
Klimaschutz im Heizungskeller

In Deutschlands Heizungskellern sieht es nach wie vor düster aus: Über 14 Millionen Heizungsanlagen sind veraltet und müssen in den kommenden Jahren ausgetauscht werden. Das birgt ein riesiges Potenzial für wirksamen Klimaschutz, denn umweltfreundliche Systeme wie Wärmepumpen, die erneuerbare Energien nutzen, stehen in vielen Varianten für die Modernisierung zur Verfügung.

Der Wechsel von einem fossilen Heizungssystem zu einer umweltschonenden Wärmepumpe ist in der Regel weniger aufwändig als gedacht.

Attraktive staatliche Förderung nutzen

Bereits heute wird der Wechsel zu einem erneuerbaren Heizungssystem mit attraktiven staatlichen Förderangeboten unterstützt. Zurzeit arbeitet die Politik an Konzepten, um den Sanierungsstau aufzubrechen und den Heizungsaustausch durch noch attraktivere Förderangebote für die Nutzung erneuerbarer Energien weiter zu beschleunigen. Gerade bei ältere Heizungen bietet sich der Wechsel zu einer Wärmepumpe an. Denn in den meisten Fällen ist beim Heizungsaustausch der Einbau einer umweltfreundlichen und patzsparenden Wärmepumpe möglich - egal, ob es sich um ein Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert oder ein Einfamilienhaus aus den 80er Jahren handelt.

„Hausherren, Berater und Handwerker sollten immer zunächst die Möglichkeiten prüfen, auf erneuerbare Heizsysteme umzurüsten", erklärt Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) e. V. Viele Hausbesitzer würden einen Austausch erst in Angriff nehmen, wenn die alte Heizung kaputt ist. Dann muss es in der Regel schnell gehen und es bleibt kaum Zeit sich zu informieren, um eine optimale Lösung zu finden. „Man sollte immer bedenken, dass die neue Heizung einen für die nächsten 20 Jahre begleiten wird – da macht es Sinn, sich frühzeitig zu erkundigen und für ein klimafreundliches und damit zukunftssicheres Heizungssystem zu entscheiden", so Sabel. Erneuerbare Heizungsvarianten wie Wärmepumpen müssen wie jedes Heizsystem sorgfältig geplant und ausgelegt werden, um optimal zu funktionieren. „Es ist deshalb sinnvoll, sich rechtzeitig über die Einsatzmöglichkeiten der Wärmeüumpe in der Modernisierung zu informieren", so Sabel.

Wärmepumpentechnologie für den Altbau: Vielfältige Möglichkeiten

Die Wärmepumpe produziert mit einem kleinen Anteil Strom und zu einem großen Anteil Umweltwärme aus Erdreich, Luft oder Grundwasser die Heizwärme, die benötigt wird. Je nach Beschaffenheit des Gebäudes und der alten Heizungsanlage können Wärmepumpen eine bestehende Anlage komplett ersetzen oder mit dieser kombiniert werden. Wärmepumpen können mittlerweile auch bei äußerst niedigen Außentemperaturen so hohe Vorlauftemperaturen bereitstellen, dass ein Austausch der Heizkörper häufig nicht mehr erforderlich ist. Dennoch ist der Wechsel zu einem Wärmeübergabesystem, welches niedrige Vorlauftemeperaturen ermöglicht, aufrgund der damit einhergehenden Effizienzsteigerung und Kostenersparnis immer von Vorteil und wird künftig auch verstärkt vom Staat gefördert. Hinzu kommt, dass die Wärmepumpe vor allem in Kombination mit Flächenheizungen auch zum Kühlen verwendet werden kann. Insbesondere mit erdgekoppelten Systemen ist so eine effiziente Kühlung an heißen Sommertagen möglich.

Vorteile der Wärmepumpe auf einen Blick

  • Die Wärmepumpe reduziert die CO2-Emissionen und leistet einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz
  • Die Wärmepumpe sichert schon heute attraktive staatliche Förderung beim Heizungstausch
  • Die Wärmepumpe ist eine zukunftssichere Lösung angesichts absehbarer Preissteigerungen
  • Die Wärmepumpe erhöht den Wert eines Gebäudes
  • Die Wärmepumpe erhöht die Lebensqualität und schafft behagliche Wärme und angenehme Kühlung aus einem Gerät

Bei Fragen oder für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Rufen Sie uns unter der Telefonnummer 0221 94404200 an und lassen Sie sich von uns beraten.

17.10.2019  ·  Umwelt
Senkung der Energiekosten bei den Modernisierungsmotiven bereits an zweiter Stelle

Ein Wohngebäude in NRW ist im Durchschnitt 52 Jahre alt. Es stammt damit rechnerisch aus dem Baujahr 1967, als Öl noch billig und Wärmedämmung ein Fremdwort waren. Zwar wurden die Häuser und Wohnungen schon im Eigeninteresse der Besitzer seitdem meist regelmäßig modernisiert. Dennoch wollen mehr als die Hälfte (54 %) der Hausbesitzer und Vermieter in den nächsten drei Jahren weiter investieren.

Das ergab die aktuelle Online-Umfrage „LBS-Modernisierungstrends 2019“ unter über 2.000 Befragten. Angeführt wird die Maßnahmenliste vom neuen Bad, aber schon auf Platz 2 und 3 folgt die Senkung des Energieverbrauchs durch Erneuerung von Fenster und Türen sowie der Heizungsanlage.

Das Motiv, die laufenden Betriebskosten zu senken, wird durch die derzeitige Zinslage noch verstärkt, berichtet LBS-Chef Jörg Münning: "Wenn mit Sparzinsen nichts mehr zu verdienen ist, stecken Hausbesitzer das Geld lieber in die Senkung der Energiekosten - und erzielen so letztlich eine monatliche 'DämmRendite'." Diese Eigeninitiative müsse aber noch besser unterstützt werden, um die ambitionierten Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen.

Ein Ansatzpunkt liegt in der Vereinfachung der entsprechenden Förderprogramme. Ein Drittel der Eigentümer und sogar zwei Drittel der Vermieter empfinden diese laut Umfrage als zu bürokratisch - und verzichten damit oft auf weiteres Energie-Einsparpotenzial bei ihrer Modernisierung. Zudem sollte der Bürger seine Riester-Vorsorge auch für die energetische Sanierung nutzen können, so wie es heute schon beim barrierearmen Umbau möglich sei, so Münning: "Der Beschluss, Riester-Guthaben auch für energetische Maßnahmen einsetzen zu dürfen, ist überfällig!"

Mit dem gängigen Vorurteil, ältere Besitzer würden nicht mehr in ihre Immobilie investieren, konnte die LBS-Online-Umfrage aufräumen. Auch jenseits der 65 Jahre wollen 52 Prozent der Eigentümer und sogar 58 Prozent der Vermieter weiterhin modernisieren.

28.05.2019  ·  Umwelt
Erneuerbare Energien 2018 erstmals auf Platz 1 bei Beheizung neuer Wohngebäude

66,6 % der im Jahr 2018 neu errichteten Wohngebäude werden mit erneuerbaren Energien beheizt. In fast der Hälfte (47,2 %) der insgesamt 107 200 neuen Wohngebäude waren erneuerbare Energien die primäre, also die überwiegend eingesetzte Energiequelle.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, haben die erneuerbaren Energien damit erstmals Gas von Platz 1 bei den primären Energiequellen für das Heizen verdrängt.

Gas wurde 2018 nur noch in 43,0 % der Wohnungsneubauten als primäre Energiequelle eingesetzt. 2017 hatte der Anteil von Gas noch 47,4 % betragen, gefolgt von den erneuerbaren Energien mit 43,3 %. Die übrigen Energiequellen (unter anderem Fernwärme, Öl und Strom) erreichten 2018 zusammen 9,8 % (2017: 9,3 %).

Werden Wohnungsneubauten primär mit erneuerbaren Energien beheizt, so geschieht dies vor allem mit Umweltthermieanlagen (71,1 %), die Wärme aus der Luft oder dem Wasser entziehen, oder Geothermieanlagen (16,1 %), die Wärme im Erdinnern nutzen.

Wird in neuen Wohngebäuden eine sekundäre Energiequelle eingesetzt, werden bevorzugt die erneuerbaren Energieträger Solarthermie (15,1 %) und Holz (14,7 %) genutzt.

Zu den erneuerbaren Energien zählen Geothermie, Umweltthermie, Solarthermie, Holz, Biogas/Biomethan sowie sonstige Biomasse. Zu den konventionellen Energien zählen Öl, Gas und Strom. Fernwärme stellt eine weitere Energiequelle dar.

27.02.2019  ·  Umwelt
Energiewende - 15 Millionen Heizungen in Deutschland sind klimaschädlich

Deutschland hat ein Heizungsproblem: Von den rund 21 Millionen bestehenden Heizanlagen arbeiten mehr als zwei Drittel mit veralteter Technik und sind klimaschädlich. Verbraucher machen die Politik für die schleppende Energiewende verantwortlich.

92 Prozent der Bundesbürger wollen den Hebel bei den Strompreisen ansetzen, damit umweltfreundliche Heiztechnik günstiger bertrieben werden kann. Aktuell arbeiten nur rund 6 Millionen Heizungen in Deutschland mit moderner Brennwerttechnik – und gerade einmal knapp 1 Million Wärmepumpen, die komplett ohne fossile Energien wie Erdöl oder Erdgas auskommen.

Mehrheit will private Energiewende

Die deutschen Verbraucher sind auf eine Energiewende im privaten Heizungskeller eingestellt: 86 Prozent wollen selber gerne auf klimafreundliche Heiztechnik umsteigen. Knapp 80 Prozent wünschen sich ein Ende fossiler Brennstoffen wie Erdöl und Erdgas.

Politik bremst Verbraucher aus

„Solange die Preise für herkömmliche Energieträger wie Öl und Gas niedrig sind, werden nur wenige Hausbesitzer animiert, in eine CO2-emissionsarme Anlage wie etwa eine Wärmepumpe zu investieren“, sagt Dr. Nicholas Matten, Geschäftsführer des Haus- und Systemtechnikherstellers Stiebel Eltron. „Daher sind steuerliche Anreize  geboten und die müssen schnell kommen. Denn eins ist klar: Wenn Deutschland seine Klimaziele erreichen will, müssen veraltete Heizungsanlagen gegen moderne, umweltfreundliche Systeme ausgetauscht werden.“

Vor diesem Hintergrund ist die Bilanz der Bundesregierung dürftig – immerhin wird mehr als 70 Prozent der Energie privater Haushalte für die Wärmeerzeugung verbraucht. 62 Prozent der Bundesbürger fehlt inzwischen das Verständis dafür, dass die Politik die selbstgesteckten Klimaziele verfehlt.

Über den Energie-Trendmonitor

Der Energie-Trendmonitor wird einmal im Jahr im Auftrag von Stiebel Eltron von einem Marktforschungsinstitut erhoben und ist 2019 in sechster Auflage erschienen. Dafür wurden 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ über „Die Energiewende und ihre Konsequenzen – was denken die Bundesbürger?“ befragt.

Quelle: Haustechnik Dialog

19.01.2016  ·  Umwelt
Heizen, Bauen, Energie: Worauf Verbraucher 2016 achten müssen

Auf Hauseigentümer und Verbraucher kommen 2016 neue Gesetze und Verordnungen in den Bereichen Heizen, Bauen und Energie zu. Die gemeinnützige co2online gGmbH, die sich seit 2003 für den Klimaschutz einsetzt und privaten Haushalten dabei hilft, den Energie- und Stromverbrauch zu senken, stellt die wichtigsten Änderungen vor und erklärt, worauf Verbraucher im neuen Jahr achten müssen.

Energieeffizienzlabel für alte Heizanlagen und Lüftungsanlagen

Für alte Heizungen und Lüftungsanlagen gibt es ab 1. Januar 2016 ein Effizienzlabel. Es ordnet die Anlage einer Effizienzklasse zu, wie Verbraucher es bereits von Haushaltsgeräten oder neuen Heizanlagen kennen. Das Label soll die Austauschrate erhöhen und Verbraucher zum Energiesparen motivieren. Das Label für Heizungen wird zunächst freiwillig vergeben. Ab 2017 ist der Schornsteinfeger verpflichtet, das Etikett auf dem Heizkessel anzubringen. Die Kennzeichnungspflicht gilt zunächst für Heizungen älter als 29 Jahre. Schrittweise bis 2024 sollen dann alle Kessel über 15 Jahre ein Etikett erhalten. Verbraucher sollten beachten, dass das Label nur etwas über den Gerätetyp aussagt. Es gibt keine Auskunft, ob alle Komponenten der Anlage aufeinander abgestimmt sind oder ob die Anlage zum Gebäude passt. Dies kann nur durch einen hydraulischen Abgleich vom Fachmann (wie der Helmut Hinz GmbH & Co., Anm. d. Red.) überprüft und optimiert werden.

Anforderungen und KfW-Förderung für energieeffizientes Bauen steigen

Wer ein Haus bauen will, muss ab 1. Januar 2016 strengere Energie-Einsparvorgaben einhalten. Für Neubauten gelten dann die verschärften Standards der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2014. Die Obergrenze für den zulässigen Energiebedarf eines Gebäudes wird um 25 Prozent gesenkt. Auch die Anforderungen an den Wärmeschutz steigen um 20 Prozent. Betroffen sind alle Bauvorhaben, die ab dem 1. Januar 2016 beantragt, angezeigt oder ohne vorherige Beantragung begonnen werden.

Dafür können Bauherren ab 1. April für energieeffiziente Neubauten doppelt so hohe Förderkredite bei der KfW aufnehmen wie bisher: Der Förderhöchstbetrag pro Wohneinheit wird von 50.000 Euro auf 100.000 Euro angehoben. Die KfW gewährt ab Januar außerdem Zuschüsse für den Heizungsaustausch und den Einbau von Lüftungsanlagen in Höhe von 15 Prozent und maximal 7.500 Euro pro Wohneinheit. Mit dem Fördermittel-Check auf http://www.co2online.de/foerdermittel finden Verbraucher das passende Förderprogramm für ihre Maßnahme.

Änderung zur Stromvergütung durch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen

Hausbesitzer, die nach dem 1. Januar 2016 ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von unter 50 Kilowatt elektrischer Leistung in Betrieb nehmen, erhalten andere Zuschläge als Besitzer bestehender Anlagen. Aufgrund einer Neufassung des KWK-Gesetzes wird der in das öffentliche Netz eingespeiste Strom stärker gefördert als bisher, der selbst verbrauchte Strom dafür etwas geringer. Künftig erhalten Hausbesitzer einen KWK-Zuschlag von 8 statt bisher 5,41 Cent. Die Förderung für selbst verbrauchten Strom sinkt von 5,41 auf 4 Cent pro Kilowattstunde. Zudem wird der Zuschlag nicht mehr für zehn Jahre, sondern für 60.000 Vollbenutzungsstunden gewährt. Förderungen für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen durch die KfW können noch bis zum 31.3.2016 beantragt werden. Danach läuft die Förderung aus.

Strom wird teurer

Strom wird im neuen Jahr für viele Verbraucher teurer, weil die EEG-Umlage zur Förderung von erneuerbaren Energien und die Netzentgelte steigen. Für eine vierköpfige Familie bedeutet das höhere Stromkosten von rund acht Euro im Jahr. Stromsparen macht sich also 2016 besonders bezahlt. Der Strom-Check auf http://www.co2online.de/stromcheck hilft, den eigenen Stromverbrauch zu bewerten und Einsparpotentiale zu erkennen.

Elektrogeräte müssen zurückgenommen werden Am 24. Juli 2016 tritt ein neuer Teil des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes in Kraft. Das Gesetz soll die umweltverträgliche Rücknahme von Elektro- und Elektronikgeräten verbessern. Händler mit mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche sind dann verpflichtet, alte Elektrogeräte zurückzunehmen. Dabei müssen größere Geräte wie Fernseher oder Kühlschrank nur bei Neukauf eines entsprechenden Gerätes angenommen werden. Kleinere Geräte wie Handys oder Toaster  müssen jederzeit zurückgenommen werden. Online-Händler sind künftig ebenfalls verpflichtet, ausrangierte Geräte zurückzunehmen.

08.10.2015  ·  Umwelt
Wohngebäude im Test: Volles Potenzial von Sanierungen wird oft nicht ausgeschöpft

Die Sanierung von Wohngebäuden bietet leicht erschließbare Potenziale für Klimaschutz und Energieeffizienz. Das geht aus einem Sanierungstest der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online hervor, dessen Ergebnisse in der vergangenen Woche als Studie veröffentlicht wurden. Für den Sanierungstest wurden bundesweit 180 bereits sanierte Wohngebäude auf die Wirksamkeit von Maßnahmen wie Heizkesseltausch und Fassadendämmung untersucht.

Die großen Schwankungen bei den Energieeinsparungen der Testhaushalte zeigen, dass ein und dieselbe Sanierungsmaßnahme in der Praxis oft unterschiedlich erfolgreich ist. Wird zum Beispiel die Heizung erneuert, schwanken die Ersparnisse zwischen 8 und 50 Prozent. Fehlende Qualitätssicherung, etwa durch eine begleitende Energieberatung, sowie ausbleibende Heizungsoptimierungen durch einen hydraulischen Abgleich sehen die Experten als Ursachen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat das Projekt gefördert. Fraunhofer ISE, Ostfalia und SEnerCon sind wissenschaftliche Partner der Studie.

Die Ergebnisse des Sanierungstests zeigen, welche Faktoren für die Wirkung von Sanierungen entscheidend sind – und wie diese von den Test-Haushalten genutzt wurden:

  • Nur 40 Prozent der Tester nahmen eine Förderung (inklusive
    Qualitätsnachweis) in Anspruch.
  • Lediglich 35 Prozent der Haushalte nutzten eine Energieberatung bzw.
    Maßnahmenbegleitung.
  • Nur ein Drittel (33 Prozent) ließ während der Sanierung einen hydraulischen Abgleich der Heizanlage vornehmen.
  • In 30 Prozent der Gebäude waren Leitungen und Armaturen unzureichend gedämmt.

Kaum ein Haushalt nutzte Wärmemengenzähler für ein regelmäßiges Monitoring des Verbrauchs.

Details zu den Empfehlungen und alle Ergebnisse sind in der 80-seitigen Studie zu finden. Sie ist als Kurzfassung und vollständig auf http://www.wirksam-sanieren.de herunterzuladen.

20.08.2014  ·  Umwelt
Deutsche Pelletproduktion auf stabilem Niveau

Die deutschen Pelleterzeuger produzieren im Jahr 2014 bislang auf stabil hohem Niveau. Im ersten Halbjahr wurden knapp 1 Million Tonnen Holzpresslinge hergestellt und damit nur rd. 7 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit Blick auf die kommende Heizsaison sind Lager und Silos im Pellethandel und der Produktion im Juli 2014 bundesweit gut gefüllt. „Die Pelletbranche ist für den kommenden Winter gerüstet und produziert in Deutschland weiterhin mehr als verbraucht wird“, sagt Martin Bentele, Geschäftsführer beim Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV).

„Nach dem milden Winter hätte ein deutlicher Rückgang der Pelletproduktion in Deutschland niemanden überraschen können“, kommentiert DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele die neuen Zahlen. Eine entsprechende Tendenz im ersten Quartal wurde durch eine deutlich erhöhte Produktion im zweiten Quartal jedoch kompensiert. „Die Pelletproduzenten in Deutschland sind in der Lage, die kontinuierlich steigende Anzahl der Pelletfeuerungen zu bedienen. Durch die hervorragende Ausstattung mit Sägewerken und der hohen Holzverfügbarkeit befindet sich Deutschland weltweit nach wie vor mit an der Spitze bei der Pelletproduktion.“ In Deutschland werden Pellets in einem breiten Spektrum eingesetzt, vom Wohnzimmerofen über die Beheizung von Wohngebäuden bis hin zu Großanlagen oder der Herstellung von Prozesswärme, beispielsweise bei der Nahrungsmittelproduktion.

Nach den bisherigen Antragseingängen für Mittel aus dem Marktanreizprogramm des Bundes (MAP) ist damit zu rechnen, dass die für das Jahr 2014 prognostizierte Neuinstallation von 47.000 Pelletfeuerungen nicht erreicht wird. Bentele: „Auch die Zurückhaltung der Heizungskunden bei der Investition in neue Heizungen lässt sich teilweise auf den milden Winter zurückführen. Vielen Hausbesitzern erscheint die heizkostensparende Heizungsmodernisierung als unwichtig. Aber auch die vorübergehend höheren Pelletpreise des letzten Jahres bei kurzzeitig sinkenden Heizölpreisen dürften nachwirken.“

21.05.2014  ·  Umwelt
Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten

Im Oktober vergangenen Jahres wurde die Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) von der Bundesregierung endgültig verabschiedet. Am 1. Mai 2014 ist sie in Kraft getreten. Sie beinhaltet einige neue Regelungen für Besitzer älterer Gebäude, setzt jedoch vor allem für Neubauten höhere energetische Standards. Darüber hinaus bekommt der Energieausweis mehr Gewicht.

 

Die wichtigsten Änderungen haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst:

Neubauten: Neu gebaute Wohn- und Nichtwohngebäude müssen ab dem 1. Januar 2016 höhere energetische Anforderungen erfüllen: Der zulässige Wert für die Gesamtenergieeffizienz (Jahres-Primärenergiebedarf) wird um 25 Prozent gesenkt. Der von der EU festgelegte Niedrigstenergie-Gebäudestandard für alle Neubauten gilt dann ab 2021, wobei die hierfür gültigen Richtwerte bis Ende 2018 öffentlich bekanntgegeben werden sollen.

Altbauten:   Für den Gebäudebestand sind keine wesentlichen Verschärfungen vorgesehen. Dennoch müssen auch Besitzer von Bestandsgebäuden einige Vorgaben beachten:

1. Austauschpflicht für alte Öl- und Gasheizkessel: Vor 1985 eingebaute Öl- und Gasheizkessel müssen ab 2015 außer Betrieb genommen werden. Entsprechende Heizungsanlagen, die nach dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden, müssen nach 30 Jahren ersetzt werden. Die EnEV 2014 beinhaltet  jedoch eine ganze Reihe von Ausnahmen: Niedertemperatur- und Brennwertkessel sind beispielsweise von der Austauschpflicht ausgenommen. Von der Verpflichtung befreit sind außerdem Ein- und Zweifamilienhausbesitzer, die am Stichtag 1. Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben. Findet ein Eigentümerwechsel statt, muss der neue Hausbesitzer die Austauschpflicht innerhalb von zwei Jahren erfüllen.

2. Dämmung: Sofern oberste Geschossdecken nicht die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz erfüllen, müssen diese bis Ende 2015 gedämmt werden. Hiervon sind Decken beheizter Räume betroffen, die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzen. Ist das Dach darüber gedämmt oder entspricht es den Anforderungen des Mindestwärmeschutzes, gilt die Forderung auch als erfüllt. Ausnahmen gelten ebenfalls, wenn die Hausbesitzer zum Stichtag 1. Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben.

Energieausweispflicht: Verkäufer und Vermieter müssen den Ausweis künftig bereits bei der Besichtigung vorlegen und ihn nach Abschluss des Vertrages unverzüglich an den Käufer bzw. Mieter übergeben - zumindest in Kopie. Die wichtigsten energetischen Kennwerte aus dem Energieausweis, zum Beispiel der durchschnittliche Endenergiebedarf des Gebäudes, müssen außerdem schon in der Immobilienanzeige genannt werden. Dadurch bekommt der Energieausweis mehr Gewicht.

Die energetischen Kennwerte werden künftig nicht mehr nur auf einer Skala von grün bis rot dargestellt, sondern zusätzlich einer von neun Effizienzklassen zugeordnet. Ähnlich wie bei der Kennzeichnung von Elektro- und Haushaltsgeräten reicht die Skala hier von A+ (niedriger Energiebedarf) bis H (hoher Energiebedarf). Diese Zuordnung gilt aber nur für neu ausgestellte Ausweise: Die Gültigkeit bereits vorliegender Energieausweise ohne Angabe von Effizienzklassen wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Für einen rechtlich belastbaren, vergleichbaren und verbraucherfreundlichen Energieausweis empfehlen wir Ihnen unseren langjährigen Partner, die Ingenieurgemeinschaft SNK. Gerne stellen wir den Kontakt für Sie her. Wir stehen Ihnen hierfür unter 0221 94404220 zur Verfügung.

24.02.2014  ·  Umwelt
Holzpellets in den Wintermonaten breit verfügbar

Auch im Februar sind Holzpellets im Bundesdurchschnitt wieder etwas günstiger geworden, wie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) aktuell berichtet. Der Preis für eine Tonne (t) Pellets liegt derzeit bei 283,74 EUR, 0,4 Prozent weniger als im Januar. Ein Kilogramm Holzpellets kostet demnach 28,37 Cent, eine Kilowattstunde (kWh) Wärme aus Pellets 5,77 Cent. Gegenüber Heizöl liegt der Preisvorteil von Holzpellets aktuell bei 30,1 Prozent.

„Die Pelletversorgung in Deutschland ist selbst in strengen Wintern gewährleistet – auch wenn man in diesem Jahr bislang noch nicht von einer kalten Jahreszeit sprechen kann“, erklärt Martin Bentele, geschäftsführender Vorsitzender des DEPV. So seien die Lager von Produktion und Handel weiterhin gut gefüllt. Die Pelletproduzenten in Deutschland rechnen für 2014 mit einer weiter steigenden Produktion von insgesamt 2,35 Millionen Tonnen.

Der Preisvorteil von Holzpellets gegenüber Heizöl hielt sich in den Wintermonaten bislang bei um die 30 Prozent. Nach einem Preisanstieg bis Dezember 2013 ist der bundesweite DEPV-Index Anfang 2014 leicht gefallen. „Der vorausschauende Verbraucher sollte aber neben dem Preis vor allem auf die Qualität der Pellets Wert legen“, betont Bentele und rät Kunden beim Pelletkauf auf das ENplus-Zertifikat zu achten. Nur bei Pellets mit diesem Siegel sei eine fachmännische Anlieferung von hochwertiger Ware garantiert.

Beim Preis für Holzpellets im Februar 2014 ergeben sich regional folgende Unterschiede: Am günstigsten sind Pellets wie schon in den letzten Monaten in Nord- und Ostdeutschland. Dort liegt die Tonne Pellets bei 278,42 EUR (6 t Abnahmemenge). In der Mitte Deutschlands zahlen Pelletheizer durchschnittlich 281,98 EUR pro Tonne, in Süddeutschland 286,16 EUR/t. Größere Mengen (26 t) wurden im Februar 2014 zu folgenden Konditionen gehandelt: Nord/Ost: 260,53 EUR/t, Mitte: 264,27 EUR/t, Süd: 272,97 EUR/t (alle inkl. MwSt.)

Mit einer Pelletheizung leisten Sie nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz, sondern machen sich auch langfristig unabhängig von fossilen Brennstoffen und können den günstigen Preis nutzen. Unser Heizungsspezialist Kai Forg berät Sie gerne und erarbeitet für Sie Ihre heizungstechnische Ideallösung, abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten, denn "nach dem Winter ist vor dem Winter" – auch wenn wir uns nun zunächst auf einen wunderschönen Frühling freuen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf zur Vereinbarung eines unverbindlichen Beratungstermins unter Telefonnummer 0221 94404220.

14.02.2014  ·  Umwelt
Markt für Holzpellets in Deutschland wächst stetig

Mit einer Produktion von 2,25 Mio. Tonnen (t) hat Deutschland im Jahr 2013 seine führende internationale Position als Hersteller von Holzpellets gefestigt. Im gleichen Zeitraum erfolgte ein Zuwachs an Pelletfeuerungen um mehr als 43.000 neue Öfen und Heizungen auf insgesamt knapp 322.000 Anlagen.

 Die effiziente, preiswerte und komfortable Art mit Pellets zu Heizen, senkt Energiekosten und spart Kohlendioxid (CO2) ein. Der Heizungstausch ist angesichts des gegenwärtigen Zinsniveaus eine attraktive Investition mit einer relativ kurzen Amortisationsdauer.

Mit einer Produktionsmenge von rd. 2,25 Mio. t in 2013 setzt Deutschland die kontinuierliche Steigerung der Pelletproduktion der letzten Jahre fort, wenngleich mit geringerer Geschwindigkeit. Durchschnittlich kosteten Pellets im Vorjahr 273 EUR/t. Die für den heimischen Energieträger ungewöhnlich große Preissteigerung von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr lag an einer partiell schwierigeren Versorgung mit den zur Produktion notwendigen Sägespänen. Dennoch war gegenüber Heizöl im letzten Jahr im Durchschnitt ein deutlicher Preisvorteil von rd. 35 Prozent zu verzeichnen. Dazu stellt der Bund Fördermittel über das Marktanreizprogramm für den Heizungstausch zur Verfügung, die eine attraktive Amortisationsdauer der Investition innerhalb von zehn Jahren ermöglichen. „Damit die Energiewende am Wärmemarkt gelingt, müssen die mit dem Heizungstausch verbundenen Einsparmöglichkeiten dem Verbraucher besser erklärt werden“, betont der DEPV-Vorsitzende.

Ob eine Pelletheizung auch für Ihr Objekt die bestmögliche Heizungsvariante ist, darüber berät Sie unser Heizungsspezialist Kai Forg. Zur Terminvereinbarung stehen wir Ihnen gerne unter 0221 94404220 zur Verfügung!

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