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06.10.2021  ·  Umwelt
Ein zukunftssicheres Haus errichten

Ein neu errichtetes Haus ist immer eine Investition in die Zukunft. Allerdings bauen viele Menschen mit zu geringem Fokus auf die Zukunftstauglichkeit – und sorgen so unwissentlich dafür, dass einige Jahrzehnte später hohe Umbau- und Nachrüstungskosten entstehen oder das Haus an Wert verliert. Doch was genau macht ein Wohngebäude wirklich zukunftssicher?

Der Kauf einer Immobilie ist eine Investition in die eigene Zukunft. Das gilt sowohl bei einer Eigennutzung als auch bei der Vermietung als Kapitalanlage. Auf lange Sicht amortisieren sich die Kaufnebenkosten, Zinsen & Co nämlich nur, wenn die Einnahmen oder der Wert des Hauses die Kosten übersteigen. Dabei müssen neben dem Kaufpreis auch die laufenden Kosten sowie jene für eventuelle Umbauten oder Modernisierungen berücksichtigt werden. Diese belaufen sich schnell auf einen fünf- bis sechsstelligen Betrag. Eigentümer sollten deshalb daran interessiert sein, solche größeren Kostenblöcke in der Zukunft möglichst zu vermeiden. Am einfachsten gelingt das, wenn das Haus direkt zukunftssicher gebaut wird, sprich neben individuellen Wünschen und aktuellen Voraussetzungen müssen stets auch mögliche Zukunftsszenarien berücksichtigt werden. Das bedeutet im Moment vielleicht mehr Aufwand oder Kosten, lohnt sich auf lange Sicht aber nicht nur finanziell, sondern auch für mehr Wohnkomfort. Folgende Aspekte spielen dabei eine Rolle:

1. Das Thema Lage

Lage, Lage, Lage – diese Antwort würden viele Immobilienmakler auf die Frage geben, was den Wert einer Immobilie bestimmt. Tatsächlich hat die Lage die mitunter größten Auswirkungen auf den Kaufpreis und den Wiederverkaufswert von Immobilien. Diesbezüglich können sich aber Änderungen ergeben, wenn beispielsweise eine große Straße vor dem Haus gebaut wird oder die Region zukünftig durch den Klimawandel immer häufiger von Naturkatastrophen betroffen sein wird. Wer ein Haus kauft oder baut, sollte deshalb auf die Lage achten und prüfen, ob diese eben nicht nur jetzt die richtige Wahl ist, sondern auch in Zukunft.

Infrastruktureller und arbeitsmarkttechnischer Kontext

Die größte Nachfrage nach Immobilien herrscht dort, wo es Arbeitsplätze gibt. Dort sind Immobilien also besonders wertstabil, weshalb die Immobilienpreise in Großstädten oder Regionen mit viel Industrie tendenziell höher sind als in ländlichen Gegenden. Allerdings könnte sich das ändern, wenn das Homeoffice als Arbeitsmodell an Bedeutung gewinnt. Eine gute Wahl sind daher meist Grundstücke oder Immobilien, die in der Nähe von Ballungsräumen liegen, aber zum Zeitpunkt des Kaufs noch vergleichsweise günstig sind. Durch den Zuzug in solchen Regionen sind die Chancen auf eine Wertsteigerung hoch. Vor allem, wo es eine gute Infrastruktur wie eine gute Anbindung in die Stadt, Kindergärten, Schulen, Supermärkte & Co gibt, wird die Lage in Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit für einen stabilen oder sogar steigenden Wiederverkaufswert sorgen.

Blick auf potenzielle Naturgewalten

Im Zuge des Klimawandels werden Wetterextreme in ihrer Häufigkeit sowie Ausprägung zunehmen. Daher ist es wichtig, die Lage auch auf ihre Gefahren von Elementarschäden am Haus zu prüfen. Zwar kann eine ausreichende Versicherung vor Folgekosten solcher Schäden schützen, dennoch wird der Immobilienwert gemindert, je höher die Gefahr von Naturgewalten am Standort ist. Zudem bedeutet ein Gefühl von ständiger Unsicherheit für die Bewohner auf Dauer eine große Belastung, weshalb eine sichere Lage auch aus psychologischer Sicht für die Wohnqualität wertvoll ist.

Fokus auf das Thema Sonneneinstrahlung

Zuletzt ist die Sonneneinstrahlung ein relevanter Faktor bezüglich der optimalen Lage. Denn eine sonnengünstige Lage und Ausrichtung des Hauses sorgt nicht nur für angenehme Helligkeit, die das Zuhause freundlicher wirken lässt – sie erleichtert auch die Nutzung erneuerbarer Energien durch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Dadurch steigt der Immobilienwert gleich in zweierlei Hinsicht. Zudem können die Bauherren staatliche Förderungen in Anspruch nehmen und laufende Kosten einsparen, was auf lange Sicht finanziell einen großen Unterschied macht und dadurch in Zukunft mehr finanzielle Freiheit bietet.

2. Das Thema Energieversorgung

Mit der Energie ist ein wichtiges Stichwort gefallen, denn sie wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen – auch beim Wohnen. Schließlich sind Strom und Heizung zwei große Kostenblöcke, wenn es um die laufenden Kosten im Eigenheim geht. Außerdem ist zu erwarten, dass diese in Zukunft weiter steigen werden. Angesichts dieser steigenden Preise und des Klimawandels ist die Energieversorgung ein essentielles Thema für ein zukunftssicheres Haus. Neben der Solaranlage auf dem Dach können dabei noch weitere Maßnahmen ergriffen werden, um schon heute die besten Voraussetzungen für umweltfreundliche sowie günstige Energie im zukünftigen Zuhause zu schaffen.

Eine Solaranlage auf dem Dach zum Kauf – oder zur Miete

Wer ein Haus neu baut, schafft bestenfalls direkt die Voraussetzungen für eine Solaranlage. Denn wichtig ist, dass das Dach dafür nicht nach Norden ausgerichtet ist. Als ideal gilt stattdessen eine Süd- oder Ostwest-Ausrichtung, um das Meiste aus der Photovoltaik-Anlage herauszuholen. Das kann auf lange Sicht viel Geld sparen und macht zugleich unabhängiger von der Auslastung und den Preisen der Versorger. Allerdings ist der Bau eines zukunftsfähigen und klimafreundlichen Hauses meist mit hohen Kosten verbunden, sodass das Geld nicht immer reicht für eine eigene Solaranlage.

Eine sinnvolle Alternative ist dann die Solarmiete, bei der die Solaranlage mit all ihren Vorteilen rund 30 bis 40 Jahre genutzt werden kann. Auch die Miete sorgt somit für mehr Zukunftssicherheit, ohne eine eigene Solaranlage kaufen zu müssen. Zudem spart sie den Bewohnern viel Aufwand für die Wartung, Instandhaltung & Co der Anlage, wofür sie mit steigendem Lebensalter zunehmend dankbar sein werden.

Eine bereits im Grundzustand gut dämmende Bausubstanz

Bei Bestandsimmobilien ist der Erhalt der Bausubstanz häufig die günstigere Variante, sprich sie kann nur nachträglich gedämmt werden, was meist nicht für optimale Ergebnisse sorgt. Wer jedoch ein Haus neu baut, kann direkt auf eine hochdämmende Bausubstanz setzen. Dadurch sind keine Nachrüstungen notwendig und es werden optimale Ergebnisse mit minimalem (Kosten-) Aufwand erreicht. Welche Dämmstoffe zum Einsatz kommen, hängt dabei von verschiedenen Faktoren wie dem Standort, dem Grundriss & Co ab. Wer jedoch direkt mit einem ganzheitlichen Konzept baut, profitiert auch in Zukunft von einer besseren Dämmung und damit von einem höheren Immobilienwert. Zudem können laufende Kosten für die Heizung eingespart werden, sodass sich die Investition in die richtige Bausubstanz nach einigen Jahren amortisiert.

Ein hochwertiges Wärmedämmverbundsystem

Neben der Bausubstanz sind für eine optimale Dämmung beim Hausbau noch weitere Bestandteile entscheidend. Das gilt zum Beispiel für die Fenster oder für das Dach. Es ist deshalb wichtig, für alle Gebäudebereiche eine bestmögliche Lösung zum Dämmen zu finden. Diese einzelnen Bereiche müssen sich wiederum wie ein Puzzle zusammenfügen, damit keine Wärmebrücken entstehen. Die Arbeit mit Wärmedämmverbundsystemen, kurz WDVS, ist deshalb für ein zukunftssicheres Haus essentiell.

Ein langfristig sicheres Heizsystem

Im deutschen Klima ist trotz Dämmung eine Heizung im Haus unverzichtbar. Sie stellt jedoch einen großen Kostenfaktor dar und kann zur Belastung für die Umwelt werden. Nachhaltiges Heizen spielt deshalb eine zunehmend wichtige Rolle. Dabei wird in zukunftssicheren Häusern auf ein unabhängiges System gesetzt, um sich freizumachen von Preissteigerungen oder Versorgungslücken. Eine zuverlässige sowie nachhaltige Heizung ist deshalb das Ziel in jedem modernen Haus. Die Wärmepumpe, die Solarthermie, die Brennstoffzellenheizung, die Pelletheizung, ein Blockheizkraftwerk oder eine Hybridheizung erfreuen sich in diesem Zuge steigender Beliebtheit. Auch hier gilt es daher, ein ganzheitliches Konzept für Strom und Heizung zu finden, das einen nachhaltigen, günstigen sowie unabhängigen Betrieb des Eigenheims ermöglicht.

Eine eingeplante Vollnutzung für das Regenwasser

Wasser ist eine endliche Ressource und auch in Deutschland wird zukünftig eine zunehmende Wasserknappheit erwartet. Aus diesem Grund ist es schon heute sinnvoll, möglichst viel Wasser zu sparen und Regenwasser ganzheitlich zu nutzen. Es kann zum Duschen verwendet werden, in der Toilettenspülung oder einfach zum Blumengießen. In jedem Fall sollte es aufgefangen und sinnvoll in den heimischen Wasserkreislauf eingebunden werden. Auch das kann in zukünftig viel Geld sparen und die Gefahr einer Wasserknappheit verringern.

3. Das Thema Gebäudegestaltung

Wer sich selbst oder eventuellen Käufern eines Tages beste Voraussetzungen bieten möchte, achtet bereits beim Hausbau auf die richtige Gestaltung. So kann das Eigenheim flexibel an den eigenen Bedarf angepasst werden, wenn sich die Lebenssituation ändert oder falls es eines Tages den Besitzer wechselt. Die Gebäudegestaltung wirkt sich deshalb auf den Wiederverkaufswert und die Wohnqualität einer Immobilie aus. Um eventuelle Umbauten zu verhindern oder zumindest so günstig wie möglich zu gestalten, helfen folgende Tipps.

Eine möglichst erweiterbare Architektur

Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie sich die eigene Familienplanung entwickelt. Vielleicht trennen sich die Bauherren und wohnen fortan als Single im Eigenheim. Vielleicht ziehen Angehörige mit ein, die gepflegt werden müssen. Vielleicht macht sich einer der Bewohner selbständig und braucht ein Büro. Die Möglichkeiten, inwiefern sich die Anforderungen an den verfügbaren Wohnraum ändern können, sind vielfältig. Je flexibler dieser dann angepasst werden kann, desto besser. Die Architektur sollte beim Hausbau deshalb so gestaltet werden, dass später vergleichsweise einfach und günstig Umbauten oder Anbauten vorgenommen werden können. Sogenannte modulare Haussysteme sind dafür eine hervorragende und zukunftssichere Wahl.

Ein vorhandener Keller

Ob ein Haus unterkellert ist oder nicht, wirkt sich merklich auf seinen Wert aus. Unterkellerte Häuser bringen schließlich zahlreiche Vorteile mit sich. Sie bieten mehr Stauraum, eine bessere Dämmung und die Möglichkeit, den Wohnbereich nach unten zu erweitern. Auch, wenn die Unterkellerung ein großer Kostenblock ist, beispielsweise beim Bau eines Fertighauses, lohnt sich die Investition daher und macht das Haus (noch) flexibler für die Zukunft.

Ein inhärent zukunftssicheres Design

Niemand weiß, wie sich die Wohntrends in Zukunft entwickeln werden und hierbei hat jeder einen individuellen Geschmack. Sinnvoll ist trotzdem, das Design möglichst schlicht und damit zukunftssicher zu halten. Die persönliche Note kann immer noch durch bewegliche Einrichtungsgegenstände wie das Mobiliar oder die Dekoration in das Haus gebracht werden. Je neutraler es jedoch in seinen Grundzügen ist, desto teurer lässt es sich eines Tages verkaufen – und umso besser lässt es sich umgestalten, falls der Stil den Bewohnern eines Tages doch nicht mehr gefällt.

Eine möglichst große Gartenfläche

Einen eigenen Garten wünschen sich viele Menschen, doch entsprechende Immobilien zu finden ist alles andere als einfach. Ein großer Garten ist deshalb ein Plus für den Immobilienwert und steigert die Wohnqualität. Zudem bleibt dadurch Raum für Erweiterungen am Gebäude oder für die Gartengestaltung von der Terrasse bis zum Whirlpool – je nach individuellem Geschmack. Auch aus energetischer Hinsicht kann es sich lohnen, den Garten etwas größer und dafür das Gebäude kleiner zu halten, denn kleinere Wohngebäude haben einen geringeren Energiebedarf und damit auch günstigere laufende Kosten.

4. Das Thema Raumgestaltung

Ein großer Vorteil beim Hausbau ist, dass die Raumgestaltung an den eigenen Bedarf angepasst werden kann. So können die Bauherren frei entscheiden, wie groß die Räume sein sollen oder wo sie tragende Wände wünschen. Sie bestimmen also schon beim Bau darüber, inwiefern sich die Räume im Nachhinein noch verändern lassen oder wo die Grenzen gesetzt sind. Dementsprechend hat die Raumgestaltung einen direkten Einfluss auf die Zukunftssicherheit von Immobilien.

Eine Grundsubstanz ohne Barrieren

Wer ein Haus kauft, möchte meist selbst einziehen und darin für lange Zeit leben, vielleicht sogar für immer. Es ist deshalb sinnvoll, direkt auf die Barrierefreiheit zu achten, um im Alter keine teuren Umrüstungen vornehmen oder sogar ausziehen zu müssen, wenn die Bewohner beispielsweise auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Barrierefreies beziehungsweise rollstuhlgerechtes Bauen steigert zudem den Immobilienwert, denn so wird das Haus auch für andere Menschen attraktiver, die vielleicht eines Tages als Mieter oder Käufer einziehen wollen. Zumindest die Grundsubstanz sollte daher barrierefrei gestaltet sein, um das Haus bei Bedarf schnell sowie günstig an die veränderte Lebenssituation anpassen zu können.

Ein flexibles Raumkonzept

Wie bereits erwähnt, können sich Lebensumstände oder Geschmäcker ändern. Weniger tragende Wände ermöglichen daher ein flexibles Raumkonzept, das jederzeit verändert werden kann. Die Bewohner können also Wände einreißen oder neu setzen und dadurch die Nutzung oder Wirkung der Räume verändern. Auch beim Raumkonzept ist Flexibilität daher das A und O im zukunftssicheren Haus.

Ein Fokus auf wandlungsfähige Stauräume

Selbiges gilt für die Stauräume. Auch sie sollen vielleicht eines Tages anders genutzt werden als ursprünglich gedacht – wie bereits am Beispiel des Kellers geschildert wurde. Stauräume sollten daher von Beginn an wie Wohnräume konzipiert werden, beispielsweise mit einer ordentlichen Dämmung, um sie später bei Bedarf umzufunktionieren, ohne dass größere Bauarbeiten notwendig werden.

5. Das Thema Haussysteme

Zuletzt ist der Aspekt der Haussysteme ein wichtiges Thema, wenn ein Haus schon beim Bau zukunftssicher gestaltet werden soll. Auch, wenn heutzutage noch nicht jeder ein Smart Home wünscht oder dieses schlichtweg nicht mehr im Budget ist, kann sich das schließlich in Zukunft ändern. Die letzten beiden Punkte, die es daher zu bedenken gilt, lauten:

Eine maximal erweiterbare Elektrik

Jeder, der schon einmal in einem Altbau gewohnt hat, kennt das Problem mit der begrenzten Anzahl an Steckdosen. Damals wurden sie in Häusern schließlich noch in geringerem Ausmaß benötigt als heutzutage. Die Elektrik nachzurüsten, ist aber eine aufwändiges Unterfangen, bei dem unter Umständen die Wände aufgerissen werden müssen und dadurch Verschmutzungen sowie Schäden in den Wohnräumen und an der Bausubstanz entstehen. Besser ist es, die Elektrik von Vornherein für die Zukunft aufzurüsten und sie flexibel zu machen, damit sie jederzeit ohne Probleme erweitert werden kann. Denn es ist durchaus zu erwarten, dass in einigen Jahren noch mehr Geräte an den Steckdosen & Co angeschlossen werden müssen. Eine leistungsstarke sowie flexible Elektrik ist deshalb unverzichtbar für ein zukunftssicheres Haus.

Eine zumindest in Grundlagen vorhandene Hausautomation

Wer noch ausreichend Budget hat, kann auch direkt ein Smart Home bauen. Zwar befindet sich die Hausautomation noch in der Entwicklungsphase, doch bereits jetzt gibt es zahlreiche Tools, die den Alltag im Eigenheim sicherer sowie komfortabler oder auch günstiger gestalten. Zumindest eine grundlegende Hausautomation einzurichten, ist deshalb in jedem Fall zu empfehlen, sodass diese später je nach Bedarf und individuellen Wünschen erweitert werden kann. Denn eines Tages wird wohl jedes Haus ein Smart Home sein, zumindest wenn es um Themen wie das Energiesparen und die Sicherheit geht. Wer also nicht schon heute die Voraussetzungen für eine entsprechende Technik legt, der muss in einigen Jahren vielleicht teure Umrüstungen vornehmen oder einen geringeren Wiederverkaufswert befürchten.

Fazit

Ein Haus zu bauen, das auch in vielen Jahren und Jahrzehnten denselben hohen Nutzwert wie beim Einzug hat, ist faktisch unmöglich. Dazu verlaufen die Entwicklungen in sämtlichen relevanten Bereichen einfach zu schnell. Wohl aber ist es möglich, ein Haus zu bauen, das durch die richtige Gestaltung noch sehr viele Jahre vor sich hat – mehr als die meisten anderen Häuser.

Das erfordert ein sinnvolles Bauen über dem aktuellen Mindestbedarf. Vollumfänglich zukunftssicher wird ein Gebäude nämlich erst, wenn keine relevanten Details auf ewig festgelegt sind. Das bedeutet: Je modularer, je flexibler ein Bau und all seine Bestandteile sind, desto leichter wird er auch in vielen Jahren den ständig steigenden Anforderungen gerecht werden. Das gilt für die Erbauer selbst, ihre Kindeskinder, potenzielle Käufer, aber auch aus reinen Komfortwünschen heraus oder weil es dann neue staatliche Nachrüstpflichten gibt. Das macht den Bau zwar in der Gegenwart nicht günstiger, wohl aber wird es jeden Besitzer davor bewahren, zukünftig Werteinbußen in Kauf nehmen oder teure Kredite aufnehmen zu müssen.

30.07.2021  ·  Umwelt
Energiekosten sparen und den Immobilienwert steigern

Willkommen im Energiesparzeitalter: In Zeiten von Klimaerwärmung, Energiewende und Co. heißt es sparen was das Zeug hält, um das Klima zu schützen und den CO2 Ausstoß zu senken. Dabei sind Modernisierungsmaßnahmen gleich mehrfach sinnvoll, denn mit der energetischen Sanierung von Gebäuden geht nicht nur das Schonen von Geldbeutel und Umwelt einher.

Die energetische Sanierung von Gebäuden stellt die Modernisierung einer Immobilie dar, mit der der Energieverbrauch und die für die Umwelt schädlichen Treibhausgasemissionen reduziert werden. Vor allem in Altbauten bieten sich Sanierungsmaßnahmen an, da die meisten Gebäude vor der ersten Energiesparverordnung 1979 erbaut wurden und seitdem keine Modernisierungen mehr stattgefunden haben. Modernisierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz können vielfältig sein. Dächer, Fenster und Fassaden sowie alte Heizungsanlagen – Vor der eigentlichen Sanierung gilt es, die Schwachstellen einer Immobilie zu bestimmen. Das A und O sind eine gute Wärmedämmung sowie der Einsatz energieeffizienter Heiztechnik. Dabei gilt die Faustregel von außen nach innen zu sanieren, denn eine gute Dämmung von Dach oder Fassade schützt hinterher die Energieeffizienz der modernisierten Heizungsanlage.

Wärmepumpe oder Solaranlage: Die energetische Sanierung u.a. mit Wärmepumpen gewinnt an immer größerer Bedeutung. Für unsanierte Gebäude bieten sich vor allem Hybridwärmepumpen oder bivalente Heizsysteme an, falls die vorhandene Heiztechnik noch intakt ist. Auch Solaranlagen in Kombination mit Wärmepumpen oder Brennwert-Geräten werden im Zuge energetischer Modernisierungsmaßnahmen immer beliebter.

Planen, umsetzen und sparen

Immobilienbesitzer, die alle Modernisierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz umgesetzt haben, profitieren vielfach von dieser Investition. Zum einen schützen sie die Umwelt nachhaltig, reduzieren ihre Energiekosten merklich und profitieren von diversen Förderprogrammen. Zum anderen steigern sie den Wert ihrer Immobilie langfristig. Dabei wirken sich energetische Modernisierungsmaßnahmen besonders positiv auf den Wert des Gebäudes aus, denn der Energieverbrauch eines Objekts steht häufig im Mittelpunkt. Wer energetisch saniert, profitiert von einer positiven Bilanz im Energieausweis, die den Marktwert deutlich steigert.

Alternative Heiztechnik ohne Investitionskosten

Ideal für die energetische Sanierung von Altbauten: Wer mit zukunftsweisender und energieeffizienter Heiztechnik seine Immobilie energietechnisch auf den neusten Stand bringen möchte, die hohen Investitionskosten aber scheut, der kann mit dem Voll-Service-Contracting-Modell von german contract von effizienter Heiztechnik profitieren, ohne für die Anschaffungskosten tief in die Tasche greifen zu müssen. Gegen eine vertraglich festgelegte monatliche Servicepauschale übernimmt der Energiedienstleister aus Neuss Investitionskosten, die Planung und jegliche Reparaturen der neuen Anlage – inklusive 24-h-Notfallservice sowie 15 Jahre Garantie auf die verbaute Technik.

26.07.2021  ·  Umwelt
Aus alt wird effizient: 2021 bereits mehr als 100.000 Heizungsanlagen beantragt

Viele Haus- und Wohnungseigentümer haben das erste Halbjahr 2021 genutzt, um die Modernisierung ihrer alten und ineffizient arbeitenden Heizungen voranzutreiben. Das zeigen aktuelle Zahlen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Von Januar bis Juni 2021 wurden bereits mehr als 100.000 effiziente Wärmeerzeuger beantragt.

Dazu zählen zum Beispiel Flüssiggas-Brennwertheizungen, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind ("Renewable Ready") oder Flüssiggas-Hybrid-Heizungen, die mindestens 25 Prozent erneuerbare Energien einbinden. "Der Wechsel von einer alten Ölheizung hin zu neuen effizienten Wärmeerzeugern zahlt sich doppelt aus", sagt Markus Lau, Technikexperte beim Deutschen Verband Flüssiggas e.V. (DVFG). "Eine solche Zukunftsinvestition hilft, die eigenen Energiekosten deutlich zu senken und darüber hinaus das Klima zu schützen."

Sparsamer Energieverbrauch und Zukunftssicherheit zentrale Gründe

Welche Prioritäten setzen Haus- und Wohnungseigentümer bei der Heizungsmodernisierung? Mehr als drei Viertel (77 Prozent) ist der Aspekt "sparsamer Energieverbrauch" besonders wichtig. Das ergab eine forsa-Umfrage[1] im Auftrag des Deutschen Verbandes Flüssiggas. Es folgen "Zuverlässigkeit und Zukunftssicherheit" (68 Prozent), "Klima- und Umweltfreundlichkeit" (64 Prozent) sowie "geringe Heizkosten" (63 Prozent).

Mit moderner Technik Energie sparen - und das Klima schützen

Dabei liegen die Vorteile einer neuen effizienten Heizungsanlage auf der Hand. Stichwort Energieverbrauch: So spart eine moderne Flüssiggas-Brennwertheizung gegenüber einem veralteten Modell rund 30 Prozent Energie. Hinzu kommt die im Vergleich zu Öl-Brennwertheizungen bessere ökologische Bilanz. Modelle auf Flüssiggas-Basis emittieren bis zu 15 Prozent weniger klimaschädliches CO2. Eine zusätzliche Effizienz-Option: Wird die Flüssiggas-Brennwertheizung mit einer Solarthermie-Anlage auf dem Dach kombiniert, übernimmt sie in der wärmeren Jahreszeit die Warmwasseraufbereitung - dank Sonnenenergie ganz ohne Zusatzkosten und klimaneutral. In einem Vier-Personen-Haushalt können so jährlich bis zu 60 Prozent des Energiebedarfs zur Erzeugung von Warmwasser natürlichen Ursprungs sein.

Jetzt bis zu 40 Prozent der Kosten durch Förderung sichern

Die Sommermonate sind der optimale Zeitpunkt für eine Heizungsmodernisierung. Wer jetzt aktiv wird, profitiert von attraktiven Förderungen: Zum 1. Juli 2021 ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bei der KfW gestartet (vorher BAFA). Damit fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter anderem den Einbau energieeffizienter Heizungsanlagen in Wohngebäuden. Bei einem Wechsel zu einer emissionsarmen Flüssiggas-Heizung winken staatliche Fördermittel von bis zu 40 Prozent der Kosten.

[1] Repräsentative Online-Umfrage "Heizungsmodernisierung" des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Deutschen Verbandes Flüssiggas. Im April 2021 wurden 1.005 Haus- und Wohnungseigentümer befragt.

31.03.2021  ·  Umwelt
Strom und Wärme aus einem System: eLecta 300 macht es möglich

Wasserstoff gilt als zukunftsträchtiger Brennstoff und wird derzeit in diversen Feldstudien erforscht. Doch auch im Markt ist die Technik schon angekommen und bietet den Kunden eine effiziente Kombination aus Wärme und Strom. Das Unternehmen Remeha aus Emsdetten setzt auf das Brennstoffzellensystem eLecta 300.

Die Anlage besteht aus einem Brennstoffzellen-Modul, einem 300-Liter-Pufferspeicher und einem Vormontage-System, welches am Pufferspeicher montiert wird. Zudem beinhaltet das System einen Brennwert-Spitzenlastkessel, mit einer Leistung von 21,8 kW und ein Hydraulikmodul. Letzteres besteht aus einem gemischten Heizkreis (ein zweiter ist optional nachrüstbar) und einer Frischwasserstation für die Trinkwassererwärmung im Durchlaufprinzip.

Das Brennstoffzellen-Modul selbst ist aus einer PEMFC (Polymerelektrolytmembran) gefertigt. Damit ist es möglich, eine Ausgangsleistung von 750 W elektrisch und 1.100 W thermisch zu erreichen. Der elektrische Wirkungsgrad liegt bei über 35 %. Neben der innovativen Hardware punktet die eLecta 300 von Remeha durch eine neue Touchscreen-Bedieneinheit mit eigenem Energierechner. Bei mehreren Heizkreisen kann somit immer die optimale Kombination im System gesteuert werden.

Somit ist die Anlage eLecta 300 bestens für den Einsatz im Ein- und Zweifamilienhaussektor gerüstet. Ein Beispiel, wie eine solche Anlage aussehen kann und welche Vorteile sie bietet präsentiert Heiko Schulz, Außendienst von Remeha, in einem Video unter https://www.remeha.de/brennstoffzellenheizung.

Neben dem Komfort steht den Bauherren Unterstützung in punkto Förderungen zu. Möglich sind bis zu 11.200 Euro. Um den Kunden bestmöglich zu unterstützen, bietet Remeha auf seiner Website einen Förderservice an. Das Paket beinhaltet die gesamte Abwicklung – von der Prüfung bis zur Umsetzung. Dafür reicht es anfangs aus, einen Fragenkatalog durchzugehen. Dieser wird dann vom Partner BEN-Tec bearbeitet. Sollten die Eingaben nicht eindeutig genug sein, werden die restlichen Daten von Beratern erfragt. Die abschließende Abrechnung erfolgt im Anschluss über Remeha. Die Kosten für den Förderservice Brennstoffzelle beispielsweise liegen bei 299,00 € zzgl. MwSt.

Weitere Informationen zu Remeha sind auf der Website www.remeha.de zu finden.

23.02.2021  ·  Umwelt
Tipps für ein besseres Raumklima

Es war wohl niemals wichtiger, für einen guten Luftaustausch in Räumen zu sorgen als heutzutage. Wegen des Corona-Virus müssen wir dafür sorgen, dass wir stets mit frischer Luft versorgt sind, da sich die Erreger sonst nahezu ungehindert ausbreiten können. Nicht nur im öffentlichen Raum ist deshalb ein guter Luftaustausch Pflicht, zu Hause ist es ebenfalls wichtig. Wer für ein gutes Raumklima sorgt, schützt sich jedoch nicht nur vor Krankheiten, sondern auch vor Schimmel und unerwünschter Feuchtigkeit innerhalb der eigenen vier Wände. Wir haben deshalb die besten Tipps für den idealen Luftaustausch zu Hause an dieser Stelle zusammengefasst.
Warum ist ein gutes Raumklima wichtig?

Ein schlechtes Raumklima kann sich auf mehrere Arten auf uns auswirken. Ist die Luft in Räumen zu kalt und zu feucht, dann kann sich Schimmel in der Wohnung bilden. Gleichzeitig können sich vor allem im Winter dadurch Krankheitserreger besser verbreiten. Ist die Luft in Räumen zu warm und zu trocken, werden dadurch die Schleimhäute angegriffen und das bietet wiederum eine Menge Möglichkeiten für Viren und Bakterien in unsere Körper zu gelangen. Allerdings kann die Luft in der kalten Jahreszeit auch zu feucht werden, wenn nicht richtig gelüftet und geheizt wird.

Zusätzlich stellt das Corona-Virus aktuell ebenfalls eine große Herausforderung dar, da es durch Aerosole übertragen werden kann. Hierdurch ist es umso mehr nötig, für einen guten Luftaustausch zu sorgen.

Richtiges Lüften will gelernt sein

Viele machen den Fehler und Lüften zu lange und das bei gekippten Fenstern. Auf diese Weise kann kein richtiger Luftaustausch stattfinden und die feuchte Luft bleibt dennoch in den Räumen. Nur die Temperatur im Raum sinkt und die Heizkosten steigen. Außerdem kann sich oberhalb und seitlich des gekippten Fensters Schimmel bilden.

Besser ist das regelmäßige Stoßlüften. Das sollte mindestens zweimal, als morgens und abends, gemacht werden. Dabei werden alle Fenster in der Wohnung so weit es geht geöffnet.

Durch dieses sogenannte Querlüften entsteht ein Durchzug, der für einen effizienten Luftaustausch sorgt. Nach fünf bis zehn Minuten können die Fenster wieder geschlossen werden. In Räumen, die zu feuchter Luft neigen, wie etwa im Bad oder der Küche, sollte zusätzlich gelüftet werden, wenn die Feuchtigkeit entsteht.

Luft maschinell reinigen

Eine technische Möglichkeit, um für einen Austausch der Raumluft zu sorgen sind sogenannte Luftreiniger. Entsprechende Geräte gibt es in verschiedenen Ausführungen. Im eigenen Zuhause bieten sich vor allem mobile Luftreiniger an, da sie in den Räumen eingesetzt werden können, wo sie gebraucht werden. Der Vorteil: Sie können via App gesteuert werden und fügen sich so in Smarthome-Konzepte ein.

Sind beispielsweise Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder aus einen anderen Haushalt zu Gast, kann bequem Abstand gewahrt und die Gefahr von einer Ansteckung durch Aerosole minimiert werden.

Im Schlafzimmer profitieren vor allem Allergiker von der gereinigten Luft. Es werden nämlich nicht nur Krankheitserreger, sondern auch Milben und Hausstaub aus der Luft gefiltert. Solche Luftreiniger können besonders als Ergänzung zum Lüften für das eigene Zuhause genutzt werden.

Weitere Smarthome-Lösungen für ein gutes Raumklima

Neben einem Luftreiniger gibt es noch weitere technische Geräte, die helfen können, das Raumklima zu verbessern. Beispielsweise können Temperaturregler über entsprechende Smarthome-Systeme gesteuert werden.

Ergänzend werden Sensoren am Fenster angebracht, um festzustellen, ob diese geöffnet sind. Sind die Fenster geöffnet, fährt das Thermostat automatisch die Temperatur herunter.

Auch ein Luftentfeuchter kann zusätzlich zu den genannten Geräten Sinn ergeben, um die Luftfeuchtigkeit zu regeln. Sie können ebenfalls per App gesteuert werden und/oder mit den anderen Geräten interagieren.

Hygrometer, um Luftfeuchtigkeit zu messen

Um effektiv gegen Schimmel vorzugehen, bzw. ihn gar nicht erst entstehen zu lassen, ist es wichtig, dass die Luftfeuchtigkeit innerhalb eines Zimmers einen gewissen Prozentsatz nicht dauerhaft überschreitet. Im Winter sollte sie nicht mehr als 60 Prozent betragen.

Allerdings lässt sich das nicht nach bloßem Gefühl feststellen. Um die Feuchtigkeit im Raum im Auge zu behalten, empfiehlt sich deshalb ein sogenanntes Hygrometer. Es misst die Luftfeuchtigkeit, die idealerweise zwischen 35 und 55 Prozent betragen sollte.

Feuchtigkeit reduzieren

Wie bereits erwähnt lässt sich mit Luftentfeuchtern und mit richtigem Lüften die Feuchtigkeit in Räumen wieder herunterfahren. Allerdings gibt es auch Möglichkeiten, wie die Luftfeuchtigkeit gar nicht erst zu sehr ansteigt. Vor allem auf das Trocknen von Wäsche in Wohnräumen sollte deshalb verzichtet werden. Sofern es jedoch nicht anders möglich ist, sollte die Frequenz des Lüftens erhöht werden.

Falsches Heizen vermeiden

Auch das Heizen will gelernt sein. Oft heizen wir verschiedene Räume viel zu heiß oder zu kalt. Im Wohnzimmer reicht es, wenn die Temperatur etwa 20 Grad beträgt. In der Küche darf es ruhig etwas kälter sein, da der Herd und der Kühlschrank meist noch Wärme abgeben.

Im Schlafzimmer reichen 16 bis 18 Grad völlig aus und sind sogar besser für einen erholsamen Schlaf. Einen Überblick über das richtige Heizen bietet unter anderem das Umweltbundesamt.

Anzeichen für ein schlechtes Raumklima

Vor allem eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, kann zu einem Problem werden. In Mietwohnungen sind dadurch und die daraus folgende Schimmelbildung schwere Streits zwischen Mietern und Vermietern entstanden. Allerdings lassen sich erste Anzeichen leicht erkennen.

Beschlagene Fensterscheiben sind wohl das beste Zeichen für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Es bedeutet, dass zu wenig geheizt oder nicht ausreichend gelüftet wird. Besser ist es also lieber einmal zu viel zu lüften. Nicht nur der Wohnraum, sondern auch die Gesundheit wird es einem danken.

 

18.02.2021  ·  Umwelt
Wird Wasserstoff ein Markt für alle?

Wasserstoff ist derzeit – auch durch die im letzten Jahr von der Bundesregierung verabschiedete und mit üppigen Milliarden ausgestattete Nationale Wasserstoffstrategie – in aller Munde, wird gar als der Champagner der Energiewende gepriesen. Dabei wird schnell vergessen, dass eine Herstellung von grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse aufwendig, ineffizient und deshalb teuer ist. Dennoch wird um das Element mit dem kleinsten Molekül kein Weg herumführen. Einsätze zu Heizzwecken und in der Mobilität sind denkbar.

Eine aktuelle Befragung der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat ergeben, dass sich das Gros der Verbraucher hier mehr Transparenz wünscht. Ist also ein grünes Gas wie Wasserstoff klimaneutral hergestellt oder nicht? Derzeit eher nicht, weil der sogenannte graue Wasserstoff ja zu 99 Prozent mittels Dampfreformierung aus Erdgas gewonnen wird. Zu Mehrkosten von 10 bis 20 Prozent wäre eine knappe Mehrheit zwar bereit, allerdings liegen die aktuellen Kosten für grünen Wasserstoff etwa viermal höher als für grauen Wasserstoff.

Doch wie realistisch ist es überhaupt, grünen Wasserstoff im trauten Heim und im geliebten Auto zu nutzen?

Zuerst zum Heim.

Wasserstoff zu Hause

Wasserstoff könnte zu Hause im Gas-Brennwertkessel verbrannt werden. Schon jetzt ist das mit einer Beimischung ins Erdgasnetz von bis zu 9,9 Prozent möglich. In den Erdgas-Verteil- und Transportnetzen wären sogar höhere Beimischungen möglich. Experten gehen von 20 Prozent aus. Alles, was darüber ist, müsste geprüft werden.

Der grüne Wasserstoff könnte theoretisch auch in reinen Wasserstoffleitungen zum Verbraucher kommen und dort Brennstoffzellen betreiben. Brennstoffzellen produzieren gleichzeitig Strom und Wärme. Rund 2.000 davon sind in Deutschland installiert. Ein Förderprogramm soll bis 2027 diese Zahl auf 70.000 anheben. Sie werden bisher aber alle ausnahmslos mit Erdgas betrieben, was wiederum nicht klimaneutral ist. Beim Verbrennen in Gasthermen, was ja auch eine Variante wäre, müssten diese ausgewechselt werden, da Wasserstoff ein deutlich anderes Brennverhalten aufweist. Allerdings ist ein reines Wasserstoffnetz zu teuer. Die Kosten lägen nach Schätzungen von Experten bei 270 Milliarden Euro.

Die dritte Möglichkeit wäre, den gewonnenen Wasserstoff zu synthetischem Erdgas, SNG genannt, aufzumethanisieren. Weder an Leitungen noch an Endgeräten wären dann Änderungen oder Anpassungen notwendig. Dieser Prozess ist ebenfalls sehr aufwendig. Das dafür nötige CO2 müsste im besten Fall aus Abfallprozessen der Industrie stammen. Doch die soll ja in Zukunft auch CO2-neutral arbeiten. Eine Abscheidung aus der Luft ist zwar technisch möglich und wird vereinzelt auch praktiziert. Doch sie wäre zu teuer.

Bliebe also nur die Beimischung von grünem Wasserstoff zu Erdgas und dessen Transport im Netz. Das wäre zumindest für einige Jahre eine Zwischenlösung.

Wasserstoff als Antrieb für den PKW

Autos können auf zwei Wegen Wasserstoff nutzen: in einer Brennstoffzelle oder in einem Verbrennungsmotor. Das Verlockende dabei: Wasserstoff hat eine sehr hohe Energiedichte, die der von Benzin in nichts nachsteht und um das bis zu Sechsfache höher ist als die von Lithium-Ionen-Batterien, die in E-Autos zum Einsatz kommen. Allerdings sind seine Lagerung und der Transport im Tank recht aufwendig und nur in gekühlten Druckdanks bei 350 bar für Nutzfahrzeuge oder 700 bar für Pkw möglich. Dann wäre Wasserstoff eine echte Alternative etwa für Nutzfahrzeuge.

Die Nutzung der Brennstoffzelle in Pkw ist schon einige Jahre serienreif. Insbesondere japanische Hersteller, allen voran Toyota, haben sich darauf spezialisiert. Der Mirai ist ein Beispiel dafür. Mit einem Listenpreis von derzeit 80.000 Euro ist er jedoch nicht für jeden Geldbeutel etwas. Doch die Fahrzeuge könnten billiger werden. Sie treffen auf ein immer besser ausgebautes Tankstellennetz. Im zweiten Quartal dieses Jahres soll die 100. Wasserstofftankstelle in Deutschland eröffnet werden, auch wenn das noch der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein wäre. Zum Vergleich: Hierzulande gibt es gut 14.300 Tankstellen, darunter 7.000 Flüssiggastankstellen (LPG) und knapp 900 Erdgastankstellen (CNG). Immerhin – es geht voran, wenn auch nur langsam. Das Forschungszentrum Jülich schätzt die Kosten für den Aufbau dieser Infrastruktur in Deutschland auf 61 Milliarden Euro.

Die zweite Möglichkeit ist die Nutzung des Wasserstoffs in einem Verbrennungsmotor. Versuche dazu gab es während der ganzen Geschichte des Automobil- und Motorenbaus. Dabei kann die bisherige Verbrennungsmotorentechnik beibehalten werden, es braucht also keines neuen Antriebsstranges wie bei der E-Mobilität oder bei Brennstoffzellenfahrzeugen. Zwar ist sein Einsatz sowohl in Diesel- als auch Benzinmotoren denkbar. Letztere sind jedoch etwas besser geeignet.

Großes Forschungsprojekt

Wie nun der Wasserstoff zum Verbraucher, also ins Heim oder an die Tankstelle kommt, ist Gegenstand des Forschungsprojektes H2 vor Ort. Es untersucht, wie der Wasserstoff in Industrie, Wärmemarkt und Mobilität genutzt und idealerweise im Netz transportiert werden kann. Denn die Nachfrage könnte eines Tages flächendeckend sein. Und Deutschlands sehr gut ausgebautes Erdgasnetz wäre natürlich ein sehr guter Transporteur. Über 30 Unternehmen haben zusammen mit dem Fachverband DVGW diskutiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass eine 100-prozentige Versorgung mit Wasserstoff über die Verteilnetze technisch möglich und sinnvoll sei. Außerdem sollten regionale Ressourcen für den Aufbau von dezentralen Power-to-Gas-Anlagen genutzt werden.

Erwähnt werden sollte aber auch, dass sich Wasserstoff nicht nur in Leitungen transportieren lässt. Es geht auch, wie für die Fahrzeuge, in gekühlten Drucktanks, aber auch gelöst in sogenannten LOHCs (für flüssige organische Trägermaterialien oder Liquid Organic Hydrogen Carrier) oder in Ammoniak.

Hören Sie doch mal rein - in den Fachbeitrag auf: https://shk.radio/haustechnikdialog
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Ein Fachbeitrag der Redaktion HaustechnikDialog.

 

23.11.2020  ·  Umwelt
Energetische Sanierung: Die fünf wichtigsten Fakten

Neue Heizung, neue Fenster, Wärmedämmung: Wer sein Haus energetisch saniert, schont die Umwelt - und spart Steuern. Denn seit dem 1. Januar 2020 lassen sich für energetische Sanierungsmaßnahmen am eigenen Haus bis zu 40.000 Euro steuerlich absetzen. Doch welche Bau-Maßnahmen gelten als energetische Sanierung? Wie viel Energie kann man durch eine energetische Sanierung sparen? Und wie setzt man die Kosten dafür ab? Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) mit fünf wichtigen Fakten.

 

1. Die energetische Sanierung eines Hauses bedeutet...

... erstens, dass der Energieverbrauch für Heizung, Warmwasseraufbereitung oder Stromversorgung durch bestimmte Baumaßnahmen gesenkt wird. Und zweitens, dass weniger konventionelle und mehr erneuerbare Energien genutzt werden. Insgesamt sinkt damit nicht nur der CO2-Ausstoß, sondern es verringern sich auch die Kosten für Immobilienbesitzer und Mieter.

2. Als energetische Sanierungsmaßnahmen gelten:

-  Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen oder Geschossdecken,

-  Erneuerung der Fenster oder Außentüren,

-  Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage,

-  Erneuerung einer Heizungsanlage oder Optimierung bestehender Heizungsanlagen,

-  Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung. 

3. Mit energetischer Sanierung Energiekosten sparen 

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat berechnet, dass der Energieverbrauch durch energetische Modernisierung um 22 Prozent sinkt. Die KfW bezieht sich bei ihren Berechnungen auf die Energie-Einsparung in 275.000 Wohnungen, die im Jahr 2017 durch KfW-Förderkredite energetisch saniert wurden.

Konkret konnten 1.441 Gigawattstunden pro Jahr (GWh/a) eingespart werden. Eine GWh entspricht einer Millionen Kilowattstunden (KWh). Zum Vergleich: Mit der Energiemenge einer KWh kann man zum Beispiel ungefähr 25 Minuten Staubsaugen oder etwa eine Pizza im Backofen zubereiten.

Wie viel Energie in einem Haus oder einer Wohnung durch energetische Sanierungsmaßnahmen gespart werden kann, liegt unter anderem am Zustand, an der Bausubstanz und an der Größe.

Das Bundeswirtschaftsministerium bietet einen Sanierungskonfigurator an, um anhand dieser und anderer Faktoren die individuellen Energie-Einsparungsmöglichkeiten für Ihre Immobilie zu berechnen: http://www.sanierungskonfigurator.de/.

4. Insgesamt 40.000 Euro für energetische Sanierung lassen sich absetzen...

... und zwar verteilt über drei Jahre: In dem Jahr, in dem die energetische Gebäudesanierungsmaßnahme erfolgt, sowie im darauffolgenden Kalenderjahr sind maximal sieben Prozent der Kosten und höchstens 14.000 Euro absetzbar; im zweiten darauffolgenden Kalenderjahr maximal sechs Prozent der Aufwendungen und höchstens 12.000 Euro.

Wichtig: Wer eine energetische Gebäudesanierungsmaßnahme von der Steuer nach Paragraf 35c Abs. 1 Einkommensteuergesetz absetzen will, benötigt dafür eine Rechnung. Darin müssen in deutscher Sprache die förderungsfähige energetische Maßnahme, die Arbeitsleistung des Fachunternehmens und die Adresse des Gebäudes beschrieben sein.

Außerdem muss die energetische Sanierungsmaßnahme durch eine Bescheinigung des Fachunternehmens oder eines Energieberater (eine Person mit Ausstellungsberechtigung nach § 21 Energieeinsparverordnung) bestätigt sein. Für die Bescheinigung ist ein amtliches Muster zu verwenden, das der Einkommenssteuererklärung beigefügt werden muss.

Und: Das Finanzamt erkennt lediglich per Überweisung gezahlte Rechnungen an, keine Barzahlungen.

5. Die KfW bietet alternativ Fördermittel zur energetischen Sanierung

Die KfW hat verschiedene Fördermöglichkeiten für die energetische Sanierung einer Wohnung oder eines Hauses:

  • Zinsverbilligte Förderdarlehen mit Tilgungszuschuss können über die KfW-Programmlinie "Energieeffizient Sanieren" (151/152) beantragt werden

Investitionszuschüsse gibt es in den folgenden Programmen:

  • KfW-Programmlinie "Energieeffizient Sanieren" (430),
  • Marktanreizprogramm "Wärme aus erneuerbaren Energien" (BAFA),
  • Heizungsoptimierungsprogramm (BAFA).

Wichtig: Eine Steuerermäßigung für energetische Sanierungsmaßnahmen kann nicht in Anspruch genommen werden, wenn dafür zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse gewährt werden oder die Sanierungsmaßnahme öffentlich gefördert ist

 

01.10.2020  ·  Umwelt
Heizsaison startet am 1. Oktober – was Verbraucher jetzt für weniger Heizkosten und CO2 tun können

Wer seine Heizkosten und CO2-Emissionen senken möchte, sollte an den Beginn der Heizsaison am 1. Oktober denken. Denn in den kommenden kalten Monaten wird in der Regel im Haushalt die meiste Energie verbraucht. Im Schnitt entfallen jährlich 70 Prozent auf die Heizung, deutlich weniger auf Strom und Warmwasser.

Wer seine Heizkosten und CO2-Emissionen senken möchte, sollte an den Beginn der Heizsaison am 1. Oktober denken. Denn in den kommenden kalten Monaten wird in der Regel im Haushalt die meiste Energie verbraucht. Im Schnitt entfallen jährlich 70 Prozent auf die Heizung, deutlich weniger auf Strom und Warmwasser.

Große Sparpotenziale beim Heizen für Mieter und Eigentümer

Am größten ist das Sparpotenzial während der Heizsaison häufig beim Lüften. Anstatt die Fenster lange zu kippen, sollten sie zum Stoßlüften weit geöffnet werden. Ein durchschnittlicher Haushalt im Mehrfamilienhaus kann so pro Jahr etwa 80 Euro sparen und 315 Kilogramm CO2 vermeiden. Mit programmierbaren Thermostaten sind im Schnitt 65 Euro und 250 Kilogramm CO2 weniger möglich.

Eigentümer haben noch mehr Möglichkeiten als Mieter, um Heizkosten und CO2-Emissionen zu senken. Sie sollten vor allem drei kurzfristige Optionen prüfen:

1. Heizungsrohre dämmen

Das Dämmen der Heizungsrohre in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus rechnet sich besonders schnell und kann selbst erledigt werden. Mit Materialkosten von etwa 70 Euro lassen sich pro Jahr etwa 310 Euro sparen und 1.045 Kilogramm CO2 vermeiden.

2. Heizungspumpe tauschen

Mit 30 Prozent staatlicher Förderung rentiert sich auch der Tausch alter Heizungspumpen oft innerhalb kurzer Zeit. Die Kosten liegen für ein Einfamilienhaus im Schnitt bei etwa 300 Euro, die jährliche Ersparnis bei rund 105 Euro (210 Kilogramm CO2).

3. Hydraulischen Abgleich machen

Die gesamte Heizanlage optimal auf das Gebäude einzustellen, kostet im durchschnittlichen Einfamilienhaus etwa 690 Euro. Dafür sinken die Ausgaben für Energie um etwa 85 Euro pro Jahr (290 Kilogramm CO2). Auch für den hydraulischen Abgleich gibt es 30 Prozent Zuschuss vom Staat – und er lässt sich häufig gut mit einem Pumpentausch kombinieren.

Heizkosten vergleichen und Sparpotenzial ermitteln

Wie groß das persönliche Sparpotenzial ist, zeigen Online-Heizkostenrechner wie der HeizCheck auf www.heizspiegel.de. Hauseigentümer sollten auch prüfen, ob ein neuer Heizkessel oder eine Sanierung sinnvoll sind – am besten gemeinsam mit einem unabhängigen Energieberater.

29.09.2020  ·  Umwelt
Eigenheim-Sanierung für den Klimaschutz

2015 wurde in Paris das globale Klimaschutzabkommen verabschiedet, bei dem sich die unterzeichnenden Staaten verpflichtet haben, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Heute – fünf Jahre später – zeigt die Bilanz: Deutschland konnte den CO2-Ausstoß kontinuierlich senken. Eigenheimbesitzer haben dabei einen wichtigen Beitrag geleistet und können die Entwicklung durch energieeffizientes Sanieren weiter vorantreiben.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 805 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt. Das sind rund ein Drittel (35,7 %) weniger als noch 1990. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort, doch das Ziel ist noch lange nicht erreicht: Bis 2030 will die Bundesregierung die Treibhausgasemissionen in Deutschland auf 543 Millionen Tonnen reduzieren.

Immobilien haben eine Schlüsselrolle, um dieses Ziel zu erreichen. Laut Umweltbundesamt war der Gebäudesektor 2019 für 122 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verantwortlich. Damit entfallen etwa 15 % der Gesamtemissionen in Deutschland auf private Haushalte und Gewerbeimmobilien. Nachdem dieser Anteil in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist, sind die Emissionen im vergangenen Jahr erstmals seit 2015 wieder gestiegen. Ein Grund dafür ist die Witterung. 2019 waren die Temperaturen in vielen Teilen des Landes kühler als 2018, wodurch mehr geheizt wurde. 60 % der Energie werden zum Heizen verwendet.

Mit Sanierung Klima und Geldbeutel schonen

„Eine umfassende energetische Sanierung des Gebäudebestandes würde die CO2-Emissionen nachhaltig verringern“, sagt Albrecht Luz von der LBS. So verbraucht ein unsaniertes Gebäude im Schnitt jährlich etwa 170 kWh/m2 . Ist das Gebäude vollsaniert, sinkt der Energieverbrauch auf durchschnittlich 132 kWh/m2  im Jahr. „Vor allem alte Heizungen, undichte Fenster und keine oder eine nur unzureichende Dämmung sind Energiefresser. Welches Einsparpotenzial das eigene Heim bietet und welche Investitionen sinnvoll sind, lässt sich mit dem LBS-Energiesparrechner überprüfen“, rät Luz.

Die Bundesregierung hat energieeffizientes Bauen und Sanieren zu einem Kernstück ihrer Klimastrategie gemacht: Bis 2050 soll der Gebäudebestand in Deutschland klimaneutral sein. Seit Anfang dieses Jahres wurden daher die Zuschüsse und Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Kauf, Sanierung oder Bau von Effizienzhäusern erhöht. Hausbesitzer, die beispielsweise ihre alte Ölheizung austauschen, erhalten eine Prämie und wer selbstgenutztes Wohneigentum energetisch saniert, profitiert zudem von Steuervorteilen.


 

Gut zu wissen

So verändert Corona das Klima: Während der Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen wurde in Deutschland rund ein Viertel weniger CO2 ausgestoßen als vor der Pandemie. Das ist das Ergebnis einer Studie vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Der globale CO2-Ausstoß im April war laut der Studie rund 14 Prozent geringer – die größte Reduzierung von Treibhausgasemissionen seit 60 Jahren.

Nachhaltiges Bauen:
Ökologische Alternativen für Bau- und Dämmstoffe

Für die Wärmedämmung im Eigenheim werden in Deutschland in der Regel Materialien wie erdölbasiertes Polystyrol oder Mineralwolle verwendet. Doch es gibt ökologische Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen.

Holzdämmstoffe

Für die Innendämmung eignen sich beispielsweise Holzfaserdämmplatten, denn sie können Wärme gut speichern sowie Feuchte regulieren und sind damit gut für das Raumklima. Darüber hinaus weisen sie einen guten Schallschutz auf. Allerdings ist das Material als Nistplatz für Nagetiere attraktiv. Der Einbau von Mäusegittern kann dies verhindern. Hergestellt wird die Holzdämmung aus Restholz, das erhitzt und zu Platten gepresst wird. Mit 14 bis 54 Euro pro Quadratmeter liegt die Holzfaserdämmung im mittleren Preisbereich.

Faserdämmstoffe

Auch aus Altpapier gewonnene Zellulose oder Pflanzenfasern wie Hanf dienen als Dämmstoff. Sie werden ebenfalls zu Platten oder Vlies gepresst und können als Trittschalldämmung verwendet werden. Während Zellulose schimmel- und schädlingsresistent ist, ist Hanf feuchtigkeitsbeständig. Da Rohstoffe für Faserdämmungen häufig in großen Mengen vorhanden sind oder schnell nachwachsen, sind sie recht preisgünstig: 5 bis 24 Euro pro Quadratmeter Zellulose und 9 bis 32 Euro pro Quadratmeter Hanf.

Schafwolle

Aufgrund der hohen Flexibilität des Materials ist Schafwolle als Dämmstoff einfach zu verarbeiten. Zudem zeichnet sie sich durch eine sehr gute Dämmwirkung aus und kann Schadstoffe aus der Luft binden. Allerdings besitzt Schafwolle – im Gegensatz zu Pflanzenfasern – einen Eiweißanteil und ist dadurch ohne Zusätze nicht schädlingsresistent. Wer sie zum Dämmen einsetzen möchte, sollte mit 22 bis 45 Euro pro Quadratmeter kalkulieren.

Schilf

Anders als Holz- oder Faserdämmstoffe wird Schilfrohr nicht zerkleinert und gepresst, sondern im Ganzen ohne Zusatzstoffe zu Platten oder Ballen gebunden. Da der Dämmwert im Vergleich zu anderen Materialien weniger gut ist, eignet sich Schilfrohr eher als Baustoff und weniger als Dämmung. So wird es zum Beispiel als Trägermaterial für Putzschichten oder als Dachbedeckung eingesetzt. Die Kosten für einen Quadratmeter Schilfrohr belaufen sich auf ca. 10 bis 37 Euro. 

19.08.2020  ·  Umwelt
Hauseigentümer: Mehrheit will trotz Corona-Krise modernisieren und fordert mehr Klimaschutz

Die Corona-Krise hat nur wenig Einfluss auf das Modernisieren von Wohngebäuden. Das geht aus einer Verbraucher-Umfrage der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online (www.co2online.de) hervor. Rund 88 Prozent der Befragten gaben an, dass die Corona-Krise ihre Entscheidung für eine Sanierung nicht beeinflusst hat.
Neue Heizung mit Abstand häufigste Maßnahme

Die mit Abstand häufigste Maßnahme, die die befragten Verbraucher aktuell planen, ist eine neue Heizanlage (43 Prozent); gefolgt vom hydraulischen Abgleich und einer Photovoltaikanlage (jeweils 27 Prozent). Dann folgt das Sanieren des Bades bei etwa 24 Prozent der Befragten.

Klimaschutz und Fördermittel motivieren Verbraucher

Bei der Motivation fürs Modernisieren steht neben ohnehin fälliger Maßnahmen (74 Prozent) der Beitrag zum Klimaschutz (73 Prozent) ganz oben. Besonders motivierend sind für die Verbraucher außerdem vorhandene Fördermittel (70 Prozent), Wirtschaftlichkeit (65 Prozent) und Wertsteigerung der Immobilie (62 Prozent).

Hauseigentümer für mehr Klimaschutz und kostenlose Beratung

Trotz der Corona-Krise spricht sich die große Mehrheit der Befragten für mehr Klimaschutz aus (80 Prozent). Für sehr sinnvoll in Sachen Klimaschutz halten die Hauseigentümer eine kostenlose Energieberatung (57 Prozent) und eine erfolgsorientierte Förderung (49 Prozent).

An der Umfrage im Mai 2020 haben sich rund 680 Hauseigentümer beteiligt. Die Befragten sind Nutzer von co2online und wurden per E-Mail zur Online-Umfrage eingeladen.

Die Umfrage wurde fachlich unterstützt durch das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg. Sie ist eine der Grundlagen für eine neue Aktivierungskampagne von co2online zum Berliner Förderprogramm HeiztauschPLUS. Fördergeberin ist die Berliner Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. 

22.07.2020  ·  Umwelt
Energiewende 2020: Klimaneutral und kostengünstig heizen mit Holzpellets

Der Klimawandel beherrscht weltweit die Schlagzeilen. Und auch in Deutschland wird heiß darüber diskutiert, wie fossile Brennstoffe begrenzt und so der massive Ausstoß von Treibhausgasen gestoppt werden kann. In einem Punkt herrscht Konsens: Erneuerbare Energien sind der Schlüssel zum Erfolg. Neben Sonne, Wind und Wasser kommt dabei der Biomasse in Form von Brennholz eine entscheidende Rolle zu.

Darauf weist der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. hin, der auch die Hersteller moderner Feuerstätten und regenerativer Energien vertritt.

Neben dem klassischen Kaminofen, Kachelofen oder Heizkamin rückt vor allem der Pelletofen in den Fokus. Bei diesem innovativen Heizgerät verbindet sich die Faszination des Kaminfeuers mit dem Komfort einer Zentralheizung. Die gleichermaßen kostengünstigen wie heizstarken Holzpellets gelangen von einem integrierten Vorratstank über eine Förderschnecke automatisch in den Brennraum mit Sichtscheibe. Ein häufiges Nachlegen von Holzscheiten ist also hier nicht nötig. Die angenehme Atmosphäre und wohltuende Strahlungswärme des Feuers - inklusive der munter flackernden Flammen - kann man daher besonders entspannt genießen.

2.000 Euro vom Staat - wasserführende Pelletöfen werden gefördert

Pelletöfen, die mit einer Wassertasche ausgestattet sind, werden zudem staatlich gefördert: Mit einem Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro. Ein solches Gerät beheizt nicht nur den Aufstellraum, sondern produziert gleichzeitig Heißwasser, welches über Rohrleitungen in einen Pufferspeicher gelangt. Das bedeutet Unterstützung für die zentrale Heizungsanlage und warmes Wasser zum Kochen, Baden und Duschen. Kombiniert man den Ofen mit einer Wärmepumpe oder einer Solaranlage, gibt es noch einen Extra-Bonus von 500 Euro. Anträge und Details dazu unter www.bafa.de.

Was macht das Heizen mit Scheiten oder Pellets so besonders? Im Gegensatz zu fossilen Energien wie Öl und Gas gilt der nachwachsende Rohstoff Holz als klimaneutral. Bei seiner Verbrennung wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie der Baum zuvor beim Wachstum gebunden hat. Bei einer nachhaltigen Forstwirtschaft, die seit 300 Jahren in Deutschland betrieben wird, wachsen gleichzeitig mindestens ebenso viele Bäume nach, wie aus den Wäldern entnommen werden, welche wiederum als CO2-Senke dienen. So entsteht ein natürlicher Biomasse-Kreislauf. Als regionales Produkt sichert Holz zudem Arbeitsplätze in Deutschland.

22.06.2020  ·  Umwelt
Mehr Geld für mehr Energieeffizienz

Verbesserte Förderung und ein Konjunkturpaket: Warum jetzt der ideale Zeitpunkt für die Gebäudesanierung ist: In den kommenden zwei Jahren sollen 2,5 Milliarden Euro in das CO2- Gebäudesanierungsprogramm des Bundes fließen. Das sind eine Milliarde mehr als vor der Corona-Krise geplant. Für Hausbesitzer und Wohnungseigentümer lohnt es jetzt mehrfach, in eine energetische Sanierung ihres Gebäudes zu investieren. Über die Möglichkeiten informiert das Serviceportal „Intelligent heizen“.

Bis 2030 will die Bundesregierung den CO2-Ausstoß deutlich reduzieren. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Gebäudesektor: Rund 35 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland gehen auf das Konto von öffentlichen oder privaten Gebäuden. Mit dem CO2- Gebäudesanierungsprogramm sollen Hausbesitzer und Wohnungseigentümer dazu motiviert werden, eine energetische Sanierung in Angriff zu nehmen. „Nun hat die Koalition im Rahmen des CoronaKonjunkturpakets das CO2-Gebäudesanierungsprogramm um eine Milliarde aufgestockt“, sagt Kerstin Vogt, Geschäftsführerin der VdZ, Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik. „Das sind tolle Nachrichten für Hausbesitzer und Wohnungseigentümer, denn das bedeutet, dass jetzt noch mehr Anträge als bislang bewilligt werden. Außerdem profitieren Modernisierer von der Absenkung der Mehrwertsteuer bis Dezember 2020. Auch ein paar Prozentpunkte machen für Investitionen in eine Heizungsanlage eine Menge aus.“

Jetzt in die energetische Sanierung investieren!

Mit dem Konjunkturprogramm setzt die Bundesregierung klare Impulse: Der Gebäudesektor als Konjunkturmotor der Wirtschaft wird gestärkt und der Kurs Richtung Klimaschutz fortgesetzt. Wer seine Heizung erneuern möchte und sich für erneuerbare Energien entscheidet, kann die Förderungen durch das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nutzen: Seit Januar 2020 erhalten Sanierungswillige einen höheren BAFAZuschuss für die neue Heizung und auch die KfW hat ihre Angebote zur energetischen Sanierung deutlich aufgestockt. „Noch nie gab es so viele attraktive Angebote, um in Energieeffizienz zu investieren, wie jetzt“, betont VdZ-Geschäftsführerin Kerstin Vogt. „Und dank der um drei Prozent reduzierten Mehrwertsteuer profitieren Hausbesitzer und Wohnungseigentümer von den Investitionszuschüssen gleich doppelt. Modernisieren lohnt sich also richtig. Diese Chance sollte sich keiner entgehen lassen“. Einen großen Gewinn bietet auch die Heizungsoptimierung, die noch mindestens bis Ende des Jahres von der BAFA gefördert wird und oft den Einbau einer modernen Heizungspumpe beinhaltet, die bis zu 80 Prozent weniger Energie verbraucht als ein altes Modell.

Weiterführende Informationen zur energetischen Gebäudesanierung stehen auf dem Serviceportal www.intelligent-heizen.info zur Verfügung.

02.06.2020  ·  Umwelt
Umfrage: Ist Klimaschutz den Deutschen zu teuer?

83 Prozent der Bundesbürger unterstützen die Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele. Wenn Klimaschutz allerdings konkret wird, zeigen sich 51 Prozent ausdrücklich kostenempfindlich – 79 Prozent räumen dies zumindest tendenziell ein. Gleichzeitig halten knapp zwei Drittel klima- und umweltfreundliches Wohnen für wichtig bis sehr wichtig. Das sind Ergebnisse aus dem Energie-Trendmonitor 2020 von Stiebel Eltron. Dafür wurden 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt.

Klimaschutz wird bei Entscheidungen der privaten Haushalte über Flugreisen, Autofahren oder Ölheizung konkret. Die Mehrheit der Bundesbürger berichtet, zwar klimafreundlich handeln zu wollen - im täglichen Leben aber inkonsequent zu sein (60 Prozent).

„Wenn es um Klimaschutzziele geht, führt an einer Erneuerung der Heizungen in Deutschland kein Weg vorbei“, sagt Dr. Kai Schiefelbein, Geschäftsführer des Haus- und Systemtechnikherstellers Stiebel Eltron. „Mit der Umstellung von Ölkessel auf klimafreundliche Wärmepumpen lässt sich weitaus schneller CO2 einsparen als mit dem Umstieg von Verbrennermotoren auf Elektroautos."

Sanierungsstau bei Heizungen

Die Modernisierungsquote liegt aktuell aber viel zu niedrig – Schätzungen zufolge zwischen einem und zwei Prozent. Dabei ist etwa die Hälfte der Heizungen in Deutschland bereits 15 Jahre oder älter und gelten damit als technisch veraltet.

Klimaschutz günstiger machen

„Ein wichtiger Grund für den Sanierungsrückstau ist das aktuelle Energiepreisgefüge“, sagt Dr. Schiefelbein. Alle Energiearten sollten nach ihrer CO2-Bilanz bepreist werden - das befürworten laut Trendmonitor auch 77 Prozent der Verbraucher.

Staat setzt auf historisch höchste Förderung

Das neue Klimapaket der Bundesregierung geht jetzt in die richtige Richtung und zielt darauf, Verbraucher da von Kosten zu entlasten, wo ihr Verhalten zur CO2-Einsparung beiträgt. Seit Jahresbeginn 2020 gibt es für den Umstieg auf umweltfreundliche Heizsysteme höhere staatliche Zuschüsse als je zuvor. Die Verbraucher werden zudem ab 2021 schrittweise von Kosten für Strompreise entlastet, mit dem sich umweltfreundliche Heiztechnik wie die Wärmepumpe betreiben lässt – fossile Brennstoffe für die Bereiche Wärme und Verkehr werden dafür über eine CO2-Abgabe verteuert.

„Gemeinsam mit unseren Partnern im Fachhandwerk informieren wir Verbraucher über den Wechsel auf die klima- und umweltfreundliche Heiztechnik und die neuen Fördermöglichkeiten bestmöglich“, sagt Dr. Schiefelbein.

15.01.2020  ·  Umwelt
Klimaschutz im Heizungskeller

In Deutschlands Heizungskellern sieht es nach wie vor düster aus: Über 14 Millionen Heizungsanlagen sind veraltet und müssen in den kommenden Jahren ausgetauscht werden. Das birgt ein riesiges Potenzial für wirksamen Klimaschutz, denn umweltfreundliche Systeme wie Wärmepumpen, die erneuerbare Energien nutzen, stehen in vielen Varianten für die Modernisierung zur Verfügung.

Der Wechsel von einem fossilen Heizungssystem zu einer umweltschonenden Wärmepumpe ist in der Regel weniger aufwändig als gedacht.

Attraktive staatliche Förderung nutzen

Bereits heute wird der Wechsel zu einem erneuerbaren Heizungssystem mit attraktiven staatlichen Förderangeboten unterstützt. Zurzeit arbeitet die Politik an Konzepten, um den Sanierungsstau aufzubrechen und den Heizungsaustausch durch noch attraktivere Förderangebote für die Nutzung erneuerbarer Energien weiter zu beschleunigen. Gerade bei ältere Heizungen bietet sich der Wechsel zu einer Wärmepumpe an. Denn in den meisten Fällen ist beim Heizungsaustausch der Einbau einer umweltfreundlichen und patzsparenden Wärmepumpe möglich - egal, ob es sich um ein Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert oder ein Einfamilienhaus aus den 80er Jahren handelt.

„Hausherren, Berater und Handwerker sollten immer zunächst die Möglichkeiten prüfen, auf erneuerbare Heizsysteme umzurüsten", erklärt Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) e. V. Viele Hausbesitzer würden einen Austausch erst in Angriff nehmen, wenn die alte Heizung kaputt ist. Dann muss es in der Regel schnell gehen und es bleibt kaum Zeit sich zu informieren, um eine optimale Lösung zu finden. „Man sollte immer bedenken, dass die neue Heizung einen für die nächsten 20 Jahre begleiten wird – da macht es Sinn, sich frühzeitig zu erkundigen und für ein klimafreundliches und damit zukunftssicheres Heizungssystem zu entscheiden", so Sabel. Erneuerbare Heizungsvarianten wie Wärmepumpen müssen wie jedes Heizsystem sorgfältig geplant und ausgelegt werden, um optimal zu funktionieren. „Es ist deshalb sinnvoll, sich rechtzeitig über die Einsatzmöglichkeiten der Wärmeüumpe in der Modernisierung zu informieren", so Sabel.

Wärmepumpentechnologie für den Altbau: Vielfältige Möglichkeiten

Die Wärmepumpe produziert mit einem kleinen Anteil Strom und zu einem großen Anteil Umweltwärme aus Erdreich, Luft oder Grundwasser die Heizwärme, die benötigt wird. Je nach Beschaffenheit des Gebäudes und der alten Heizungsanlage können Wärmepumpen eine bestehende Anlage komplett ersetzen oder mit dieser kombiniert werden. Wärmepumpen können mittlerweile auch bei äußerst niedigen Außentemperaturen so hohe Vorlauftemperaturen bereitstellen, dass ein Austausch der Heizkörper häufig nicht mehr erforderlich ist. Dennoch ist der Wechsel zu einem Wärmeübergabesystem, welches niedrige Vorlauftemeperaturen ermöglicht, aufrgund der damit einhergehenden Effizienzsteigerung und Kostenersparnis immer von Vorteil und wird künftig auch verstärkt vom Staat gefördert. Hinzu kommt, dass die Wärmepumpe vor allem in Kombination mit Flächenheizungen auch zum Kühlen verwendet werden kann. Insbesondere mit erdgekoppelten Systemen ist so eine effiziente Kühlung an heißen Sommertagen möglich.

Vorteile der Wärmepumpe auf einen Blick

  • Die Wärmepumpe reduziert die CO2-Emissionen und leistet einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz
  • Die Wärmepumpe sichert schon heute attraktive staatliche Förderung beim Heizungstausch
  • Die Wärmepumpe ist eine zukunftssichere Lösung angesichts absehbarer Preissteigerungen
  • Die Wärmepumpe erhöht den Wert eines Gebäudes
  • Die Wärmepumpe erhöht die Lebensqualität und schafft behagliche Wärme und angenehme Kühlung aus einem Gerät

Bei Fragen oder für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Rufen Sie uns unter der Telefonnummer 0221 94404200 an und lassen Sie sich von uns beraten.

17.10.2019  ·  Umwelt
Senkung der Energiekosten bei den Modernisierungsmotiven bereits an zweiter Stelle

Ein Wohngebäude in NRW ist im Durchschnitt 52 Jahre alt. Es stammt damit rechnerisch aus dem Baujahr 1967, als Öl noch billig und Wärmedämmung ein Fremdwort waren. Zwar wurden die Häuser und Wohnungen schon im Eigeninteresse der Besitzer seitdem meist regelmäßig modernisiert. Dennoch wollen mehr als die Hälfte (54 %) der Hausbesitzer und Vermieter in den nächsten drei Jahren weiter investieren.

Das ergab die aktuelle Online-Umfrage „LBS-Modernisierungstrends 2019“ unter über 2.000 Befragten. Angeführt wird die Maßnahmenliste vom neuen Bad, aber schon auf Platz 2 und 3 folgt die Senkung des Energieverbrauchs durch Erneuerung von Fenster und Türen sowie der Heizungsanlage.

Das Motiv, die laufenden Betriebskosten zu senken, wird durch die derzeitige Zinslage noch verstärkt, berichtet LBS-Chef Jörg Münning: "Wenn mit Sparzinsen nichts mehr zu verdienen ist, stecken Hausbesitzer das Geld lieber in die Senkung der Energiekosten - und erzielen so letztlich eine monatliche 'DämmRendite'." Diese Eigeninitiative müsse aber noch besser unterstützt werden, um die ambitionierten Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen.

Ein Ansatzpunkt liegt in der Vereinfachung der entsprechenden Förderprogramme. Ein Drittel der Eigentümer und sogar zwei Drittel der Vermieter empfinden diese laut Umfrage als zu bürokratisch - und verzichten damit oft auf weiteres Energie-Einsparpotenzial bei ihrer Modernisierung. Zudem sollte der Bürger seine Riester-Vorsorge auch für die energetische Sanierung nutzen können, so wie es heute schon beim barrierearmen Umbau möglich sei, so Münning: "Der Beschluss, Riester-Guthaben auch für energetische Maßnahmen einsetzen zu dürfen, ist überfällig!"

Mit dem gängigen Vorurteil, ältere Besitzer würden nicht mehr in ihre Immobilie investieren, konnte die LBS-Online-Umfrage aufräumen. Auch jenseits der 65 Jahre wollen 52 Prozent der Eigentümer und sogar 58 Prozent der Vermieter weiterhin modernisieren.

28.05.2019  ·  Umwelt
Erneuerbare Energien 2018 erstmals auf Platz 1 bei Beheizung neuer Wohngebäude

66,6 % der im Jahr 2018 neu errichteten Wohngebäude werden mit erneuerbaren Energien beheizt. In fast der Hälfte (47,2 %) der insgesamt 107 200 neuen Wohngebäude waren erneuerbare Energien die primäre, also die überwiegend eingesetzte Energiequelle.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, haben die erneuerbaren Energien damit erstmals Gas von Platz 1 bei den primären Energiequellen für das Heizen verdrängt.

Gas wurde 2018 nur noch in 43,0 % der Wohnungsneubauten als primäre Energiequelle eingesetzt. 2017 hatte der Anteil von Gas noch 47,4 % betragen, gefolgt von den erneuerbaren Energien mit 43,3 %. Die übrigen Energiequellen (unter anderem Fernwärme, Öl und Strom) erreichten 2018 zusammen 9,8 % (2017: 9,3 %).

Werden Wohnungsneubauten primär mit erneuerbaren Energien beheizt, so geschieht dies vor allem mit Umweltthermieanlagen (71,1 %), die Wärme aus der Luft oder dem Wasser entziehen, oder Geothermieanlagen (16,1 %), die Wärme im Erdinnern nutzen.

Wird in neuen Wohngebäuden eine sekundäre Energiequelle eingesetzt, werden bevorzugt die erneuerbaren Energieträger Solarthermie (15,1 %) und Holz (14,7 %) genutzt.

Zu den erneuerbaren Energien zählen Geothermie, Umweltthermie, Solarthermie, Holz, Biogas/Biomethan sowie sonstige Biomasse. Zu den konventionellen Energien zählen Öl, Gas und Strom. Fernwärme stellt eine weitere Energiequelle dar.

27.02.2019  ·  Umwelt
Energiewende - 15 Millionen Heizungen in Deutschland sind klimaschädlich

Deutschland hat ein Heizungsproblem: Von den rund 21 Millionen bestehenden Heizanlagen arbeiten mehr als zwei Drittel mit veralteter Technik und sind klimaschädlich. Verbraucher machen die Politik für die schleppende Energiewende verantwortlich.

92 Prozent der Bundesbürger wollen den Hebel bei den Strompreisen ansetzen, damit umweltfreundliche Heiztechnik günstiger bertrieben werden kann. Aktuell arbeiten nur rund 6 Millionen Heizungen in Deutschland mit moderner Brennwerttechnik – und gerade einmal knapp 1 Million Wärmepumpen, die komplett ohne fossile Energien wie Erdöl oder Erdgas auskommen.

Mehrheit will private Energiewende

Die deutschen Verbraucher sind auf eine Energiewende im privaten Heizungskeller eingestellt: 86 Prozent wollen selber gerne auf klimafreundliche Heiztechnik umsteigen. Knapp 80 Prozent wünschen sich ein Ende fossiler Brennstoffen wie Erdöl und Erdgas.

Politik bremst Verbraucher aus

„Solange die Preise für herkömmliche Energieträger wie Öl und Gas niedrig sind, werden nur wenige Hausbesitzer animiert, in eine CO2-emissionsarme Anlage wie etwa eine Wärmepumpe zu investieren“, sagt Dr. Nicholas Matten, Geschäftsführer des Haus- und Systemtechnikherstellers Stiebel Eltron. „Daher sind steuerliche Anreize  geboten und die müssen schnell kommen. Denn eins ist klar: Wenn Deutschland seine Klimaziele erreichen will, müssen veraltete Heizungsanlagen gegen moderne, umweltfreundliche Systeme ausgetauscht werden.“

Vor diesem Hintergrund ist die Bilanz der Bundesregierung dürftig – immerhin wird mehr als 70 Prozent der Energie privater Haushalte für die Wärmeerzeugung verbraucht. 62 Prozent der Bundesbürger fehlt inzwischen das Verständis dafür, dass die Politik die selbstgesteckten Klimaziele verfehlt.

Über den Energie-Trendmonitor

Der Energie-Trendmonitor wird einmal im Jahr im Auftrag von Stiebel Eltron von einem Marktforschungsinstitut erhoben und ist 2019 in sechster Auflage erschienen. Dafür wurden 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ über „Die Energiewende und ihre Konsequenzen – was denken die Bundesbürger?“ befragt.

Quelle: Haustechnik Dialog

19.01.2016  ·  Umwelt
Heizen, Bauen, Energie: Worauf Verbraucher 2016 achten müssen

Auf Hauseigentümer und Verbraucher kommen 2016 neue Gesetze und Verordnungen in den Bereichen Heizen, Bauen und Energie zu. Die gemeinnützige co2online gGmbH, die sich seit 2003 für den Klimaschutz einsetzt und privaten Haushalten dabei hilft, den Energie- und Stromverbrauch zu senken, stellt die wichtigsten Änderungen vor und erklärt, worauf Verbraucher im neuen Jahr achten müssen.

Energieeffizienzlabel für alte Heizanlagen und Lüftungsanlagen

Für alte Heizungen und Lüftungsanlagen gibt es ab 1. Januar 2016 ein Effizienzlabel. Es ordnet die Anlage einer Effizienzklasse zu, wie Verbraucher es bereits von Haushaltsgeräten oder neuen Heizanlagen kennen. Das Label soll die Austauschrate erhöhen und Verbraucher zum Energiesparen motivieren. Das Label für Heizungen wird zunächst freiwillig vergeben. Ab 2017 ist der Schornsteinfeger verpflichtet, das Etikett auf dem Heizkessel anzubringen. Die Kennzeichnungspflicht gilt zunächst für Heizungen älter als 29 Jahre. Schrittweise bis 2024 sollen dann alle Kessel über 15 Jahre ein Etikett erhalten. Verbraucher sollten beachten, dass das Label nur etwas über den Gerätetyp aussagt. Es gibt keine Auskunft, ob alle Komponenten der Anlage aufeinander abgestimmt sind oder ob die Anlage zum Gebäude passt. Dies kann nur durch einen hydraulischen Abgleich vom Fachmann (wie der Helmut Hinz GmbH & Co., Anm. d. Red.) überprüft und optimiert werden.

Anforderungen und KfW-Förderung für energieeffizientes Bauen steigen

Wer ein Haus bauen will, muss ab 1. Januar 2016 strengere Energie-Einsparvorgaben einhalten. Für Neubauten gelten dann die verschärften Standards der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2014. Die Obergrenze für den zulässigen Energiebedarf eines Gebäudes wird um 25 Prozent gesenkt. Auch die Anforderungen an den Wärmeschutz steigen um 20 Prozent. Betroffen sind alle Bauvorhaben, die ab dem 1. Januar 2016 beantragt, angezeigt oder ohne vorherige Beantragung begonnen werden.

Dafür können Bauherren ab 1. April für energieeffiziente Neubauten doppelt so hohe Förderkredite bei der KfW aufnehmen wie bisher: Der Förderhöchstbetrag pro Wohneinheit wird von 50.000 Euro auf 100.000 Euro angehoben. Die KfW gewährt ab Januar außerdem Zuschüsse für den Heizungsaustausch und den Einbau von Lüftungsanlagen in Höhe von 15 Prozent und maximal 7.500 Euro pro Wohneinheit. Mit dem Fördermittel-Check auf http://www.co2online.de/foerdermittel finden Verbraucher das passende Förderprogramm für ihre Maßnahme.

Änderung zur Stromvergütung durch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen

Hausbesitzer, die nach dem 1. Januar 2016 ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von unter 50 Kilowatt elektrischer Leistung in Betrieb nehmen, erhalten andere Zuschläge als Besitzer bestehender Anlagen. Aufgrund einer Neufassung des KWK-Gesetzes wird der in das öffentliche Netz eingespeiste Strom stärker gefördert als bisher, der selbst verbrauchte Strom dafür etwas geringer. Künftig erhalten Hausbesitzer einen KWK-Zuschlag von 8 statt bisher 5,41 Cent. Die Förderung für selbst verbrauchten Strom sinkt von 5,41 auf 4 Cent pro Kilowattstunde. Zudem wird der Zuschlag nicht mehr für zehn Jahre, sondern für 60.000 Vollbenutzungsstunden gewährt. Förderungen für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen durch die KfW können noch bis zum 31.3.2016 beantragt werden. Danach läuft die Förderung aus.

Strom wird teurer

Strom wird im neuen Jahr für viele Verbraucher teurer, weil die EEG-Umlage zur Förderung von erneuerbaren Energien und die Netzentgelte steigen. Für eine vierköpfige Familie bedeutet das höhere Stromkosten von rund acht Euro im Jahr. Stromsparen macht sich also 2016 besonders bezahlt. Der Strom-Check auf http://www.co2online.de/stromcheck hilft, den eigenen Stromverbrauch zu bewerten und Einsparpotentiale zu erkennen.

Elektrogeräte müssen zurückgenommen werden Am 24. Juli 2016 tritt ein neuer Teil des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes in Kraft. Das Gesetz soll die umweltverträgliche Rücknahme von Elektro- und Elektronikgeräten verbessern. Händler mit mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche sind dann verpflichtet, alte Elektrogeräte zurückzunehmen. Dabei müssen größere Geräte wie Fernseher oder Kühlschrank nur bei Neukauf eines entsprechenden Gerätes angenommen werden. Kleinere Geräte wie Handys oder Toaster  müssen jederzeit zurückgenommen werden. Online-Händler sind künftig ebenfalls verpflichtet, ausrangierte Geräte zurückzunehmen.

08.10.2015  ·  Umwelt
Wohngebäude im Test: Volles Potenzial von Sanierungen wird oft nicht ausgeschöpft

Die Sanierung von Wohngebäuden bietet leicht erschließbare Potenziale für Klimaschutz und Energieeffizienz. Das geht aus einem Sanierungstest der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online hervor, dessen Ergebnisse in der vergangenen Woche als Studie veröffentlicht wurden. Für den Sanierungstest wurden bundesweit 180 bereits sanierte Wohngebäude auf die Wirksamkeit von Maßnahmen wie Heizkesseltausch und Fassadendämmung untersucht.

Die großen Schwankungen bei den Energieeinsparungen der Testhaushalte zeigen, dass ein und dieselbe Sanierungsmaßnahme in der Praxis oft unterschiedlich erfolgreich ist. Wird zum Beispiel die Heizung erneuert, schwanken die Ersparnisse zwischen 8 und 50 Prozent. Fehlende Qualitätssicherung, etwa durch eine begleitende Energieberatung, sowie ausbleibende Heizungsoptimierungen durch einen hydraulischen Abgleich sehen die Experten als Ursachen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat das Projekt gefördert. Fraunhofer ISE, Ostfalia und SEnerCon sind wissenschaftliche Partner der Studie.

Die Ergebnisse des Sanierungstests zeigen, welche Faktoren für die Wirkung von Sanierungen entscheidend sind – und wie diese von den Test-Haushalten genutzt wurden:

  • Nur 40 Prozent der Tester nahmen eine Förderung (inklusive
    Qualitätsnachweis) in Anspruch.
  • Lediglich 35 Prozent der Haushalte nutzten eine Energieberatung bzw.
    Maßnahmenbegleitung.
  • Nur ein Drittel (33 Prozent) ließ während der Sanierung einen hydraulischen Abgleich der Heizanlage vornehmen.
  • In 30 Prozent der Gebäude waren Leitungen und Armaturen unzureichend gedämmt.

Kaum ein Haushalt nutzte Wärmemengenzähler für ein regelmäßiges Monitoring des Verbrauchs.

Details zu den Empfehlungen und alle Ergebnisse sind in der 80-seitigen Studie zu finden. Sie ist als Kurzfassung und vollständig auf http://www.wirksam-sanieren.de herunterzuladen.

20.08.2014  ·  Umwelt
Deutsche Pelletproduktion auf stabilem Niveau

Die deutschen Pelleterzeuger produzieren im Jahr 2014 bislang auf stabil hohem Niveau. Im ersten Halbjahr wurden knapp 1 Million Tonnen Holzpresslinge hergestellt und damit nur rd. 7 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit Blick auf die kommende Heizsaison sind Lager und Silos im Pellethandel und der Produktion im Juli 2014 bundesweit gut gefüllt. „Die Pelletbranche ist für den kommenden Winter gerüstet und produziert in Deutschland weiterhin mehr als verbraucht wird“, sagt Martin Bentele, Geschäftsführer beim Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV).

„Nach dem milden Winter hätte ein deutlicher Rückgang der Pelletproduktion in Deutschland niemanden überraschen können“, kommentiert DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele die neuen Zahlen. Eine entsprechende Tendenz im ersten Quartal wurde durch eine deutlich erhöhte Produktion im zweiten Quartal jedoch kompensiert. „Die Pelletproduzenten in Deutschland sind in der Lage, die kontinuierlich steigende Anzahl der Pelletfeuerungen zu bedienen. Durch die hervorragende Ausstattung mit Sägewerken und der hohen Holzverfügbarkeit befindet sich Deutschland weltweit nach wie vor mit an der Spitze bei der Pelletproduktion.“ In Deutschland werden Pellets in einem breiten Spektrum eingesetzt, vom Wohnzimmerofen über die Beheizung von Wohngebäuden bis hin zu Großanlagen oder der Herstellung von Prozesswärme, beispielsweise bei der Nahrungsmittelproduktion.

Nach den bisherigen Antragseingängen für Mittel aus dem Marktanreizprogramm des Bundes (MAP) ist damit zu rechnen, dass die für das Jahr 2014 prognostizierte Neuinstallation von 47.000 Pelletfeuerungen nicht erreicht wird. Bentele: „Auch die Zurückhaltung der Heizungskunden bei der Investition in neue Heizungen lässt sich teilweise auf den milden Winter zurückführen. Vielen Hausbesitzern erscheint die heizkostensparende Heizungsmodernisierung als unwichtig. Aber auch die vorübergehend höheren Pelletpreise des letzten Jahres bei kurzzeitig sinkenden Heizölpreisen dürften nachwirken.“

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