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PHOTOVOLTAIK-GESETZESÄNDERUNG 2024: DAS SOLLTEN SIE BEACHTEN


14. Dezember 2023
Photovoltaik-Gesetzesänderung 2024: Das sollten Sie beachten


Photovoltaik-Gesetzesänderung 2024: Das sollten Sie beachten
Bild: Fotolia
Die Energiewende schreitet weiter voran und das Jahr 2024 bringt wichtige Neuerungen in der Photovoltaik mit sich. Diese betreffen insbesondere Balkonkraftwerke, jedoch gibt es noch weitere Änderungen, die Gebäudeeigentümer und Verbraucher kennen sollten. Was diese sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

Balkonkraftwerke mit mehr Leistung

Mit der fortschreitenden Technologieentwicklung werden auch Balkonkraftwerke immer leistungsstärker. So wird die Leistung von Balkonkraftwerken von 600 Watt auf 800 Watt erhöht. Dies bedeutet nicht nur eine effizientere Energieerzeugung, sondern auch neue Herausforderungen und Chancen für Verbraucher.

Die Gesetzesänderung setzt einen Schwerpunkt auf die verstärkte Nutzung von Balkonkraftwerken mit höherer Leistung und soll die dezentrale Energiewende fördern. Dies könnte bedeuten, dass Verbraucher in der Lage sind, mehr Strom selbst zu erzeugen und somit ihren Eigenverbrauch zu steigern. Doch mit dieser positiven Entwicklung gehen auch neue Regelungen einher.

Eine der wesentlichen Änderungen betrifft die Einführung einer Anmeldepflicht für Balkonkraftwerke. Bisher konnten kleine Anlagen oft ohne bürokratische Hürden installiert werden, doch nun schreibt das Gesetz vor, dass Balkonkraftwerke ab einer bestimmten Leistung angemeldet werden müssen. Dies dient nicht nur der Kontrolle, sondern auch der Sicherheit und der optimalen Integration in das Stromnetz. Verbraucher sollten daher darauf achten, ihre Balkonkraftwerke rechtzeitig anzumelden, um etwaige rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Neue, vereinfachte Regelungen für Balkonkraftwerke

Die Gesetzesänderung bringt jedoch nicht nur Pflichten, sondern auch vereinfachte Regelungen für Balkonkraftwerke mit sich. Um den Ausbau erneuerbarer Energien weiter zu fördern, werden bürokratische Hürden abgebaut und Genehmigungsprozesse vereinfacht. Dies soll es Verbrauchern erleichtern, Balkonkraftwerke unkompliziert zu installieren und zu betreiben.

Darüber hinaus ist zukünftig kein separater Stromzähler mehr für das Balkonkraftwerk erforderlich, sondern der reguläre Stromzähler für das Haus kann auch für die Balkonsolaranlage verwendet werden. Dadurch können Verbraucher nicht nur Kosten, sondern auch Mehraufwand bei der Installation und Inbetriebnahme sparen.

Solarpflicht in Nordrhein-Westfalen: Das erwartet Sie

Auch die Einführung der Solarpflicht in Nordrhein-Westfalen markiert einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Energiegewinnung und Klimaschutz. So müssen bis 2026 bei neuen Büro- und Betriebsgebäuden, neuen Wohnhäusern und bei der Erneuerung der Dachhaut Photovoltaikanlagen installiert werden. Dadurch soll der Anteil an erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Nordrhein-Westfalen erheblich erhöht werden. Diese neue Regelung hat Auswirkungen auf zahlreiche Immobilienbesitzer in Nordrhein-Westfalen und setzt klare Vorgaben für die Installation von Photovoltaikanlagen.

Wer ist von der Solarpflicht in NRW betroffen?

Die Solarpflicht in Nordrhein-Westfalen betrifft insbesondere Neubauten sowie bestehende Gebäude, die umfassend saniert oder erweitert werden. Doch auch Altbauten sind von der Solarpflicht in NRW nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich beträgt die Solarpflicht somit alle Immobilieneigentümer in Nordrhein-Westfalen.

Dabei soll die Solaranlagenpflicht schrittweise durchgeführt werden, wovon insbesondere folgende Gebäudetypen betroffen sind:

  • Neue Nichtwohngebäude ab dem 1. Januar 2024
  • Neue Wohngebäude ab dem 1. Januar 2025
  • Bestehende Gebäude im Falle einer kompletten Dachsanierung ab dem 1. Januar 2026
  • Eigentümer dieser Immobilien sind verpflichtet, eine Photovoltaikanlage zu installieren, um einen Beitrag zur nachhaltigen Energiegewinnung zu leisten. Dieser Schritt ist Teil der Bemühungen, den Anteil erneuerbarer Energien in Nordrhein-Westfalen zu erhöhen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.
Wie groß muss die verpflichtende Photovoltaikanlage sein?

Die Größe der verpflichtenden Photovoltaikanlage variiert je nach Art der Baumaßnahme. Bei Neubauten ist in der Regel eine höhere Leistung erforderlich als bei Sanierungen oder Erweiterungen bestehender Gebäude. Die genauen Vorgaben können sich je nach lokalen Bestimmungen und Bauprojekt unterscheiden. Grundsätzlich sollte jedoch die größtmögliche Solaranlage im Rahmen der technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten installiert werden, wobei die genauen Richtlinien in einer gesonderten Verordnung festgelegt werden.

Gesetzesänderung 2024: Förderung von Balkonkraftwerken lohnt sich

Die Gesetzesänderung im Jahr 2024 bringt eine erfreuliche Entwicklung für umweltbewusste Verbraucher mit sich: die verstärkte Förderung von Balkonkraftwerken. So kann die Installation einer Photovoltaikanlage in Deutschland durch Fördermittel unterstützt werden, die im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gewährt werden. Die Höhe der Förderung variiert dabei je nach Leistung der Anlage und dem Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme.

Diese Gesetzesänderung unterstreicht das Bestreben, erneuerbare Energien auf breiterer Ebene zu etablieren und gleichzeitig den Ausbau von dezentralen Energieerzeugungsanlagen zu unterstützen. Somit lohnt es sich für Verbraucher, sich über die neuen Fördermöglichkeiten zu informieren und die Installation von Balkonkraftwerken als nachhaltige Investition in eine grünere Zukunft zu erwägen.