>
  • >
  • >
  • 70 Jahre Fortschritt - Die Helmut Hinz GmbH & Co. feiert in diesem Jahr 70jähriges Bestehen.

70 JAHRE FORTSCHRITT - DIE HELMUT HINZ GMBH & CO. FEIERT IN DIESEM JAHR 70JÄHRIGES BESTEHEN.


14. Juni 2016
70 Jahre Fortschritt - Die Helmut Hinz GmbH & Co. feiert in diesem Jahr 70jähriges Bestehen.


70 Jahre Fortschritt - Die Helmut Hinz GmbH & Co. feiert in diesem Jahr 70jähriges Bestehen.
Kölner Stadtanzeiger - Dienstag, 14. Juni 2016
GEBURTSTAG - Bereits 1946 begann Helmut Hinz Heizungen zu bauen – Er war immer ein Pionier – Heute führt der Sohn die Firma erfolgreich und modern

70 Jahre Fortschritt

GEBURTSTAG - Bereits 1946 begann Helmut Hinz Heizungen zu bauen – Er war immer ein Pionier – Heute führt der Sohn die Firma erfolgreich und modern

Sie waren schon immer einen Schritt weiter bei Hinz am Sülzgürtel. 1946, als die meisten noch unter den Nachwehen des Zweiten Weltkriegs zu leiden hatten, packte Helmut Hinz aus Sülz es an und gründete mit einem Mitarbeiter einen Zwei-Mann-Betrieb für Heizungsbau. Als eines der ersten nahm das Unternehmen in den 1960er-Jahren amerikanische Ölbrenner in sein Sortiment auf. „Da traute sich damals kein anderer ran. Das war etwas völlig neues. Die meisten heizten zu der Zeit noch mit Koks“, sagt Günter Hinz, Sohn des Gründers und heutiger Geschäftsführer der Helmut Hinz GmbH & Co. Den Heizungsbaubetrieb ergänzte seither zudem die Sparte Sanitär.

WICHTIGES STANDBEIN. Sein Vater habe immer schon gewusst, wie er sich von der Konkurrenz abhebt, so Hinz. Wie in den 1970er-Jahren, als der große Neubauboom in Köln in vollem Gange war. „Da hatte mein Vater die Idee, einen 24-Stunden-Notdienst einzurichten, was früher noch überhaupt nicht üblich war“, erzählt der Geschäftsführer. Damals stellte er die Weichen für die Ausrichtung der Firma. Bis heute ist der Kundendienst das wichtigste Standbein, zufriedene Auftraggeber das wichtigste Gebot. „Wir sanieren fast ausschließlich im Bestand“, sagt Hinz. „Wir möchten hier im Stadtteil wirken und freuen uns, wenn die Kunden immer wieder kommen. Wer sich kennt, versteht besser, was der andere möchte.“

NACHFOLGE GEREGELT. 1990 entschied Unternehmensgründer Helmut Hinz, sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Firma zurückzuziehen. Mit seinem Sohn hatte er jedoch einen Nachfolger gefunden, dem die Philosophie des Unternehmens nicht nur bekannt, sondern auch wichtig war. Diplom-Ingenieur Günter Hinz ? damals erst 24 Jahre alt ? ruhte sich aber nicht auf den Erfolgen seines Vaters aus, sondern entwickelte seine Ideen immer weiter. Anfang der Nullerjahre kam eine weitere Sparte dazu: das Badezimmer aus einer Hand. Das Prinzip ist  einfach, aber effektiv. Der Kunde hat mit der Helmut Hinz GmbH & Co. einen Ansprechpartner, der alle Arbeiten der verschiedenen Gewerke plant, koordiniert und abwickelt. Hinz arbeitet dazu mit langjährigen Partnerunternehmen zusammen. „Unsere Kunden müssen sich um nichts kümmern“, sagt Hinz.

KNAPP 50 MITARBEITER. Auch im Heizungsbereich stand die Entwicklung nicht still. Es kam das Thema „Regenerative Energien“ dazu und Günter Hinz konnte expandieren. Heute arbeiten am Sülzgürtel knapp 50 Menschen für das Unternehmen, darunter neun Auszubildende, die beste Chancen haben, nach der Lehre eine Anstellung zu bekommen. Gibt es Neuheiten am  Markt, wird in der Firma erstmal getüftelt und getestet. „Wir haben ein Blockheizkraftwerk im Keller installiert, um zu schauen, ob das was ist, was wir unseren Kunden anbieten wollen“,  sagt Hinz. Genauso war es mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.

TOP QUALITÄT. Ein großes Thema der vergangenen Jahre war das Qualitätsmanagement. „Schon für meinen Vater war der wichtigste Leitsatz ,Der Kunde ist König ? ? was der  Auftraggeber wollte, hat er bekommen“, sagt Hinz. „Das behalten wir immer im Hinterkopf und haben daher 2006 die Unternehmensziele genau definiert.“  Jeder Mitarbeiter muss sie unterschreiben und verpflichtet sich dadurch zur Einhaltung. Spitzenleistung zum spürbaren Nutzen der Kunden, höchste Produktivität in allen Leistungsbereichen sowie höchste  Arbeitsqualität, einwandfreier Umgang untereinander und adäquate Verkaufsweise sollen die langfristige Sicherung des Leistungsangebots garantieren.

FEHLER VERMEIDEN. Kundenfeedback gehört ebenso dazu. Auf Kärtchen können die Auftraggeber nach der Dienstleistung  ankreuzen, was gut war und was nicht. Fehler werden regelmäßig ausgewertet, in 24 Kategorien eingeordnet und in Arbeitskreisen besprochen. So sollen sie beim nächsten Mal vermieden werden. Stimmt die Qualität im Unternehmen,  bekommen die Mitarbeiter zum Quartalsende einen Bonus. Hinz: „Dank unserer Instrumente können wir unseren Kunden eine Qualitätsgarantie von bis zu zehn Jahren geben.“

 

Gemeinsam lernen

BERUFSLEBEN - Lehrlinge finden bei Hinz einen Ausbildungsplatz mit Zukunft

Abwechslungsreich, interessant und fair bezahlt ? so beschreiben Auszubildende bei Hinz ihre Arbeit in dem mittelständischen Handwerksbetrieb. Acht angehende Anlagenmechaniker der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie eine kaufmännische Auszubildende im Büromanagement arbeiten und lernen zurzeit in dem Familienunternehmen am Sülzgürtel. Sie alle haben beste Übernahmechancen. Denn bei Hinz ist Ausbildung eine Investition in die Zukunft ? für beide Seiten. „Für uns ist das eine gesellschaftliche Verpflichtung, jungen Menschen unser Wissen weiterzugeben“, sagt Günter Hinz, der den Familienbetrieb seit 1990 leitet. Es sei nicht immer leicht, passende Auszubildende für den Betrieb zu finden, aber wenn es klappe, sei es dann umso schöner, die Fortschritte der Jugendlichen zu beobachten.

HANDWERKLICHES GESCHICK. Die Bewerber sollten handwerkliches Geschick und technisches Interesse  besitzen und sich durch Pünktlichkeit sowie ein freundliches, offenes Auftreten  auszeichnen. Bei einem Praktikum oder Probearbeiten können bereits Schüler sich ein Bild von der Arbeit  als Anlagenmechaniker machen. „So finden sie heraus, ob die dreieinhalb Jahre  dauernde Lehre die richtige für sie ist“, sagt Hinz. Auf anderen Seite sieht der Ausbilder, ob der angehende Azubi geeignet ist. Ein Hauptschulabschluss mit guten Noten in den technischen Fächern ist Voraussetzung für die Lehre. In den ersten zweieinhalb Jahren lernen die Azubis bei Hinz alle Sparten kennen und entscheiden sich dann für eine Spezialisierung: Heizung, Sanierung oder Sanitär. „Der Beruf ist anspruchsvoller und komplexer denn je“, sagt Hinz. „Aber eben auch abwechslungsreicher.“ Auf der Internetseite finden künftige Bewerber ein Video, das Einblicke in den Alltag eines Azubis bei Hinz gibt.

 

Kurz notiert

BETRIEB BEREITS MEHRFACH AUSGEZEICHNET
Gerade hat die Helmut Hinz GmbH & Co. den dritten Platz  beim Kölner Unternehmerpreis 2016 belegt. Doch das ist nicht die erste Auszeichnung für das Familienunternehmen aus Sülz. Für ihren vorbildlichen Umgang mit Azubis ehrte die Bundesagentur für Arbeit  2009 und 2010 das „herausragende Engagement in der Ausbildung“. Die Handwerkskammer zu Köln verlieh der  Firma 2013 den Titel „Handwerker des Jahres“ und nominierte  das Unternehmen 2014 zum „Top Ausbildungsbetrieb“. 

SAUBERES TRINKWASSER DANK NEUESTER TECHNIK
Seit fünf Jahren gilt bundesweit eine neue Trinkwasserverordnung. Seitdem sind immer wieder erhöhte Legionellen-Verunreinigungen festgestellt worden. Die Helmut Hinz GmbH & Co. hat  sich auf die Bekämpfung spezialisiert. Seit 2015 ist das Unternehmen exklusiver regionaler Partner für die sogenannten endständigen Wasserfilter von Pall Medical Deutschland. Der Filter verhindert, dass die gesundheitsgefährdenden Bakterien ins Trinkwasser gelangen. Dank des Pall-Filters kann die Anlage weiter betrieben werden, bis die Ursache für den Legionellen- Befall gefunden und behoben ist.

HELMUT HINZ: GRÜNDER MIT WEITSICHT
In diesem Jahr wäre Firmengründer Helmut Hinz  100 Jahre alt geworden. Er führte sein Unternehmen knapp  50 Jahre lang mit Zielstrebigkeit und Innovationskraft. Dabei war ihm nichts  wichtiger, als im Sinne seiner Kunden zu handeln. Viele bleiben seit Jahrzehnten  treu. „Mein Vater war ein klassischer Nachkriegsunternehmer“, sagt Sohn Günter Hinz. „Er hat sich vieles selbst beigebracht.“ Seinen Meister habe der Vater erst gemacht, als er den Betrieb schon zwei Jahre leitete. Ihm fehlte auch nicht der Mut, technische Neuheiten auszuprobieren und, wenn ihm der Nutzen für den Kunden plausibel vorkam, ins Angebot aufzunehmen. Mit seiner unternehmerischen Weitsicht, seinem Fleiß und seiner Persönlichkeit hat er die Werte der Firma bis heute geprägt.